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    Lahnstein verpasst Überraschung knapp

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    Warm schießen wolle man sich beim abgeschlagenen Rheinlandliga-Schlusslicht, hatten die Morbacher vollmundig angekündigt. Und es begann, wie es zu erwarten war. Nach gerade mal einer Minute zog Gästekapitän Oleg Tintor, Denker und Lenker im Spiel der Hunsrücker, einfach mal ab und traf den Pfosten, den Abpraller erwischte Sturmspitze Jörg Wahlen und schoss platziert ein. Das schwache Abwehrverhalten der Gastgeber in dieser Szene blieb keine Ausnahme: Immer wieder und im Verlauf der Spielzeit immer häufiger durften Morbacher unbedrängt köpfen, schießen oder konnten ungehindert dribbeln. Wie eine Mannschaft dermaßen überlegen wie gleichzeitig so ineffektiv spielen kann - und nach gut einer Stunde sogar noch den Ausgleich kassiert - ist rätselhaft. "Lauft, ihr Schlafmützen", brüllte Gästetrainer Thorsten Haubst seinen Spielern zu, sein Erklärungsversuch nach dem Abpfiff klang wenig überzeugend: "Wir haben die Konsequenz vor dem Tor vermissen lassen, und es fehlte an der richtigen Einstellung."

    Die Bereitschaft zu bedingungslosem Kampf fehlte dem auf Tabellenplatz drei spekulierenden SV Morbach so sehr wie sie beim "letzten Aufgebot" (Enkirch) der SGE Lahnstein von Minute zu Minute wuchs. Nach schnellem Rückstand begann es mit Tobias Urans spektakulärem Fallrückzieher (13.) im Anschluss an die erste Ecke, es folgte Ahmed Malla-Ismails knapp verzogener Schrägschuss acht Minuten später. Dann fiel der überraschende Ausgleich für die krisengeschüttelte Eintracht: Nach Tobias Urans beherztem Solo schob Ernesto Victor zum 1:1 ein (65.).

    Zum achten Saisonpunkt reichte es letztlich aber dennoch nicht, weil die eingewechselten Morbacher Theise und Zimmer in den letzten beiden Minuten die Kräfteverhältnisse gerade gerückt hatten und den haushohen Favoriten mit zwei blauen Augen davonkommen ließen.

    "Schade, die Jungs hätten es verdient, und es wäre auch gut für die Moral gewesen", trauerte Lahnsteins Trainer der um lediglich 120 Sekunden verpassten kleinen Sensation nach. Aber auf dem Weg zu "einem ehrenvollen Abschied" aus der Rheinlandliga "werden wir bestimmt noch einen Punkt holen", zeigte sich der Eintracht-Coach von seiner Elf überzeugt, auch wenn es ihr an Klasse für die Bezirksliga fehlt: "Da muss personell noch etwas geschehen."

    Von unserem Mitarbeiter

    Thomas Wächtler

    Regionalsport - Klasse 2 - Verbandsliga SW-Rheinlandliga
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