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    Nach Großrazzia: 26 Männer aus rechter Szene angeklagt

    Im März sorgte eine Großrazzia gegen die rechte Szene in vier Bundesländern für Aufsehen. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen 26 Männer erhoben. Im Visier ist das "Aktionsbüro Mittelrhein".

    Mit großem Polizeiaufkommen lief die Razzia am 13. März diesen Jahres ab.
    Mit großem Polizeiaufkommen lief die Razzia am 13. März diesen Jahres ab.
    Foto: DPA

    Koblenz (dpa/lrs) - Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat Anklage gegen 26 mutmaßliche Mitglieder der rechten Szene erhoben. Die Angeschuldigten im Alter zwischen 19 und 54 Jahren werden mit dem "Aktionsbüro Mittelrhein" in Verbindung gebracht, wie die Behörde  in Koblenz mitteilte. 20 Männern wird die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, vier sollen diese unterstützt und zwei sich an Straftaten der kriminellen Vereinigung beteiligt haben.

    Seit März in Untersuchungshaft

    Zu den Gewalttaten, für die die Angeklagten verantwortlich sein sollen, zählen Angriffe auf Angehörige der linken Szene im November 2009 in Remagen sowie Ende 2010 und Anfang 2011 in Wuppertal. Auch bei Demonstrationen in Dresden in den Jahren 2010 und 2011 sollen Mitglieder des Aktionsbüros gewalttätig gewesen sein. Darüber hinaus soll die Gruppe Adressen von Mitgliedern der linken Szene ausspioniert und Lichtbilder der Betroffenen angefertigt haben. Diese wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft dann für mögliche Vergeltungsaktionen gesammelt.

    Der Großteil der Angeschuldigten sitzt seit Mitte März dieses Jahres in Untersuchungshaft. Damals war die Polizei mit Razzien in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Baden-Württemberg gegen die rechte Szene vorgegangen. Dabei war unter anderem das sogenannte Braune Haus in Bad Neuenahr-Ahrweiler, ein Zentrum des "Aktionsbüros Mittelrhein", durchsucht worden.

    Nach der Razzia im März hatte der Koblenzer Oberstaatsanwalt Hans Peter Gandner das "Aktionsbüro Mittelrhein" als eine rechtsextremistische Vereinigung bezeichnet, die als verfassungsfeindlich einzustufen sei. Unter den Mitgliedern werde es als legitim angesehen, Gesetze zu brechen, wenn Ziele nicht anders zu erreichen seien, sagte er damals.

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