Hundeflüsterin bringt Bello Benimm bei
Mayen - Wie bringt man Hunde Benimm bei? Wie laufen Hunde gerne so, wie es Herrchen gerne hätte? Hundetrainerin Anette Mandt arbeitet intensiv und ehrenamtlich mit dem Mayener Tierheim zusammen. Mit viel Herzblut und Sachkenntnis trainiert die zweifache Mutter Tierheimhunde, damit diese besser vermittelt werden können. Gemeinsam mit einigen engagierten Gassigängerinnen des Mayener Tierheims, die die Hunde sonntags vormittags zu ihr auf den Trainingsplatz nach Ettringen bringen, bildet die Hundetrainerin ein Team. In aller Ruhe lernen sich Mensch und Hund – außerhalb des Tierheimgeländes – am Fuße des Hochsteins kennen.
„Jeder Hund ist ein Lebewesen und kein Roboter, sondern ein Individuum, das in seinem Leben die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht hat. Caesar, ein mittelgroßer aufgeweckter Border-Collie-Mix und die schwarz-weiße Mischlingshündin Carina lebten in Bulgarien und kamen über das Tierheim in Sofia nach Mayen“, berichtet die 40-Jährige und fährt fort: „Manni, ein Malinois-Boxer-Mix, hat ein richtiges Trauma erlitten. Seine Hundeseele ist verletzt. Der große Hund heischt so sehr nach Aufmerksamkeit von Menschen und verzweifelt richtig, wenn er allein gelassen wird“. Wegen der Schwangerschaft seiner Besitzerin musste Manni, der als Welpe vom Mayener Tierheim in diese Familie vermittelt wurde, nun wieder ins Tierheim zurück. „Mein Beitrag zum Tierschutz ist es, den Tieren unentgeltlich Grundkenntnisse in Hundeknigge beizubringen. Ich finde das besser, als Geld zu spenden“. Manche Vierbeiner aus dem Tierheim, seien bei den ersten Begegnungen unzugänglich, ängstlich und aggressiv oder hätten im Umgang mit anderen Hunden Schwierigkeiten. „Es ist wichtig, die Signale des Hundes zu verstehen“, sagt Mandt und verrät ihr Erfolgsgeheimnis: „Der Hund braucht Führung. Hunde die gewisse Verhaltensregeln beherrschen, sind mit Sicherheit besser vermittelbar“. Ganz wichtig ist es ihr ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen sich, den Gassigängerinnen und ihren vierbeinigen Freunden aufzubauen. „Die Verständigung mit dem Hund muss funktionieren, um dessen Ängste und Unsicherheiten abzubauen“. Gute Manieren seien auf jeden Fall unabdingbar. Von dem ehrenamtlichen Engagement von Anette Mandt profitieren auch die künftigen Besitzer, denn mit einem sozial verträglichen und gut erzogenen Hund können verantwortungsvolle Hundehalter einen wesentlichen Beitrag gegen Hundefeindlichkeit leisten und vielleicht den ein oder anderen Hundefreund gewinnen.












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