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  • Nürburgring fährt Verluste ein - Hoffnung auf 2015

    Nürburgring. Im Eröffnungsjahr des Nürburgrings fehlten am Ende 9,2 Millionen Euro in der Kasse- das zeigt die nun - verspätet - vorgelegte Bilanz der nahezu landeseigenen Nürburgring GmbH rot auf weiß.

    Rheinland-Pfalz. Die nahezu landeseigene Nürburgring GmbH hat erst jetzt ihre Bilanz für 2009 im Bundesanzeiger veröffentlicht – deutlich verspätet, wie der Fachanwalt und Grünen-Berater Carl-Bernhard von Heusinger konstatiert. Denn damit hat die 2009 hoch verschuldete GmbH die gesetzlichen Fristen um acht Monate überzogen. Ob sie deshalb vom Bundesamt für Justiz mit Ordnungsgeld belegt wurde, war im inzwischen für den Nürburgring federführend zuständigen Infrastrukturministerium nicht zu erfahren.

     

    Die Bilanz aus dem Jahr, in dem der neue, 330 Millionen Euro teure Ring – pompös mit dem hoch bezahlten Boris Becker – eröffnet wurde und die private Finanzierung krachend scheiterte, liest sich so trist wie erwartet. Der Fehlbetrag wird mit 9,2 Millionen Euro beziffert. Als ein Grund werden trotz positiven Kerngeschäfts auch die „Eröffnungsaktivitäten“ genannt.

     

    Der verspätete, aber damit auch aktuelle Ausblick ist nicht rosig: Selbst wenn die Automotive GmbH von Jörg Lindner und Kai Richter planmäßig Miete zahlt, wird diese anfangs nicht kostendeckend sein und „zu weiteren Verlusten in den Folgejahren während der Einschwungphase führen“. Und die dauert nach der Lesart des früher zuständigen Wirtschaftsministeriums noch bis zum Jahr 2015. Ab Mai 2013 wird die volle Miete (15 Millionen Euro oder 85 Prozent vom Betriebsergebnis) fällig. Allerdings ist noch völlig ungewiss, ob die EU das Betreiberkonzept überhaupt absegnet. Sie prüft, ob ein Vergabeverstoß vorliegt. Dieses Risiko schätzt die GmbH, die seit der Neuordnung der Geschäfte (2010) nur noch Immobilienbesitzer ist, als „sehr gering“ ein. Einige Mehreinnahmen verspricht sie sich auch von Regressforderungen an Exmanager Walter Kafitz sowie gegenüber Vertragspartnern.

    Von unserer Redakteurin Ursula Samary

     

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