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    Anspruch: Aus Talenten die letzten Prozent herauskitzeln

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    Gruppenfoto mit Dame (von links): Michael Fuchs (Torwarttrainer der Frauen-Nationalmannschaft), Ex-Nationaltorhüterin Silke Rottenberg, der Bad Kreuznacher Wolfgang Lautenbach und DFB-Ausbilder Markus Gaupp.
    Gruppenfoto mit Dame (von links): Michael Fuchs (Torwarttrainer der Frauen-Nationalmannschaft), Ex-Nationaltorhüterin Silke Rottenberg, der Bad Kreuznacher Wolfgang Lautenbach und DFB-Ausbilder Markus Gaupp.
    Foto: privat

    Als Inhaber der Trainer-B-Lizenz mit Coaching-Erfahrung von jungen Torhütern ausgestattet, erfüllte Lautenbach die Kriterien, um in diesen erlesenen Kreis hineinzustoßen. Lautenbach, der einst für den TuS Roxheim in der Landesliga Bälle parierte, hatte in der Vorsaison die Verbandsliga-C-Jugend der SG Eintracht Bad Kreuznach betreut. Doch nicht nur das: In dieser Zeit beschäftigte er sich auch intensiv mit den Jugendkeepern der SGE. Die Eintracht stieg zwar ab, doch die Keeper Can Christ (jetzt FC Meisenheim) und Lukas Holm (TSV Schott Mainz) verblieben in der Verbandsliga - auch ein Verdienst von Lautenbach, den diese Erfolge heiß gemacht haben. "Ich habe gemerkt, dass es mir viel Spaß macht, mit jungen Torhütern zu arbeiten. Man muss spezielle Feinheiten erkennen, und das liegt mir ganz gut", sagt der Ex-Torsteher, der beschloss, nicht mehr für die Entwicklung eines kompletten Teams, sondern nur noch für einzelne Schlussleute verantwortlich zeichnen zu wollen.

    Genau genommen hatte ihn bereits die Ausbildung zum C-Lizenz-Trainer diesem Entschluss näher kommen lassen. "Wir hatten 2008 unter Markus Gaupp während des kompletten Lehrgangs eine Sitzung über das moderne Torwartspiel. Diese hat mich so fasziniert und selbst zu diesem Zeitpunkt in meinem eigenen Torwartspiel noch einmal vorangebracht, dass ich am Ball bleiben wollte", erklärt Lautenbach. Es folgten autodidaktisch mehrere Fortbildungen sowie nun der DFB-Leistungslehrgang, bei dem er erneut auf seinen Mentor Gaupp traf.

    Wie aber lief die hoch dekorierte Veranstaltung ab? "Eines vorweg: Es gab keine Prüfung", erklärt Lautenbach. "Die Prüfungen für die C- und B-Lizenz sind schon anstrengend genug. Bei diesem Lehrgang sollte man sich frei entfalten können." Vordergründig wurde den Teilnehmern, zu denen auch Ober- und Regionalliga-Übungsleiter gehörten, aufgezeigt, wie sie aus bereits gut ausgebildeten Torhütern im Leistungsbereich noch weitere Prozente herauskitzeln können - unter anderem auch mit Trainingsgeräten und speziellen Fitnessprogrammen.

    Für Lautenbach ist das der richtige Ansatz. Er will sich weiterhin mit jungen Keepern beschäftigen. Vereinzelt kümmert er sich schon um Marius Lüther, Jugendkeeper von Bavaria Ebernburg ("Ein Riesentalent"). Erst einmal stehen jedoch Hospitationen an. Beim Frauen-Bundesligisten FFC Frankfurt will er ebenso reinschnuppern wie im Junioren-Leistungszentrum von Eintracht Frankfurt. Lautenbach weiß: "Bei uns in der Region ist es schwierig, etwas zu finden. Ich bin aber optimistisch und gespannt, was auf mich zukommt."

    Von unserem Mitarbeiter

    Christoph Erbelding

    Regionalsport Süd - Klasse 9 - Jugendfußball
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