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    Der Aufstieg ist in Weibern kein Tabuthema mehr

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    Volltreffer: Die Sportart haben die Weibernerinnen nicht geändert, auch wenn es hier den Anschein hat, als ob sich Lisa Schenk im Fußball versuchen würde. Geändert hat sich beim TuS aber das Saisonziel. Das haben die Verantwortlichen beim Primus nach oben korrigiert, der Aufstieg wird nun zumindest für möglich gehalten.
Foto: Andreas Walz
    Volltreffer: Die Sportart haben die Weibernerinnen nicht geändert, auch wenn es hier den Anschein hat, als ob sich Lisa Schenk im Fußball versuchen würde. Geändert hat sich beim TuS aber das Saisonziel. Das haben die Verantwortlichen beim Primus nach oben korrigiert, der Aufstieg wird nun zumindest für möglich gehalten.
    Foto: Andreas Walz

    Zusätzliche Kräfte dürften wohl die Patzer der ärgsten Weiberner Verfolger am vergangenen Wochenende geweckt haben. Schließlich steht nach der Metzinger 24:25-Niederlage beim letzten Weiberner Vorrundengegner TSV Travemünde bereits fest, dass die TuS-Frauen auf einem Aufstiegsplatz in die Rückrunde gehen. Durch das Remis des TV Nellingen zu Hause gegen die SG Bensheim (27:27) ist zudem der Abstand zum Tabellenzweiten auf zwei Punkte angewachsen.

    Saisonziel nach oben korrigiert

    Deshalb hat TuS-Trainerin Ildikó Barna das Saisonziel nun auch deutlich nach oben korrigiert: "Bislang ist meine Mannschaft sehr gut mit der Devise gefahren, nur von Spiel zu Spiel zu schauen. Das soll auch so bleiben. Bei 22:2 Punkten weiter nur vom Klassenerhalt zu reden, wäre aber Schwachsinn. Wir wollen jetzt Herbstmeister werden und dann auch in der Rückrunde ganz vorn dabei bleiben." Für Barna ist gar der mögliche zweite Erstligaaufstieg nach 2003 kein Tabuthema mehr.

    "Das läuft bei uns aber unter dem Motto: Alles kann, nichts muss", betont sie. Während die eigene Mannschaft nicht zu sehr über das Thema nachdenken soll, will die Ungarin nun aber noch vor Rückrundenbeginn ausloten, ob Verein und Wirtschaftsrat in der strukturschwachen Eifel dieses Ziel mit tragen können. "Erste informelle Gespräche stimmen mich zuversichtlich. Aber es wäre wichtig, mit Planungssicherheit in allen Richtungen ins neue Jahr zu gehen", so die Ungarin. Damit aber hakt sie den Blick in die Zukunft ab und befasst sich lieber mit dem aktuellen Gegner. Der Klub aus "Ha-Neu", wie die ehemalige Chemiestadt an der Saale im Volksmund genannt wird, rangiert als Drittletzter auf einem Abstiegsrang. Weshalb Barna glaubt, dass ihre Mannschaft ein heißer Tanz erwartet.

    Zumal der SV zu Hause bislang trotz lediglich 3:7 Punkten nie schlecht gespielt hat. Gegen Nellingen (30:31) und Dortmund (28:29) verlor die Union nur unglücklich, und auch beim 23:27 gegen Bensheim hielt das Team bis zum Schluss mit. Die Niederlage am vergangenen Wochenende im Kellerduell bei der TSG Ketsch (27:30) könnte dennoch Spuren beim Weiberner Gegner hinterlassen haben, denn dadurch verpasste Halle-Neustadt eine Verbesserung auf einen Nichtabstiegsplatz.

    Tiger mit zwei Zähnen beißt auch

    Barna aber ist sich sicher: "Dieser Traditionsverein wird sich vehement gegen den Abstieg wehren. Auch ein Tiger mit nur zwei Zähnen kann noch beißen." So gilt es für Weibern, selbst genügend Biss zu zeigen. Barna meint: "Bislang haben wir immer gegenhalten können. Das soll auch diesmal so sein. Halle wird uns eine aggressive Deckung entgegenstellen und uns mit seinem starken Rückraum Paroli bieten wollen."

    Weibern will in Bestbesetzung aber nochmals an die eigene Leistungsgrenze gehen. Schließlich bleibt über die Weihnachtstage dann genügend Zeit, neue Kräfte zu tanken. htr

    Regionalsport Mitte - Klasse 7 - Handball
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