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    FSV Bretzenheim: Messer nutzt Nadelstiche nicht

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    Die zwei Klassen Unterschied zwischen den beiden Teams wurden nur selten sichtbar. Zu Beginn der Partie überraschte gar der Landesligist den Favoriten. Nach zwei Minuten gab Sebastian Grünewald einen ersten Warnschuss ab, nach sieben Minuten setzte Dennis Messer einen weiteren Nadelstich an den Pfosten, und nach neun Minuten sprang Gäste-Trainer Aydin Ay erbost von der Bank auf, um sein Team lautstark wach zu rütteln.

    Das wirkte, die Gonsenheimer agierten nun weniger fehlerhaft und konzentrierter, speziell in den Zweikämpfen. In den ersten zehn Minuten hatten die Bretzenheimer das lasche Auftreten der Gäste zu schnellem Umschalten und guten Konterangriffen genutzt. Nun begannen die Gäste, ein Powerplay im Stile eines Handballspiels aufzuziehen. Immer wieder ließen sie den Ball durch ihre Defensivreihe kreisen und suchten Lücken im FSV-Defensivverbund. Doch die offenbarten die Bretzenheimer nicht, weil sie sich nicht nur weit hinten, sondern auch geschickt verbarrikadierten, immer wieder doppelten und vor allem in der Mitte sehr präsent auftraten. Janos Zillger gefiel wie schon gegen den SC Idar II auf der Sechser-Position. "Natürlich ist das nicht schön für die Zuschauer, wenn wir uns mit elf Mann zurückziehen, aber wir haben es ganz gut gemacht", sagte FSV-Spielertrainer Alan Zimmermann.

    Auch die beiden Stürmer Dennis Messer und Alexander Tächl halfen immer wieder aus, dadurch fehlten allerdings Anspielstationen - Entlastungsangriffe waren deshalb ab der neunten Minute bis in die Schlussphase hinein Mangelware. Das 1:0 fiel nach einem der wenigen Fehler. Der engagierte Daniel Schmidt klärte nicht konsequent genug. Johnathan Zinnram fing den Ball ab, nahm sich aus 25 Metern ein Herz und ließ das Leder mit Windunterstützung über Andreas Kern hinweg ins FSV-Gehäuse flattern. Dass ein Distanzschuss die Führung brachte, war symptomatisch für diese erste Hälfte, in der es die Gonsenheimer nur selten bis in den FSV-Strafraum brachten und noch seltener gefährlich wurden. Direkt nach dem 0:1 hatte der FSV eine Riesen-Gelegenheit zum Ausgleich, doch Grünewald verstolperte nach einem Freistoß von Zimmermann frei stehend.

    In Hälfte zwei dominierten die Gonsenheimer deutlicher. Sie agierten nun zielstrebiger, meist über die Flügel. Die Außenverteidiger, neben Zinnram auch der Ex-Waldalgesheimer Jörg Cevirmeci, kurbelten an. Es ergaben sich auch mehr Chancen. "Trotzdem haben wir gar nicht mal so viel aus dem Spiel heraus zugelassen. Das war gut", erklärte Zimmermann. Der FSV machte jetzt auch auf, Grünewald wirbelte zwischen den Strafräumen. Der Mut wurde mit zwei Möglichkeiten belohnt. Der Gonsenheimer Kapitän Jan Itjeshorst blockte Messer in höchster Nor (77.), Grünewald markierte einen Abseitstreffer (81.). Ein Konter brachte schließlich die Entscheidung. Keyhanfar drängte Stefan Zillger noch ab, doch sein Zuspiel auf D'Avino konnte er nicht verhindern. "Das Spiel war für uns auf jeden Fall positiv. Ich hoffe, dass es uns Mut und Zuversicht für die nächsten Aufgaben gibt", resümierte Zimmermann.

    Von unserem Redakteur Olaf Paare

    Regionalsport Süd - Klasse 1 - Landesliga
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