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    Tabellenführer brennt beim 16:0 ein Offensivfeuerwerk ab

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    Der Sieg der Bad Kreuznacher war außergewöhnlich, nicht nur in der Höhe. Trainer Markus Hippchen konnte sich nicht daran erinnern, im Feld einmal derart deutlich gewonnen zu haben. Bemerkenswert war zudem die Verteilung der Treffer. Von den 15 Feldspielern, die zum Einsatz gekommen waren, trugen sich elf in die Torschützenliste ein - rekordverdächtig. Doch zunächst hatte es nicht danach ausgesehen, als würde sich eine geschichtsträchtige Partie entwickeln. Keine Frage, die KHCler gaben im Stadion Salinental den Ton an, hatten alles im Griff und unterstrichen ihre Qualitäten mit zwei frühen Toren. Christopher Zerfaß nutzte die erste kurze Ecke zur Führung (5.). Eineinhalb Minuten später legte Sebastian Behr nach einer schönen Kombination nach. Die Ludwigshafener reagierten und stellten von der Halbfelddeckung auf Mann-Mann-Verteidigung um. Kurze Zeit wirkten die Bad Kreuznacher irritiert, doch Hippchen nahm umgehend eine Auszeit und stellte seine Mannen auf die veränderten Gegebenheiten ein. "Wenn die Mann gegen Mann spielen, dann gehst du ganz weit weg vom Gegner und hast den Raum frei", verdeutlichte der KHC-Coach.

    Es dauerte nicht lange, und die Gastgeber wussten die neu gewonnene Freiheit zu nutzen. Jan Fürsicht schloss in Minute 18 einen sehenswerten Spielzug zum 3:0 ab. Während die Ludwigshafener in den 70 Spielminuten zu keiner nennenswerten Torchance kamen und KHC-Keeper Benjamin Riehl einen entspannten Nachmittag verbrachte, lief die Bad Kreuznacher Torfabrik zur Hochform auf. Ab der 40. Minute schlug es regelmäßig im TFC-Gehäuse ein. Mitunter musste der Schlussmann der Gäste innerhalb weniger Sekunden zweimal hinter sich greifen. "13 Tore in der zweiten Hälfte zu kassieren, das ist schon bitter für Ludwigshafen", sagte Hippchen und fügte an: "Ich hatte es mir nicht so leicht vorgestellt." Angetan war er vor allem von der Entwicklung innerhalb seiner Mannschaft. In der Anfangsphase waren seine Spieler mehrmals gescheitert beim Versuch, an den Konkurrenten vorbeizukommen. Später agierten sie mit mehr Übersicht, spielten stets den nächsten freien Mann an und kamen so schnell und oft ungehindert nach vorne. Dem KHC-Coach gefiel, wie seine Spieler ihre Überlegenheit demonstrierten, ihm gefiel, dass sie nicht nachließen, sondern Tempo und Intensität hochhielten.

    Die Ludwigshafener, sonst für ihren Kampfgeist bekannt, ergaben sich ohne große Gegenwehr in ihr Schicksal. Als sie wegen zweier Zeitstrafen dann auch noch mehrere Minuten in Unterzahl waren, schraubte der KHC das Ergebnis von 8:0 bis auf 13:0 in die Höhe. Die Zuschauer waren begeistert und bejubelten jeden Treffer. Doch den meisten Applaus erhielt Alexander Cunningham. Der Youngster krönte seinen ersten Regionalliga-Einsatz mit dem Tor zum 12:0 (65.). In der Schlussminute durfte dann auch Max Anton, der zuvor mehrfach mit sich gehadert hatte, jubeln. Er erzielte Treffer Nummer 15. Den Schlusspunkt setzte Florian Mussgay. Bei aller Euphorie warnte Hippchen davor, den Sieg überzubewerten. "Jetzt muss ich gucken, wie ich die Jungs wieder runterhole", sagte der Coach. Denn die Konkurrenz schläft nicht.

    Kreuznacher HC: Riehl - Zerfaß (2), Fürsicht (1), Rothländer (2), St. Behr (2), Bauer, Seb. Behr (2), Emmel, Mussgay (1), Mar. Hippchen (1), Knaul (2), Mau. Hippchen, Anton (1), Müller (1), Cunningham (1), Knewitz.

    Von unserer Mitarbeiterin

    Tina Paare

    Regionalsport Süd - Klasse 10 - Sonstiger Sport
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