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    Manuela Heidrich hat das Fußball-Gen

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    Klaus Schöpfer, der Vorsitzende des VfR Baumholder, Kreisehrenamtsbeauftragter Axel Rolland (von links) und der 2. VfR-Vorsitzende Dieter Heinz (rechts) freuen sich mit, als Fußball-Kreisvorsitzender Karl-Heinz Thömmes Manuela Heidrich auszeichnet.
    Klaus Schöpfer, der Vorsitzende des VfR Baumholder, Kreisehrenamtsbeauftragter Axel Rolland (von links) und der 2. VfR-Vorsitzende Dieter Heinz (rechts) freuen sich mit, als Fußball-Kreisvorsitzender Karl-Heinz Thömmes Manuela Heidrich auszeichnet.

    Manuela Heidrich ist dann auf Bolzplätzen dem runden Leder hinterhergerannt, hat beim TuS Berschweiler in der Frauen-Oberliga gespielt und ist dann ehrenamtliche Trainerin und Spielausschuss-Mitglied beim VfR Baumholder geworden. Dass ihr Mann Herbert und ihre Söhne Christopher und Maurice ebenfalls die Fußballschuhe schnüren - natürlich für den VfR - passt ins Bild. Jetzt ist sie mit dem DFB-Ehrenamtspreis des Kreises Birkenfeld ausgezeichnet worden. Zu ihrer eigenen Überraschung, wie sie selbst sagt: "Ich habe im ersten Moment gedacht, dass es einige gibt, die eher an der Reihe sind als ich."

    Das sah die vorschlagende Kommission um den Kreis-Ehrenamts-Beauftragten Axel Rolland und den Fußball-Kreisvorsitzenden Karl-Heinz Thömmes ganz anders: "Manuela Heidrich setzt sich seit vielen Jahren für den Frauen- und Mädchenfußball ein, und sie leistet seit vielen Jahren ehrenamtliche Arbeit beim TuS Berschweiler und dem VfR Baumholder", erklärt Thömmes, und Rolland ergänzt: "Sie erfüllt im Kreis Birkenfeld eine Vorbildfunktion." Auch der Vorsitzende des VfR Baumholder, Klaus Schöpfer, hält Manuela Heidrich für eine würdige Preisträgerin: "Wir sind sehr froh, eine solch qualifizierte Übungsleiterin zu haben. Sie ist ein echter Magnet, der viele Kinder an den Verein heranzieht."

    Ohne Frage ist Manuela Heidrich die Kapazität im Mädchenfußball im Kreis. Die Erfolge mit dem VfR Baumholder (mehrfache Kreis- und Bezirksmeisterin) sind dabei die eine Seite. Die andere, vielleicht wichtigere ist, dass sie es versteht, unterschiedlich talentierte fußballbegeisterte Mädchen zu fördern. Manuela Heidrich erklärt: "Es gibt wohl nirgends einen krasseren Leistungsunterschied als im Mädchenfußball. Als Trainerin muss man herausragende Talente und - krass ausgedrückt - solche, die kaum geradeaus laufen können, unter einen Hut bringen." Mit Jacqueline Hansmann und Chantal Müller sind zwei Spielerinnen durch ihre Hände gegangen, die in Südwest- und womöglich DFB-Auswahlteams ihren Weg machen. Aber Manuela Heidrich betont: "Mir sind die weniger talentierten Mädels genauso wichtig."

    Doch bevor Manuela Heidrich 2007 eine Fußballmädchenmannschaft beim VfR Baumholder mit anschob, rannte sie erst einmal selbst der Kugel hinterher. Zunächst auf dem Bolzplatz, und das in einer Zeit, als Fußball spielende Mädchen noch verpönt waren. "Für manche Jungs war es schon schlimm, wenn ich vor ihnen beim Mannschaften bilden gewählt wurde", erinnert sie sich lachend.

    1977 gründete der TuS Berschweiler dann eine Frauenmannschaft, in der Manuela Heidrich mitmischte: "Am Anfang war das nur "just for fun", sagt sie. Doch der TuS entwickelte sich und schaffte später sogar den Sprung in die Oberliga. Manuela Heidrich lief bis 2002 für den TuS auf, bevor sie ab 2005 für den VfR Baumholder die Schuhe schnürte. 2007 beendete sie ihre aktive Karriere und widmete sich dem Trainerjob.

    Wie lange sie noch auf dem Platz herumturnt, lässt sie sich offen: "Ich denke von Jahr zu Jahr." Doch selbst, wenn sie irgendwann einmal als Trainerin aufhört, irgendetwas Ehrenamtliches wird Manuela Heidrich schon machen.

    Lesen Sie auch das Interview mit Manuela Heidrich: "Ich habe meine Stammeltern."

    Regionalsport Süd - Klasse 10 - Sonstiger Sport
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