40.000
  • Startseite
  • » sonstiger Sport
  • » Moselaner gewinnt den Triathlon in Zell
  • Aus unserem Archiv

    Moselaner gewinnt den Triathlon in Zell

    Kein Teaser vorhanden

    Mehr als 400 Einzelstarter und 20 Staffeln sprangen beim dritten Mittelmosel-Triathlon in die Fluten. 
Fotos: Teusch
    Mehr als 400 Einzelstarter und 20 Staffeln sprangen beim dritten Mittelmosel-Triathlon in die Fluten. Fotos: Teusch
    Foto: Holger Teusch Unterm Ber

    Es war kalt, aber es war trocken - zumindest auf den Steg des Rudervereins-Zell, als sich knapp 250 Sportler gestern Vormittag um 10 Uhr in die Fluten der Mosel stürzten, um 1500 Meter bis zum Zeller Festplatz zu schwimmen - die erste Disziplin der Olympischen Triathlon-Distanz. Eine halbe Stunde später folgten noch einmal rund 200 Athleten am ehemaligen Kaimter Fährkopf für den 750-Meter-Schwimmpart der Sprintdistanz. Insgesamt 405 Einzelstarter und 20 Staffeln wurden am Ende gewertet.

    Endlich Erster: Der Monzelfelder Jens Roth gewann den Triathlon in Zell.
    Endlich Erster: Der Monzelfelder Jens Roth gewann den Triathlon in Zell.
    Foto: Holger Teusch Unterm Ber

    Dass Jens Roth im Wasser der Schnellste sein würde, damit war zu rechnen. Nach 18:49 Minuten kletterte der 23-Jährige aus Monzelfeld bei Bernkastel-Kues aus der Mosel. Mehr als eineinhalb Minuten mussten mehrere Hundert Zuschauer warten, bis der Favorit auf den Gesamtsieg, Markus Fachbach, folgte. Der Rest des Feldes war weit abgeschlagen. Schon da war klar: Der Deutsche Mitteldistanz-Meister Fachbach und Rheinland-Pfalz-Meister Roth würden den Sieg unter sich ausmachen. Die Frage schien nur: Würde Roth auf der 40 Kilometer langen Radstrecke mit dem zweimal zu bewältigenden Anstieg auf den Barl genug Vorsprung für seine schwächste Disziplin, den abschließenden Zehn-Kilometer-Lauf, verteidigen können?

    Doch es kam noch etwas anders: "Ich habe auf dem Rad gemerkt, dass ich Jens nicht mehr bekomme", erzählte Fachbach später. Der 28-Jährige aus Kadenbach im Westerwald kam erst am Tag zuvor aus dem Trainingslager auf Teneriffa zurück. "Ich dachte, der Mittelmosel-Triathlon wäre noch eine gute Belastung", sagte er. Eine Fehleinschätzung.

    Denn Roth war auch auf dem Rad der Schnellste, fuhr als Einziger unter einer Stunde (57 Minuten, Schnitt: 42 km/h) und vergrößerte seinen Vorsprung auf fast fünf Minuten. Das musste reichen: "Als ich am ersten Wendepunkt war und sah, dass Markus 1,4 Kilometer hinter mir lag, wusste ich, dass es diesmal klappen würde", sagte er. 2010 war Roth als Erster auf die Laufstrecke gegangen und wurde noch von drei Konkurrenten überholt. "Ich wollte hier und heute unbedingt gewinnen", sagte Roth. Sein 2010er MMT-Erlebnis sollte nicht zum Trauma werden. Im kommenden Jahr wünscht er sich eine Revanche gegen die diesmal fehlenden Vorjahressieger Tim Meyer (Daaden, verletzt) und Marc Pschebizin (Wittlich, 2010 Zweiter, Rennen in der Schweiz).

    Als bester Teilnehmer aus dem Kreis Cochem-Zell belegte Dirk Bertram den 20. Platz. Der 41-Jährige aus Landkern, der für den RSC Untermosel startet, unterbot beim abschließenden Lauf die 40-Minuten-Marke (39:59) und konnte so seinen bis dahin in der inoffiziellen COC-Wertung führenden Vereinskameraden Robert Marquet (23.) noch um fast eine Minute distanzieren.

    Ähnlich wie Jens Roth machte Nina Kuhn mit ihrem Sieg ein Negativ-Erlebnis wett. "Diesmal wusste ich ja Bescheid und habe mich nicht verfahren", sagte die 28-jährige Mainzerin, die vor einem Jahr den MMT-Sieg auch deshalb verpasste, weil sie auf dem Barl falsch abbog. Sie kam zwar nur als Dritte aus dem Wasser, fuhr auf dem Rad aber sieben Minuten schneller als die später Drittplatzierte Jutta Bühler (Lübbers-MPT) und so einen komfortablen Vorsprung heraus. Per pedes war nur Annette Jaffke in 37:44 Minuten flotter. Die Luxemburgerin musste sich aber wie im Vorjahr mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Beste COC-Teilnehmerin war als 23. Jennifer Münch (RSC Untermosel). Auf der halb so langen Sprintdistanz gab es durch Max Biwer einen Sieg für Luxemburg vor Christoph Streiß (VfR Simmern). Schnellste Frau war Inka Wald aus dem Hunsrück-Ort Dommershausen.

    Holger Teusch

    Regionalsport Süd - Klasse 10 - Sonstiger Sport
    Meistgelesene Artikel