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Spessart will 100 Prozent Ökostrom

Spessart - Schon zu der Zeit, als der jetzige Verbandsbürgermeister Johannes Bell noch Ortschef in Spessart war, hat sich die Gemeinde schon stark für die Nutzung von Windkraft interessiert. Inzwischen haben sich die Voraussetzungen gewaltig verbessert, dem Rat liegen Angebote zur Errichtung von Windkraftanlagen auf kommunaler Fläche vor.Und die Gemeinde will auch Strom beziehen,der aus Windkraft kommt.

An der Kohlstraße oberhalb von Hannebach sind die Windbedingungen nahezu ideal, dort will die Firma Juwi aus Wörrstadt bei Mainz, die auch in Kempenich zum Zuge kommen wird, ein Windrad mit einer Nabenhöhe von 143 Metern und einem Rotordurchmesser von 114 Metern im Gemeindewald installieren.
Konsequenterweise sprachen sich die Mandatsträger auch bei der Bündelausschreibung für den kommunalen Strombedarf einstimmig für den Bezug von Ökostrom aus, und zwar zu 100 Prozent. „Wenn wir schon selbst demnächst Ökostrom vor der Haustür produzieren lassen, dann müssen wir auch beim Strombezug Vorbild sein“, begründete Ortsbürgermeister Frank Klapperich die Entscheidung. Nach derzeitigem Stand würden die Mehrkosten bei einem Verbrauch von 53 000 Kilowattstunden knapp 300 Euro pro Jahr betragen.
Spessart investiert weiterhin in die Nachhaltigkeit seines Gemeindewaldes. Für die Frühjahrsaufforstung 2012 sind 5000 Douglasien (wegen großer Trockenheit sind in diesem Jahr 1400 Pflanzen nicht angewachsen) vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf 5500 Euro, sie können gedeckt werden aus dem Verkaufserlös des 2011 angefallenen Käferholzes. Wie Revierleiter Klaus Siepmann mitteilte, schließt der Forsthaushalt 2011 mit einem Plus ab, kalkuliert war ein Defizit von 4000 Euro.
In Spessart und seinen Ortsteilen soll etwas für die Stärkung und Wiederbelebung der Ortskerne getan werden. Dazu wird ein Antrag gestellt auf Investitions- und Schwerpunktmaßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung. Da sich aber im Kreis Ahrweiler bereits vier Kommunen beworben haben, dürfte die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde wohl erst für 2013 erfolgen. Beantragt werden in diesem Zusammenhang auch die Dorfmoderation und die Fortschreibung des Dorferneuerungskonzeptes. Zugestimmt wurde der Nutzung von gemeindlichen Wegen bei der Motorradgeländefahrt, die Ende Oktober vom ADAC Mittrhein veranstaltet wird.
In einem schlechten Zustand befindet sich der Sportplatz, der schon fast 40 Jahre auf dem Buckel hat. An vielen Stellen ist die Deckschicht nur noch hauchdünn, der grobkörnige Unterbau kommt immer mehr nach oben. Der Sportverein beantragte wie vor zehn Jahren eine Übernahme der Materialkosten durch die Ortsgemeinde. Mitglieder des FC Spessart wollen den Einbau der „Roten Erde“ wieder in Eigenleistung übernehmen. 2500 Euro waren bereits für dieses Jahr im Haushalt eingestellt, weitere 2.500 Euro wurden für 2012 bewilligt.

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