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    Randolphs Elfmetertor besiegt Spitzenreiter

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    Gleich geht die Post ab in Hoppstädten: TuS-Abwehrspieler Eugen Prokaev (unten) foult Raphael Rodriguez. Der wird sich gleich revanchieren und die Rote Karte kassieren. Und so ruhig wie auf dem Foto zu sehen, wird es auch am Spielfeldrand nicht bleiben... 
Foto: Manfred Greber
    Gleich geht die Post ab in Hoppstädten: TuS-Abwehrspieler Eugen Prokaev (unten) foult Raphael Rodriguez. Der wird sich gleich revanchieren und die Rote Karte kassieren. Und so ruhig wie auf dem Foto zu sehen, wird es auch am Spielfeldrand nicht bleiben...
    Foto: Manfred Greber

    Frank Faber

    M Hoppstädten. Völlig überraschend steckte der SV Oberkirn in der Landesliga beim TuS Hoppstädten eine 1:2-Niederlage ein. Dabei verlor die Mannschaft von Spielertrainer Murat Yasar innerhalb von ein paar Sekunden den Faden. Drei Minuten nachdem Kai Schatto den SVO per Flugkopfball 1:0 in Führung gebracht hatte (10.), schickte der unsichere Schiedsrichter David Scheuermann Raphael Rodriguez mit der Roten Karte vom Feld (13.).

    Der Assistent hatte nach einem Zweikampf mit Eugen Prokaev ein Nachtreten des Oberkirner beobachtet. Auf dem Rasen wurde anschließend verbal attackiert, hektisch diskutiert und provoziert. "Wir haben uns anstecken lassen, das wollten wir eigentlich vermeiden", ärgerte sich Yasar. Weitere drei Minuten darauf lag der Ball zum 1:1- Ausgleich im Oberkirner Kasten. Michael Randolph schnitt einen Freistoß von rechts in den Strafraum, Tobias Alles bekam den Kopf hinter den Ball und traf ins lange Eck (16.). Als Ali Dibooglu, der eine Riesenchance zum 1:0 hatte (8.), dann auch noch verletzungsbedingt runter musste (24.), fehlte dem SVO in Unterzahl der Anführer auf dem Platz.

    Hoppstädten machte die Räume dicht und suchte seine Konterchance. Wenn der TuS aufgefordert wurde, das Spiel zu machen, sah das meist hilflos aus. Ausnahmen stellten Libero Randolph und Mittelfeldmann Kai Geibel dar. Letzterer überzeugte mit gutem Passspiel. Klasse bediente er Alexander Bambach, der den Ball mit der Brust annahm und aus 14 Metern volley über die Latte jagte (23.). Die Oberkirner schafften es trotz Unterzahl immer wieder, wegen ihrer besseren Spielanlage vorne gefährlich aufzutauchen. Einen 25 Meter-Hammer von Simon Schmidt klärte Marcel Kronenberger zur Ecke (36.). Bis zum Wechsel und lange danach passierte dann gar nichts mehr.

    "Wir haben hinten nicht aufgemacht. Das war der Tabellenführer, und der ist auch in Unterzahl gefährlich", lag TuS-Trainer Hans -Jürgen München mit seiner Taktik richtig. Seine Mannschaft gewann in der Folgezeit mehr Zweikämpfe, denen der lange Ball in den Raum folgte. Bambach zog von rechts knapp am Kasten vorbei (64.). Zehn Minuten später verfehlte Christopher Zöllner ein weiteres langes Zuspiel, und Alexej Gerasimov lief alleine auf Torhüter Sascha Elß zu. Doch der beste Mann auf dem Platz nahm dem kleinen Angreifer clever dem Ball vom Fuß (74.).

    Eine Minute später schnappte Elß auch Jens Jung im Strafraum die Kugel vom Schlappen. "Ich hatte nie den Eindruck, dass Hoppstädten aus dem Spiel heraus ein Tor macht", sagte Yasar. Ein Fehlpass von Zöllner leitete dann aber die Entscheidung ein. Der Innenverteidiger foulte bei seinem Korrekturversuch Bambach im Strafraum und flog mit der Ampelkarte runter. Randolph verwandelte den Elfmeter zum 2:1-Endstand.

    "Es ist schon Wahnsinn, dass wir bei so guten Chancen auf einen Elfer angewiesen sind. Solche Dinger muss man einfach besser ausspielen", bemängelte München kopfschüttelnd.

    Gegen den mit neun Mann alles nach vorne werfenden SV Oberkirn brachten Bambach und Gerasimov (82.) den Ball nicht an Elß vorbei, und Jung kickte die Kugel frei stehend in die Beine von Ufuk Aliakar (90.). Auf der Gegenseite verfehlten zwei Schüsse von Yasar knapp ihr Ziel. "Mit Fußball hatte das heute ja wenig zu tun", urteilte Yasar., während München heilfroh war, ausgerechnet gegen den Spitzenreiter einen Dreier eingefahrenen zu haben.

    Regionalsport Süd - Klasse 1 - Landesliga
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