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    Der VfR Simmern ist auch in der nächsten Saison drittklassig

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    Es war dann doch spannender, als viele das im Vorfeld erwartet hatten. Die erste Chance konnten die Hunsrücker gegen Hochheim nicht nutzen. In einer Tischtennisbegegnung auf sehr gutem Niveau setzte sich Hochheim 9:6 durch. Zum Verhängnis wurde den Hunsrückern vor allen Dingen die Schwäche im Entscheidungssatz. Gleich zwei Doppel gingen im fünften Satz an Hochheim, dazu kamen knappe Niederlagen von Markus Streicher und Lucas Senscheid. Einzig Daniel Sporcic siegte gegen Michael Wieger im fünften Satz - und das, obwohl er bereits mit 4:9 im Rückstand lag. Es war die spannendste Partie des Abends. Die zahlreichen Zuschauer verwandelten die Halle in einen Hexenkessel und trieben Sporcic frenetisch an. Der ansonsten eher kühle Simmerner nahm die Unterstützung dankend an und zeigte immer wieder tolle Rückhand-Topspins, selbst aus der Bedrängnis. Dass die Partie so emotional wurde, war auch Wieger zu verdanken, der zwar keinesfalls unfair oder provozierend auftrat, sich dennoch immer wieder lautstark selbst anfeuerte. Auch wenn die anderen Partien ebenfalls sehenswert waren, am Ende hatten die Gäste das Quäntchen Glück auf ihrer Seite.

    Durch die knappe Niederlage standen die Hunsrücker dann einen Tag später gehörig unter Druck. Im Auswärtsspiel gegen Lampertheim mussten unbedingt zwei Punkte her und entgegen der Erwartungen traten die Gastgeber in bester Formation an. Mit Martin Palatinus und Algirdas Skirgaila kehrten zwei Akteure zurück in die Mannschaft. Zudem stellten die Lampertheimer den Langzeitverletzten Tobias Jürgens auf, um ein Aufrücken zu verhindern. Eine Entscheidung, die sportlich zweifelhaft ist, die Gastgeber aber sicherlich stärkte. Auch Simmerns Kapitän Streicher wunderte sich: "Ich weiß nicht, wieso Lampertheim plötzlich wieder derart gekämpft hat. Es ging für sie um nichts mehr und zuvor haben sie ja auch nicht in dieser Besetzung gespielt." Als dann Spitzenspieler Palatinus einen Glanztag erwischte und beide VfR-Akteure besiegte, gingen lediglich die beiden geschenkten Einzel im sonstigen Paradepaarkreuz des VfR nach Simmern. Den Unterschied gegen Lampertheim machten ein sehr gut aufgelegter Sporcic und die beiden Nachwuchstalente im hinteren Paarkreuz des VfR. Jan Limbach und Lucas Senscheid holten wichtige Punkte im Kampf um den direkten Klassenerhalt. Den Schlusspunkt unter eine insgesamt erfolgreiche, aber auch turbulente Saison setzte der VfR-Kapitän höchstpersönlich, sinnbildlich für den Saisonverlauf im Entscheidungssatz nach einem 0:2-Satzrückstand. "Wir haben ganz schön gezittert. Gut, dass unsere Doppelaufstellung aufgegangen ist. Der Knackpunkt waren die beiden Spiele im hinteren Paarkreuz. Am Ende war die Erleichterung doch riesig", freute sich Streicher über den wichtigen Sieg.

    Von unserem Mitarbeiter

    Peter Krämer

    Regionalsport Süd - Klasse 10 - Sonstiger Sport
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