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    LimburgKostenexplosion: Trägt Limburger Bischof alleinige Schuld?

    Die Kritik am Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wegen der explodierenden Kosten seiner Residenz wird immer schärfer.

    Der Sprecher des Vermögensverwaltungsrates, Jochen Riebel, sagt: Der Bischof soll die Steigerungen auf bislang bekannte 31 Millionen Euro zum Teil selbst verursacht haben. In der "Frankfurter Neuen Presse" verwies Riebel etwa auf Schreinerarbeiten für 350.000 Euro, Kunstwerke für 450.000 Euro, die Fenster in der Privatkapelle (100.000 Euro) sowie auf einen 25.000 Euro teuren Tisch.

    Kirchenrechtler Thomas Schüller forderte den Papst auf, eine Amtsenthebung gegen Tebartz-van Elst einzuleiten. "Der Bischof wird vermutlich an seinem Stuhl kleben, da gibt es nur noch einen Weg: die Amtsenthebung durch den Papst", sagte er. Den Bischof bezeichnete Schüller als "unfähig, uneinsichtig und offensichtlich krank".

    Umfrage
    Kostenexplosion in der Bischofsresidenz von Limburg

    Wie soll es weitergehen mit Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst?

    Wer so viel Geld verschwendet, hat die falsche Position.
    71%
    Einfach aussitzen - in drei Wochen denkt keiner mehr daran.
    3%
    Die Residenz ist doch toll!
    4%
    Der Bischof soll die Mehrkosten aus eigener Tasche tragen.
    16%
    Lasst den armen Mann doch in Ruhe.
    6%
    Stimmen gesamt: 1520

    Der Zorn auf den Bischof ist im Bistum Limburg groß: "Sparen und Erneuern" lautete 2002 die Devise, die das Bistum ausgab, um Millionen einzusparen. Im Raum Lahnstein/Braubach etwa wurden mehrere Pfarreien zu einem Pastoralen Raum zusammengelegt. Die Zahl der Gottesdienste wurde reduziert. Auch das Geld für die Sanierung von Kirchen ist knapp. Für die Lahnsteiner St. Martinskirche hat ein rühriger Förderverein immense Summen aus Spenden und Aktionen zusammengetragen, um den Gemeindeanteil an den Sanierungsarbeiten finanzieren zu können. In Braubach hat ein Förderverein verhindert, dass die Heilig-Geist-Kirche abgerissen wird. "Wenn auch die Ausgaben für die Pfarreien nicht aus demselben Finanztopf kommen wie die Baukosten für den Bischofssitz, so fällt es doch den Katholiken an der Basis schwer zu begreifen, warum gespart werden muss", sagt ein Pfarrgemeinderat aus Lahnstein, der nicht genannt werden möchte.

    Die Rufe nach seinem Rücktritt werden immer lauter: Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst gerät unter Druck. Foto: dpa
    Die Rufe nach seinem Rücktritt werden immer lauter: Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst gerät unter Druck.
    Foto: dpa

    Vielen fällt es schwer, offen über den Bischof zu sprechen. Denn wer Tebartz-van Elst kritisiert, muss mit Konsequenzen rechnen. Pater Wolfgang Jungheim, ein Seelsorger, der sich für die Benachteiligten und Flüchtlinge eingesetzt hatte, musste gehen.

    Unterdessen schreibt der "Kölner Stadt-Anzeiger", dass den Bischof ein Strafbefehl wegen uneidlicher Falschaussage im Zusammenhang mit einem Erste-Klasse-Flug nach Indien erwartet. Demnach ist ein Bescheid der Hamburger Staatsanwaltschaft ergangen. Bleibe die Strafe unter einer gewissen Anzahl von Tagessätzen und akzeptiere Tebartz-van Elst die Entscheidung, sei er zwar nicht vorbestraft, gebe aber den Rechtsverstoß zu.

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