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  • Wie wird eine Stadt oder Region zur Buga?

    Die Geschichte der Gartenschau: Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich 1951 in Hannover die Idee einer Bundesgartenschau (Buga), die nicht nur Präsentationsfläche für die Leistungen des Gärtnerhandwerks, sondern auch ein Motor der Stadtentwicklung sein wollte. Seit 1951 gibt es die im zweijährigen Turnus stattfindenden Bugas und alle zehn Jahre eine Internationale Gartenbauausstellung (IGA).

    Wer steckt dahinter: Die ersten 22 Bugas, inklusive der fünf IGAs in diesem Zeitraum, koordinierte der Zentralverband Gartenbau (ZVG). Da Vergabe und Durchführung der Gartenschauen immer aufwendiger wurden, gründete der ZVG zusammen mit dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau und dem Bund deutscher Baumschulen 1993 die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG), die seither diese Aufgabe übernimmt.

    Das Vergabeverfahren: Das Vergabeverfahren für eine Buga oder IGA sieht vor, dass sich Städte oder Regionen beim DBG mit einem ersten Konzept bewerben. Es folgen Diskussionsrunden, bis eine Machbarkeitsstudie vorliegt. Im nächsten Schritt bereist eine Abordnung der DBG die Bewerberstädte. Die Delegation gibt Anregungen und Hinweise, die von den Bewerbern aufgenommen werden und in einen zweiten, überarbeiten Entwurf einfließen. Auf der Basis dieser Präsentation entscheidet der DBG sich für einen Standort und erteilt der Kommune eine Option auf die Ausrichtung einer Buga oder IGA, die etwa acht bis zehn Jahre später stattfindet.

    Tops und Flops: Der Erfolg einer Gartenschau lässt sich nur schwer kalkulieren. Die aktuelle Buga im Havelland rechnet mit 1,5 Millionen Besuchern, die ersten Wochen (250 000 Besucher seit Beginn am 18. April) deuten darauf hin, dass es mehr werden könnten. So war es 2011 in Koblenz: Statt der erhofften zwei Millionen Besucher kamen 3,5 Millionen, die Buga schloss mit einem Gewinn von 13 Millionen Euro. Anders lief es dagegen bei der IGA 2013 in Hamburg: Statt 2,5 Millionen wollte nur eine Million Menschen die Gartenschau sehen, am Ende blieb ein Defizit von 30 Millionen Euro.

    Das Beispiel Koblenz: Als Austragungsort für eine Bundesgartenschau hatte sich Koblenz 2001/2002 beworben, eigentlich für die Jahre 2013 oder 2015. Nachdem für diese Jahre andere Städte ausgewählt wurden und Duisburg seine Zusage für 2011 zurückgezogen hatte, erhielt Koblenz im Januar 2004 den Zuschlag für die Ausrichtung 2011. Im Frühjahr 2004 sprach sich der Stadtrat grundsätzlich für eine Ausrichtung aus. Das folgende Jahr war bestimmt von Machbarkeitsstudien und Verhandlungen mit dem Land Rheinland-Pfalz über die Finanzierung des Projekts. Nachdem die Landesregierung Fördermittel in Aussicht gestellt hatte, beschloss der Stadtrat am 27. Januar 2005 die endgültige Zusage.

    Koblenz profitiert bis heute - vor allem von der baulichen Aufwertung: So blieb zum Beispiel auf dem Plateau der Festung Ehrenbreitstein der großzügige Landschaftspark erhalten. Der neue Park vor dem Kurfürstlichen Schloss blieb ebenfalls bestehen. Und die Seilbahn verbindet mindestens bis ins Jahr 2026 Festung und Innenstadt. ank

    Kopie von Beschlussvorschlag: Buga 2031 wird Thema in den Welterbe-KommunenSpektakel auf dem Wasser: Die schwimmende Gartenschau Mobilität: Mit dem E-Bike zur Burg, per Taxi ans andere Rheinufer Buga 2031: Von der Obstblüte über den 
Sommerschatten bis zum goldenen Herbst Buga 2031: Auf dem Rhein sollen Gärten wachsen weitere Links
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