SPD: Nächstes Formel-1-Rennen am Nürburgring bereits 2013 denkbar – inklusive Landeszuschuss
Rheinland-Pfalz - Sozialdemokraten versus Grüne: Die rheinland-pfälzische SPD-Fraktion hält bereits im nächsten Jahr ein weiteres Formel-1-Rennen am Nürburgring für möglich, das mit einem Landeszuschuss unterstützt wird. Das hatte die Grünen-Fraktion noch kurz vor Weihnachten ausgeschlossen.
Hendrik Hering zu unserer Zeitung: „Ein geringer Landeszuschuss ist auch 2013 möglich. Die Summe muss aber deutlich geringer als bisher ausfallen.“ 2011 hatte das Land ungefähr 13 Millionen Euro beisteuern müssen, um den Formel-1-Zirkus in die Eifel zu holen. Ob bereits im nächsten Jahr die besten Rennfahrer der Welt um WM-Punkte kämpfen, hängt nach Überzeugung der SPD vom konkreten Angebot von Formel-1-Cheforganisator Bernie Ecclestone ab.
Hering: „Ist dieses Angebot finanziell sehr günstig, müssen wir auch über eine Formel-1-Veranstaltung im Jahr 2013 am Nürburgring reden. Entschieden wird aber erst, wenn etwas Schriftliches vorliegt.“ Hering sprach sich zudem für eine „grundsätzliche Umgestaltung“ des Freizeitparks am Nürburgring aus. Der SPD-Politiker schloss aus, dass das Land sich finanziell an dem Umbau beteiligt. Hier das Interview im Wortlaut:
Das neue Jahr hat gerade erst begonnen. Was sind die wichtigsten Herausforderungen für 2012?
Wir müssen die Schuldenbremse umsetzen und Rheinland-Pfalz gleichzeitig als Wirtschaftsstandort voranbringen. Die Sozialdemokratie muss dabei ein klares Profil herausbilden: Wir stehen trotz harter Einsparungen für soziale Gerechtigkeit. An dieser Stelle machen wir keine Abstriche.
Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat den demografischen Wandel schon vor geraumer Zeit als Schwerpunkt für Rot-Grün bezeichnet. Was bewegt sich da?
Pflege wird in diesem Jahr ein Schwerpunktthema für die SPD werden. Uns geht es darum, dass die Rheinland-Pfälzer möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung leben können. Dafür wollen wir die Voraussetzungen schaffen. Die SPD wird mit den Bürgerinnen und Bürgern Lösungen erarbeiten.
Beim Sparkurs hat es in jüngster Zeit vor allem bei der Feuerwehr gebrannt. Wollen Sie trotz zahlreicher Proteste im Brandschutz den Rotstift ansetzen?
Wir müssen in allen Bereichen überprüfen, wie dort ein Konsolidierungsbeitrag erbracht werden kann. Die Feuerwehr ist von den Kürzungen zwei Jahre lang betroffen. Danach wird sie wieder in vollem Umfang gefördert. Die Feuerwehr bleibt aber auch in dieser Phase voll handlungsfähig. Kein Bürger muss sich sorgen, dass irgendwo Brände nicht rechtzeitig gelöscht werden.
Ein sensibler Bereich ist der Kampf gegen sexuellen Missbrauch. Bei der Kriminalpolizei soll das entsprechende Fachkommissariat seine Eigenständigkeit verlieren. Dagegen wehren sich die Vertreter der Opfer. Bleibt es dabei?



















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