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    Genialer Start, gutes Wasser, geile Strecken

    City-Triathlon Schätzlein (SC Wiesbaden) gewinnt die Kurzdistanz vor Jung (Heidenheim) und Woog (LC Bingen)

    Die drei Bestplatzierten der Kurzdistanz des Mainzer Triathlons lobten einhellig die gute Organisation der Veranstaltung sowie die perfekten Strecken für die Disziplinen Schwimmen (unten), Radfahren (oben) und Laufen.  Fotos: Eßling
    Die drei Bestplatzierten der Kurzdistanz des Mainzer Triathlons lobten einhellig die gute Organisation der Veranstaltung sowie die perfekten Strecken für die Disziplinen Schwimmen (unten), Radfahren (oben) und Laufen. Fotos: Eßling
    Foto: Eßling

    Mainz. Andreas Jung erreichte als Erster das Ziel auf dem Rathausplateau. Der Sportler vom Heidenheimer SV hatte für die 1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen beim Mainzer City-Triathlon 2:02:14,80 Stunden gebraucht. Knapp 35 Sekunden später hatte es auch David Woog vom LC Bingen geschafft. Der Sieger über die Kurzdistanz aber folgte erst mehrere Minuten später. Torsten Schätzlein vom SC Wiesbaden, der die Aufgabe in 1:58:38,36 Stunden bewältigte, hatte nicht wie Jung und Woog zur ersten Startgruppe gehört. Viermal war die Autofähre auf den Rhein hinausgefahren, wo die Triathleten in Schüben auf die Schwimmstrecke starteten.

    Foto: Eßling

    Als Jung, Woog und Schätzlein, die die ersten drei Plätze unter sich ausgemacht hatten, auf dem Jockel-Fuchs-Platz schon fachsimpelten und Erfahrungen austauschten, machten sich wenige Schritte entfernt die Starter über die Sprintdistanz noch warm. Sie waren die Letzten, die den Wettbewerb aufnahmen.

    "Es ist schon ein kleiner Vorteil, wenn man zur zweiten Gruppe gehört", sagte Schätzlein, "weil man die Zeiten der Leute, die vor einem gestartet sind, kennt." Der Wiesbadener hatte wie viele der Spitzenleute seine Informanten an der Strecke. Auch Woog wusste, wie weit er hinter Jung zurücklag. "Ich kam zwei Minuten nach Andreas aus dem Wasser", sagte der Binger. "Auf dem Rad habe ich 30 Sekunden rausgeholt, auf der Laufstrecke noch einmal 30 Sekunden. Mehr war nicht drin." Die Abstände wurden auch an Konkurrenten weitergegeben. Woogs Trainerin hatte Jung auf der 2,5 Kilometer langen Laufstrecke, die von den Kurzdistanz-Sportlern viermal zu bewältigen war, zugerufen, dass sein Vorsprung schrumpfte. "Beim Radfahren habe ich mich noch gut gefühlt", sagte Jung. "Beim Laufen hat’s gekrampft. David hat Boden gut gemacht. Ich hatte Angst, dass er mich noch einholt."

    Auch wenn es für den Heidenheimer nicht zum Sieg gereicht hatte, war er von der eigenen Leistung und der Veranstaltung begeistert. "Es war super", sagte Jung. "Das war erst mein dritter Wettbewerb über diese Distanz. Im letzten Jahr habe ich damit angefangen. Von der Fähre zu starten, ist spektakulär. Das Wasser ist gut, viel besser als das in den Seen, in denen ich bisher gestartet bin." Woog fiel in die Lobeshymnen ein. "Es ist eine geniale Veranstaltung", sagte der Drittplatzierte. "Geile Rad- und Laufstrecke und das Schwimmen im Rhein ist einfach genial."

    Beinahe einen umgerannt

    Jung zog bis zum Ende seiner ersten Laufrunde einsam seine Bahn. Ab dem zweiten Rundkurs durch die Altstadt bekam er Gesellschaft von nachfolgenden Sportlern. Schätzlein musste schon vorher langsamere Triathleten, die vor ihm gestartet waren, überholen. Dazu kamen Sonntagsspaziergänger in der Augustinergasse. "Einmal habe ich fast einen umgerannt", erzählte Woog. Auch bei Schätzlein wurde es hier und da eng. "Aber es war okay", sagte der Sieger. "Die Zeitabstände waren so gewählt, dass nichts passieren konnte. Die Veranstaltung ist sehr gut organisiert, und die Strecken absolut perfekt für einen City-Triathlon."

    Mit 1100 Startern ist der Mainzer City-Triathlon der teilnehmerstärkste in Rheinland-Pfalz. "Das Feld war schon sehr früh nach der Öffnung der Meldeliste voll", berichtete Karsten Schmalfeldt, Vorstandsmitglied beim ausrichtenden Verein TCEC Mainz. "Wir mussten es noch erweitern." Die Sportler über die Kurzdistanz kämpften für ihren persönlichen Erfolg. Triathleten mit und ohne Starterpass, sogenannte Jedermänner, wurden getrennt gewertet. Bei der Sprintdistanz ging es auch um Punkte für die Masters-Liga des Rheinland-Pfälzischen Triathlonverbands. Hier hatten die Strecken Längen von 500 Metern, 20 und fünf Kilometern. Es gewann Michael Rünz von SRL Koblenz in 59:52,11 Minuten. "Die Liga hat einen höheren sportlichen Wert", sagte Schmalfeld. "Wir sind aber unheimlich stolz, dass 1000 Jedermänner zu uns kommen." Gert Adolphi

    Sport Mainz
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