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    Alemannia Waldalgesheim setzt kleines Ausrufezeichen gegen Ligakonkurrent TSV Schott Mainz

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    Trotz des Sieges war André Weingärtner nicht ganz zufrieden. Der Alemannen-Trainer hatte sich auf seiner Mountainbiketour beeilt, so dass er pünktlich zum Anpfiff an der Seitenlinie stand. "Es war ein Kräftemessen zweier Verbandsligisten mit einem kleinen Ausrufezeichen für uns", sagte Weingärtner. "Wenn man so ein Spiel gewinnt, ist das nicht schlecht. Aber es war nicht mehr und nicht weniger als ein Vorbereitungsspiel und sicherlich nicht unser bestes."

    Der Alemannen-Trainer bemängelte die Chancenverwertung und kritisierte zudem, dass seine Mannschaft nach dem Ausgleich etwas die Kontrolle über das Spiel verloren hatte. Eine erste, riesige Möglichkeit vergab Dominik Lang. Armando Grau war in der eigenen Hälfte durchgestartet und auf der rechten Seite nach vorne marschiert. Seinen Querpass konnte Lang, der erst in diesem Sommer vom TSV Schott an die Waldstraße gewechselt war, acht Meter vor dem Tor freistehend nicht nutzen (5.). So mussten die Mainzer Mithilfe leisten, damit die Gastgeber in Führung gehen konnten. Nenad Simic erzielte ein spektakuläres Eigentor. Die Waldalgesheimer hatten den Abwehrspieler unter Druck gesetzt. Der wollte 30 Meter vor dem Tor klären, doch mit seiner Bogenlampe überlupfte er seinen Keeper, der an der Strafraumgrenze stand (13.). Für den Ausgleich zeichnete ein ehemaliger Waldalgesheimer verantwortlich. Adem Kaya, der beste Mainzer, traf zum 1:1 (27.).

    Beide Trainer verzichteten auf mehrere Leistungsträger, möglicherweise um vor dem Saisonstart, der die Mannschaften dann schon gleich wieder zusammenführt, noch nicht alle Karten auf den Tisch zu legen. "Wir haben einen unheimlich großen und dichten Kader", widersprach Weingärtner dieser These. "Da weiß ich doch noch gar nicht, wer am ersten Spieltag auflaufen wird." Beim TSV Schott saß Nils Döring nur auf der Bank, der Ex-Profi Markus Kreuz stand überhaupt nicht im Aufgebot. Weingärtner ließ beispielsweise Axel Neumann, Oliver Hoch und Marcel Fennel draußen.

    Fennel wurde immerhin zur zweiten Hälfte eingewechselt und führte sich mit dem 2:1 gleich gut ein. Einen Eckball köpfte er ins Netz (50.). Nachdem in Adem Kaya schon ein ehemaliger Alemanne für die Mainzer getroffen hatte, wollte auch der Neuzugang der Waldalgesheimer ein Tor gegen sein ehemaliges Team erzielen. Dominik Lang erhöhte auf 3:1 (60.). Erst in der zweiten Nachspielminute gelang Thorsten Kleber nach einer Ecke noch der Anschlusstreffer für die Mainzer.

    Trotz aller Trainerkritik zeigten die Alemannen schon recht gute Ansätze. In der ersten Halben Stunde hatten sie den Gegner sehr gut im Griff. Viele Angriffe liefen über die rechte Seite, auf der Armando Grau mächtig Dampf machte.

    Im zweiten Spiel des Abends fehlte dem überlegenen Mainzer Nachwuchs in der ersten Hälfte noch die Kaltschnäuzigkeit. Die Tore für die 05er fielen aber nach dem Wechsel. Stephani Eba-Eba (67.), Jan Förstel (75.) und Steven von der Burg (89.) markierten die Treffer. Zwei mal landete der Ball auch im Kasten der 05er. Doch beide Male wurden die Tore wegen Abseits zurecht nicht anerkannt.

    Regionalsport - Klasse 2 - Verbandsliga SW-Rheinlandliga
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