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    Kazaki hält Vulkan-Ladies in der Spur

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    Nach ihrem Siegtreffer in Bad Wildungen konnte sich Andrea Willimann (unten) vor ihren Kolleginnen nicht mehr in Sicherheit bringen. Nach dem 25:24 gab es bei den Vulkan-Ladies kein Halten mehr. 
Foto: Andreas Walz
    Nach ihrem Siegtreffer in Bad Wildungen konnte sich Andrea Willimann (unten) vor ihren Kolleginnen nicht mehr in Sicherheit bringen. Nach dem 25:24 gab es bei den Vulkan-Ladies kein Halten mehr.
    Foto: Andreas Walz

    Dank des Siegtreffers von Andrea Willimann in allerletzter Sekunde ist Koblenz/Weibern im Kampf um den Klassenverbleib nicht vom Weg abgekommen und kann als Außenseiter ohne großen Druck zum Auswärtsspiel beim FHC Frankfurt/Oder (Samstag, 16 Uhr) reisen. Die entscheidenden Spiele für die Vulkan-Ladies warten später. Am Samstag, 16. Februar, kommt der aktuelle Vorletzten DJK/MJC Trier in die Oberwerther Sporthalle, am Freitag, 1. März, steht in Koblenz das Duell mit dem Drittletzten TuS Metzingen an. Beide Konkurrenten der Vulkan-Ladies haben das Rückspiel gegen das abgeschlagene Schlusslicht aus Bad Wildungen noch vor der Brust und dürften dabei zwei Punkte fest einplanen.

    Drohende Bankrotterklärung

    Dass Koblenz/Weibern zwei Zähler aus Bad Wildungen mitnehmen konnte, hatte der Aufsteiger vor allem einer Spielerin zu verdanken: Vivi Kazaki mochte sich die drohende Bankrotterklärung gegen einen Kontrahenten mit nur noch drei gestandenen Erstligaspielerinnen, der sich aber aufgefüllt mit Nachwuchskräften "sensationell verkaufte" (HSG-Trainer Karsten Moos), nicht mehr ansehen. Sie bestach nun durch die Tugenden, die Trainerin Ildikó Barna von allen Handballerinnen im Kader erwartet. "Mut, Entschlossenheit, Durchsetzungskraft - das alles hat Vivi gezeigt", so die Ungarin über die Griechin, die in der Schlussphase zum 19:22, 21:22, 23:24 und 24:24 traf und zudem Willimanns Siegtreffer nach Abpraller durch einen Torwurf vorbereitete.

    Ansonsten gibt es noch reichlich Gesprächsbedarf nach dem glücklichen Erfolg in Bad Wildungen. Barna: "Wir bekommen zu oft Angst vor der eigenen Courage und dann das große Flattern. Dann verkrampfen wir und treffen wegen einsetzender geistiger Unbeweglichkeit die falschen Entscheidungen." So wurde der Ball im Rückraum der Vulkan-Ladies plötzlich unentschlossen und viel zu drucklos hin- und hergespielt. Bis er entweder gegen eine spekulierende Abwehrspielerin verloren wurde oder in einem Verzweiflungswurf endete. Simone Salz, Nadja Zimmermann und Svenja Huber trugen dabei schwer an der Last, das Spiel aus der Distanzzone zu gestalten. Barna scheute dennoch das Risiko, etwa Prudence Kinlend oder Anna Maria Jaszczuk als Alternativen zu bringen. Beide Rückraumspielerinnen blieben 60 Minuten auf der Bank. Barna: "Auch wenn es so aussieht, als würde ich ihnen nichts zutrauen, so täuscht das. Beide werden für uns in Zukunft noch wichtig, aber ich war mir nicht sicher, ob sie heute kalt von der Bank kommend das Spiel gedreht hätten."

    Vasilescu hat unterschrieben

    Bei der aktuellen Neuverpflichtung Laura Vasilescu dürfte Barna weniger Bedenken haben. Die 28-Jährige, eine Wunschkandidatin Barnas (die RZ berichtete), hat inzwischen bei den Vulkan-Ladies unterschrieben. Die Rückraumspielerin konnte in Bad Wildungen und zuvor in Celle bereits reichlich Bundesliga-Erfahrung sammeln. Ob die Spielberechtigung für Vasilescu schon am Samstag vorliegt, ist noch nicht sicher, bis zum Heimspiel am Sonntag, 20. Januar (16 Uhr), gegen Göppingen sollte die Rumänin aber einsatzbereit sein.

    An das Hinspiel gegen Frankfurt/Oder haben die Vulkan-Ladies nicht die besten Erinnerungen, in heimischer Halle kassierte Koblenz/Weibern mit dem 21:35 die bisher höchste Saisonniederlage. "Vielleicht war es ja trotz unserer schlechten Leistung besonders wertvoll, dass wir in letzter Sekunde gewonnen haben", meint Torhüterin Elisabeth Herbst. Ihre Trainerin Barna hat erst einmal kleine Ziele: "Wir wollen uns deutlich stärker präsentieren als im Hinspiel." maw, htr

    Regionalsport Mitte - Klasse 7 - Handball
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