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    Hauptdarsteller nicht mehr dabei

    FC Augsburg. Das ist die Zeit, in der sich Trainer an alles klammern, was einen Stimmungsumschwung in der Mannschaft bewirken könnte. Das Thema in Augsburg lautet: Leistet sich der Aufsteiger von 2012 mit einer Niederlage an diesem Samstag in Mainz den kompletten Fehlstart?

    Der Neu-Düsseldorfer Axel Bellinghausen (rechts) fehlt dem FC Augsburg als Umschaltsprinter. Ex-05-Torjäger Aristide Bancé (links) ist im Augsburger Konterspiel noch nicht zur Geltung gekommen. 
Foto: dpa
    Der Neu-Düsseldorfer Axel Bellinghausen (rechts) fehlt dem FC Augsburg als Umschaltsprinter. Ex-05-Torjäger Aristide Bancé (links) ist im Augsburger Konterspiel noch nicht zur Geltung gekommen.
    Foto: dpa

    Diese depressive Atmosphäre will Markus Weinzierl nicht haben. Also erinnert Jungtrainer des FC Augsburg daran, dass in Mainz ja mal am 15. Oktober 2012 ein für den Klub historisches Ereignis geschafft wurde: Der 1:0-Sieg in der Coface Arena bedeutete damals am 9. Spieltag den ersten Bundesligasieg in der Geschichte des FCA.

    Das ist faktisch richtig. Und das lässt sich auch nicht umdeuten. Aber man könnte anfügen: Der Spielverlauf war kurios, die Augsburger Leistung genügte bestenfalls in der Defensive Erstligaansprüchen - die drei Punkte in Mainz waren nahe am Diebstahl.

    Was nicht mehr heißen soll, als: Das Ergebnis dürfte schöne Bilder wecken in den Köpfen der Spieler, die spielerische und taktische Vorstellung von damals eher nicht. Es sei denn, man ist ein glühender Anhänger der Mauerstrategie mit zwei eng verschiebenden Fünferketten. Für die Offensive des FSV Mainz 05 muss sich das damals angefühlt haben wie eine Vollsperrung auf der Autobahn.

    Nicht vom Glück verfolgt

    Vom Glück gejagt wurden die Gastgeber in jenen 90 Minuten auch nicht gerade. Zdenek Pospech traf die Latte (26.). Nicolai Müller schoss ein Tor, das nicht anerkannt wurde, weil Maxim Choupo-Moting im passiven Abseits angeblich Torhüter Simon Jentzsch irritiert hatte (42.). Andreas Ivanschitz verballerte die besten Chancen (50., 66., 75.). Und in der 88. Minute gelang den Augsburgern mit ihrem zweiten Torschuss in dieser Partie per verwandeltem Strafstoß das Siegtor durch Jan-Ingwer Callsen-Bracker. Dieser Ansatz des damaligen Trainer Jos Luhukay ist zweifellos legitim. Aber ist das auch beliebig wiederholbar?

    Luhukay hatte im Verlauf der Vorsaison einen perfekten Umschaltschlüssel gefunden. Die Augsburger pressten tief und eng im Block - und nach der Balleroberung konterten sie viele Gegner mit teilweise sehenswerten Spielzügen aus. Ein ähnliches Konzept verfolgt nun auch der rhetorisch gewandte Markus Weinzierl. Nur das offensive Umkehrspiel klappt noch nicht.

    Das Auftaktspiel zu Hause gegen den Aufsteiger Fortuna Düsseldorf ging mit dem 0:2 vorne und hinten daneben. Beim 1:3 in Schalke schaffte es das Weinzierl-Team gute 30 Minuten, den haushohen Favoriten massiert und geschickt gestaffelt zu blocken. Dann traf der griechische Hüne Papadopoulos nach einer Ecke per Kopfball zum 1:0 (33.). Und unmittelbar nach Wiederanpfiff schloss Jermaine Jones einen Kontersololauf mit dem 2:0 (46.) ab. Damit war die einseitige Partie schon entschieden.

    0:0 ohne echte Torchance

    Beim jüngsten 0:0 gegen den VfL Wolfsburg zogen sich die Augsburger sogar in einem Heimspiel sehr früh und extrem weit zurück. Das ermöglichte den Gästen nur wenig Topchancen. Den Hausherren allerdings gar keine.

    Was auch daran liegt, dass der FCA in dieser Spielzeit bislang zu selten kollektiv und mit schnellen Flachpasskombinationen umgeschaltet hat, sondern mit langen Himmelsschlägen. Auf Aristide Bancé, der die Kugel auf Scheitel- oder Kehlkopfhöhe verarbeiten und für Konter nutzen müsste. Was nicht ganz einfach ist.

    Als in beide Richtungen giftiger Umschaltspieler fehlt dem FCA der nach Düsseldorf abgewanderte Axel Bellinghausen (der damals in Mainz den Elfmeter herausgeholt hatte). Der schnelle Kontermittelstürmer Sascha Mölders (traf damals in Mainz den Pfosten, als Bellinghausen den Abpraller verwerten wollte, wurde er gefoult) ist von einem Knöchelbruch noch nicht genesen. Auch der Elfmeterschütze Callsen-Bracker, damals der defensive Stabilisator im Mittelfeld, fehlt verletzt.

    Amsif für Routinier Jentzsch im Tor

    Selbst der bei jenem 1:0 in Mainz überragende Keeper Simon Jentzsch ist nach seiner Finger-OP noch nicht wieder fit. Für den 36-Jährigen steht der aus der Schalke-Jugend stammende Marokkaner Mohamed Amsif (23) im Kasten.

    Reinhard Rehberg

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