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Kempenicher Jugend entwickelt berauschenden Sinnespfad

Kempenich - Mit viel Engagement und Begeisterung haben 30 Jugendliche im Bereich des Steinrausch-Erlebnispfades bei Kempenich nun einen 500 Meter langen Sinnespfad.

Nägel wurden nur verwendet beim Anschlagen der selbst erstellten Hinweisschilder. Das Prijekt stand unter dem Motto „Ein Wald, ein Glaube, eine Jugend“.

Die katholische Jugend der Pfarrei Kempenich hat unter der Leitung von Peter Bell mit tatkräftigem Einsatz schon mehrere Projekte realisiert, die auch dem Allgemeinwohl dienen, etwa die bemerkenswerte Aktion bei der Kirmes 2009, bei der die Jungen und Mädchen innerhalb von 72 Stunden im Seniorenheim Marienburg einen Sinnengarten aus dem Boden stampften. Erinnert sei auch an den Bauerngarten, der nicht nur beim Dörferwettbewerb auf höchste Anerkennung stieß.
Jetzt machten sich mehr als 30 Jugendliche daran, eine neue Idee zu verwirklichen. Angeregt von Peter und Jutta Bell, die bei einer Wanderung nahe Vallendar von einem sogenannten Kathedralenwald sehr angetan waren, befasste sich die Gruppe intensiv mit dem Gedanken, ein ähnliches Projekt im Bereich des Steinrausch-Erlebnispfades zu realisieren. Und wie bei der 72-Stunden-Aktion waren wieder drei Tage für die Maßnahme angesetzt. Es wurde voll durchgearbeitet – allen Widrigkeiten wie Nebel, Regen und Kälte zum Trotz.

Unter dem selbst gewählten Motto „Ein Wald, ein Glaube, eine Jugend“ entstand ein rund 500 Meter langer Sinnespfad mit vier Schwerpunkten. In der Kathedrale sollen sich künftige Besucher Gedanken machen und diese auch zu Papier bringen und an einem Netz aus Kordeln anbringen. In der anschließenden Arche wird man aufgefordert, das begonnene Werk weiter zu führen, Stock um Stock hinzuzufügen.
„Viel Mühe haben sich die Jugendlichen mit dem Teich gemacht, der auf ihren Wunsch hin ins Projekt integriert wurde“, so Bell. „Wasser gehört ja auch zum Wald.“ Nach intensiver Säuberung wurden Pflanzecken und ein zusätzlicher zweiter Tümpel angelegt sowie Zu- und Abfluss stabilisiert. Die vierte Gruppe setzte die Idee mit dem Irrgarten in die Praxis um. „Auch hier kamen immer wieder neue Vorschläge von den Teilnehmern“, berichtete Jutta Bell, die wie ihr Mann überrascht war von der Motivation und dem Ideenreichtum der Heranwachsenden.
Der Rundkurs, der aus reinen Naturmaterialien gestaltet wurde und auf Gottes Schöpfung und deren Vergänglichkeit hinweisen soll, stellt eine weitere Bereicherung für den Erlebnis-Parcours im Steinrausch dar.

Mehr zum Thema lesen Sie in der Mittwochausgabe der Rhein-Zeitung.

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