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  • "Ihr redet Unfug": Beck stellte sich Ring-Fans

    Simmern/Nürburgring - Was passiert, wenn unversöhnliche Positionen aufeinander treffen? Etwa 40 Fans des Nürbugrings warteten vor einem SPD-Neujahrsempfang auf Kurt Beck, für sie der Sündenbock. Er stellte sich ihnen. Heraus kommen konnte nichts.

    Von unserem Redakteur Lars Wienand

    Für die Fans des Nürburgrings hat er die Rennstrecken in den Abgrund geklotzt, aus seiner Sicht hat Kurt Beck sich "engagiert". Beides ist irgendwie richtig - und deshalb reden der frühere Ministerpräsident Kurt Beck und die Fans aneinander vorbei, als sie in Simmern auf ihn treffen.

    Überall ist Nürburgring: Ex-Ministerpräsident Kurt Beck beim SPD-Empfang in Simmern
    Überall ist Nürburgring: Ex-Ministerpräsident Kurt Beck beim SPD-Empfang in Simmern

    Etwa 40 sind gekommen, organisiert über die Facebookgruppe "Wir sind Nürburgring", ein paar aus dem Hunsrück, ein paar aus dem Westerwald, die meisten aber aus der Eifel. Die örtliche SPD zeigt sich aufgeschlossen. Die Gruppe muss doch nicht an der Straße stehen, sagt ein Genosse und holt sie auf die Freifläche direkt vor der Halle. Da gehen viele nur an ihnen vorbei. Der SPD-Fraktionschef und früherer Wirtschaftsminister Hendrik Hering habe sogar den Hintereingang genutzt, heißt es. Eine Falschinformation, er ist auf Terminen im Westerwald. Der Privatmann Beck nutzt weder den Hintereingang noch geht er vorbei.

    Beck macht einen Schlenker, begrüßt dann die Menschen vom "Ahrland", Später wird es heißen, er habe "Saarland" gesagt. Vielleicht will man ihn hier auch falsch verstehen. Manch einer dürfte hergekommen sein mit dem Gedanken an Becks Ausraster "Können Sie mal das Maul halten?"

    Sie kennen, was er dann sagt, und sie lachen darüber schon lange bitter. "Vieles getan" habe man, dabei auch Fehler gemacht. "Aber liebe Leute, was wäre denn, wenn wir nicht investiert hätten?", fragt Beck. Die Antwort hier: Ohne maßlose 500 Millionen-Investition mit Tricksereien um vermeintlich private Geldgeber kein EU-Verfahren, keine Insolvenz, kein drohender Verkauf. Das ist die Logik der Menschen, auf die Beck trifft, "Alles wäre gut", sagt Sabine Schmitz. Beck dreht mit einer abschätzigen Handbewegung ab: "Ihr redet doch Unfug." Als arrogant wird ihm das später von manchen ausgelegt. Sie vergessen, dass Beck gar nicht zu ihnen hätten kommen müssen. Aber was hat Beck erwartet? 

    Denen, die hier her gekommen sind, geht es um Aufmerksamkeit für ihr Anliegen, nicht um den Austausch mit dem Pharma-Berater und Friedrich-Ebert-Stiftungsvorsitzenden. Inhaltlich erhoffen sie sich etwas am Samstag. Dann ist EU-Kommissar Günther Oettinger bei der CDU im Rhein-Hunsrück-Kreis, und er soll etwas sagen, ob die Kommission den Verkauf der Strecke wirklich vorschreibt.

    "Die Regierung hat's verbockt, jetzt wird der Ring verzockt", skandieren sie, als Beck in die Halle geht. "Also gut, macht weiter so", hat er noch gesagt. Werden sie. Es könnte zur Hymne der Nürburgringfans bei noch weiteren Veranstaltungen werden. 

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