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    JSG Meisenheim verpasst die Sensation knapp

    Kein Teaser vorhanden

    Foto: Klaus Castor

    Über die gesamte Spielzeit war kein Klassenunterschied zwischen den beiden Mannschaften zu erkennen. Die Meisenheimer standen von Beginn an defensiv, glänzten durch eine taktisch sehr disziplinierte Leistung und ließen nahezu keine Chancen des Gegners zu. Die Schifferstädter hatten zwar mehr Ballbesitz, konnten damit aber oft nichts anfangen. Zumeist wussten sie sich nur mit Weitschüssen zu helfen, die JSG-Torwart André Fels in der Regel sicher entschärfen konnte. Nach Ballgewinnen schalteten die Meisenheimer schnell um und versuchten, ihre Angriffe so gefährlich wie möglich zu gestalten. Mit ihrer ersten Chance gingen sie auch gleich in Führung. In der 20. Minute bekamen die Glanstädter einen Freistoß aus halblinker Position zugesprochen. Michael Komarow legte sich die Kugel zurecht und schoss sie fest und in hohem Bogen auf des Gegners Tor. Phönix-Schlussmann Kevin Schuster unterschätzte die Flugbahn und musste zusehen, wie Komarows Knaller im langen Eck landete - 1:0.

    Schifferstadt rannte in der Folgezeit planlos an und hätte sich über einen zweiten Gegentreffer nicht beschweren dürfen. Ein weiterer Freistoß von Komarow, der in der Innenverteidigung mit seinem Partner Fabian Boppel sehr souverän auftrat, landete bei Leon Walter. Dessen Schuss verfehlte sein Ziel knapp (28.). Auch nach dem Wechsel ließ die Mannschaft von Trainer Patrick Jungblut kaum klare Aktionen der Phönix-Kicker zu. Das 1:1 von Jawad Zein fiel überraschend, auch wenn die Entstehung ansehnlich war. Bei einem flachen Eckball wendeten die Schifferstädter eine einstudierte Variante an. Ein Mitspieler ließ den Ball gekonnt passieren, ehe Zein mit seinem Schuss JSG-Keeper Fels überwinden konnte.

    Wer nun glaubte, dass der Favorit sein Spiel aufziehen würde, sah sich getäuscht. Mit einer unbändiger Leidenschaft und vorbildlichem Einsatz hielten die JSG-Kicker das Geschehen offen und gingen sogar erneut in Front. Eine feine Flanke von Christian Krämer verwertete Luca Baderschneider zum viel umjubelten 2:1 (59.).

    In der Schlussphase rannte Phönix zum Teil planlos an. Ebenfalls war zu merken, dass die Nerven beim Rangsechsten der Regionalliga schon blank lagen und sich die Akteure ihrem Ärger Luft verschafften. Dennoch kamen sie in der Nachspielzeit zum mehr als schmeichelhaften Ausgleich. Bei einem langen Pass war Johannes Becker zur Stelle und schweißte das Spielgerät in die Maschen.

    Die Meisenheimer waren sichtlich angeschlagen, überstanden die Verlängerung aber schadlos. Im Elfmeterschießen schien zunächst einiges für die JSG zu sprechen. Sie versenkten durch Boppel, Komarow und Dimosthenis Papazois ihre ersten drei Versuche, während ein Schifferstädter vergab. Beim Stand von 3:3 verschoss Nino Bösel, woraufhin Phönix mit 4:3 in Führung ging. Nachdem Jan Scheib und Phönix-Torwart Schuster getroffen hatten, setzte Nils Schlemmer das runde Leder über das Tor, womit die bittere Niederlage pure Gewissheit war.

    "Die Niederlage war nicht verdient. Wir haben taktisch richtig gut gespielt", sagte JSG-Trainer Patrick Jungblut, "vom Einsatz und von den Zweikämpfen her hat alles gestimmt." Sein Team bekam am eigenen Leib zu spüren, wie hart und gnadenlos der Fußball sein kann. Dennoch kann es ohne Zweifel gestärkt aus dieser Partie hervorgehen, hatte es einen klar favorisierten Gegner am Rande einer Niederlage. "Es ist geil, was die Jungs diese Runde geleistet haben", lobte Jungblut seine Schützlinge. "Darauf können sie stolz sein."

    JSG Meisenheim/Desloch/Jeckenbach: Fels - Frey, Boppel, Komarow, Berghof - Walter, Scheib, Schlemmer, Baderschneider - Papazois, Krämer. Eingewechselt: Altes, Gerhardt, Bösel, Schneider, Hooks.

    Aus Eisenberg berichtet unser Mitarbeiter Lukas Erbelding

    Regionalsport Süd - Klasse 9 - Jugendfußball
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