40.000
  • Startseite
  • » Verbandsliga Südwest - Rheinlandliga
  • » Ein 5:0 zum 40.! Mirko Bernd schießt den FCK gegen Mayen zum Sieg
  • Aus unserem Archiv

    Ein 5:0 zum 40.! Mirko Bernd schießt den FCK gegen Mayen zum Sieg

    Kein Teaser vorhanden

    Eiskalt vom Punkt aus - und das an seinem 40. Geburtstag: Mirko Bernd verwandelte beim 5:0 seines FC Karbach gegen den TuS Mayen zwei Elfmeter - und zwar nach 33 Minuten zum 1:0 (siehe Foto) und nach 42 Minuten zum 2:0. 
Foto: Schmidt
    Eiskalt vom Punkt aus - und das an seinem 40. Geburtstag: Mirko Bernd verwandelte beim 5:0 seines FC Karbach gegen den TuS Mayen zwei Elfmeter - und zwar nach 33 Minuten zum 1:0 (siehe Foto) und nach 42 Minuten zum 2:0.
    Foto: Schmidt - Verena Schmidt

    Die 402 Augenpaare auf dem Quintinsberg waren alle auf das Geburtstagskind Mirko Bernd gerichtet. Wie schlägt sich der frischgebackene Vierziger an seinem Jubeltag gegen den TuS Mayen? Die Antwort gab der Routinier mit zwei verwandelten Foulelfmetern mehr als eindrucksvoll. "Dass die Mannschaft mir mit dem 5:0-Sieg so ein Geschenk macht, ist wunderschön", sagte der Matchwinner. "Dass ich noch zwei Tore an meinem Geburtstag mache, ist natürlich umso besser."

    Nach 14 Minuten hatte Bernd, der als Innenverteidiger auflief, und sein FCK aber großes Glück, als Mayens Stürmer Stephan Schikora nur den Pfosten traf. Und Fortuna - sowie Schiedsrichter Dirk Huster - war Karbach auch fortan hold. Nach 33 Minuten pfiff Huster den ersten Elfmeter für den FCK: Der Möntenicher André Marx soll im Strafraum Oscar Feilberg gefoult haben. Huster zeigte auf den Punkt, was umstritten war. Bernd interessierte das nicht: Er verlud Mayens Keeper Darius Motazed und traf ins linke Eck - 1:0 für Karbach (33.).

    Bevor Bernd zum zweiten Mal im Mittelpunkt stand, leistete sich Mayens Innenverteidiger Vitali Eirich eine Tätlichkeit an Oscar Feilberg. Dass Huster für die Aktion Rot zückte, war völlig vertretbar (41.). Die Mayener Fans beruhigte das kaum, nur eine Minute später wurde ihr Unmut noch größer: Den nachfolgenden Freistoß schlug Karbachs Marc Thönnes in den Strafraum, wo auf einmal sein Teamkollege David Eberhardt, von Mayens Simon Berresheim bedrängt, hinfiel. Huster pfiff - und gab den nächsten Strafstoß für Karbach. Die Mayener Volksseele kochte, Mirko Bernd blieb cool: Das Geburtstagskind düpierte erneut den Kanadier Motazed. Diesmal sprang der Keeper nach links, Bernd schoss den Ball aber in die andere Ecke - 2:0 für Karbach (42.).

    Nach der Pause gab es den dritten Elfmeter - und natürlich war wieder Bernd daran beteiligt. Diesmal allerdings nicht als Vollstrecker, sondern als Verursacher. Im Laufduell foulte der Routinier den Hambucher Schikora. Das war aber nicht tragisch für Bernd und seinen FCK. Mayens Hervé Louloulaga schoss den Elfmeter genau wie vor einer Woche beim 5:1-Pokalsieg in Kirchberg - hoch und ziemlich mittig. FC-Keeper Florian Bauer wusste das wohl und parierte glänzend (55.). Die Wende verpasste Mayen, keine 100 Sekunden nach Louloulagas Flop waren die Eifeler dann endgültig geschlagen. Feilberg lief von der Mittellinie allein aufs Tor, tunnelte Motazed - es stand 3:0 für Karbach (57.).

    20 Minuten später war der Arbeitstag von Mirko Bernd beendet: Unter dem großen Applaus der 402 Zuschauer verließ er den Platz. Zwei Tore gemacht, einen Elfmeter verursacht, aber ansonsten fehlerfrei in der Defensive - besser konnte Bernd an seinem großen Tag seinen Job nicht machen. Und das wohlgemerkt mit 40 Jahren.

    Oscar Feilberg ist halb so alt wie Bernd - und schloss nach 81 Minuten in der internen Torjägerliste zu seinem Kollegen auf. Auch der Stürmer schnürte einen Doppelpack, das 4:0 besorgte er per Kopf. Nach 85 Minuten wurde es dann ganz bitter für Mayen: Auch Torwart Motazed sah Rot, er zog gegen den Treis-Kardener Marc Thönnes die Notbremse. Diesmal war der Pfiff von Schiri Huster absolut berechtigt. Weil Mirko Bernd nicht mehr auf dem Platz war, durfte Andy Felgner schießen. Felgner verwandelte den dritten Karbacher Elfmeter ebenso sicher an diesem denkwürdigen Abend. Mit einer 0:5-Packung und zwei Roten Karten im Gepäck fuhr Mayen nach Hause. TuS-Trainer Achim Höllen machte im Schiedsrichter den Schuldigen aus: "Die ersten beiden Elfmeter und die erste Rote Karte waren vollkommener Unsinn. Huster hat das Spiel entschieden." Und natürlich Mirko Bernd.

    Von Michael Bongard

    und Armin Bernd

    Regionalsport - Klasse 2 - Verbandsliga SW-Rheinlandliga
    Meistgelesene Artikel