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    Rheinland-PfalzGesundheit: Dörfer gut versorgen

    Viele Landärzte finden keinen Nachfolger, der ihre Praxis übernimmt. Um die medizinische Versorgung dennoch zu sichern, setzt die rot-grüne Landesregierung verstärkt auf den Aufbau von regionalen Gesundheitszentren. Sie sollen in Zukunft auch ambulante Angebote vorhalten, um die Patienten zu Hause behandeln zu können. Landesgesundheitsminister Alexander Schweitzer (SPD) spricht von einer Generationenfalle bei den Allgemeinmedizinern in ländlichen Regionen.

    Landesgesundheitsminister Alexander Schweitzer (SPD).
    Landesgesundheitsminister Alexander Schweitzer (SPD).
    Foto: dpa

    Von unserem Mainzer Korrespondenten Dietmar Brück

    Der Minister denkt über Wege nach, den Arztberuf in dörflichen Regionen attraktiver zu machen und den Jungmedizinern zudem das wirtschaftliche Risiko einer eigenen Praxis abzunehmen. Schweitzer kann sich vorstellen, dass Landärzte in einigen Jahren bei regionalen Krankenhäusern angestellt werden, um ihre Patienten zu behandeln. Das würden sie dann weiter vor Ort bei den Kranken tun. Möglich wäre auch, dass Ärzte gemeinsam eine GmbH gründen, um das wirtschaftliche Risiko auf mehrere Schultern zu verteilen. "Wir sind dabei, Perspektiven zu entwickeln", meinte Schweitzer bei der Vorstellung des jährlichen Krankenhausinvestitionsprogramms in Mainz.

    Ein Zukunftsfeld ist zudem die Geriatrie, also die Alters- oder Altenmedizin. Hier unterstützt das Land die Fort- und Weiterbildung von Allgemeinmedizinern. Die rheinland-pfälzischen Krankenhäuser werden sich verstärkt auf die Behandlung chronischer Erkrankungen, aber auch auf Multimorbidität (Mehrfacherkrankungen) einstellen müssen, wie sie bei Hochbetagten häufig vorkommt. Die Rheinland-Pfälzer werden immer älter. Damit ändern sich die Krankheitsbilder.

    Das Land steckt in diesem Jahr knapp 120 Millionen Euro an Investitionen in die rheinland-pfälzischen Krankenhäuser. Ingesamt fließen laut Gesundheitsministerium jährlich rund 4 Milliarden Euro in diesen Sektor. Darin sind allerdings die Aufwendungen des Bundes, der Krankenkassen und die privaten Zahlungen der Patienten inbegriffen.

    Die CDU-Opposition spricht dennoch von einem wachsenden "Investitionsstau" in den rheinland-pfälzischen Krankenhäusern. "Trotz einer Rekordverschuldung des Landes liegt Rheinland-Pfalz bei der Finanzierung der Krankenhäuser auf dem drittletzten Platz", bemängelte Peter Enders, der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. "In Rheinland-Pfalz stehen pro Bett etwa 1000 Euro weniger Mittel zur Verfügung als im Bundesdurchschnitt", kritisierte er weiter. Dagegen hat Gesundheitsminister Schweitzer seiner Überzeugung nach kein Rezept.

    Auch der Gesundheitsexperte und Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel (CDU) hält die rheinland-pfälzischen Kliniken für unterfinanziert. Mit Sorge beobachtet er, dass die Länder sich immer mehr aus der Krankenhausfinanzierung zurückziehen. "Besonders gravierend ist das in Rheinland-Pfalz", so der Christdemokrat gegenüber unserer Zeitung. Die Mittel pro Krankenhausbett entwickelten sich nach unten.

    Um den Finanznöten in den Krankenhäusern entgegenzuwirken, hat der Bund für 2013 und 2014 eine Finanzspritze von 1,1 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Davon sollen nach Angaben Rüddels 50 Millionen Euro nach Rheinland-Pfalz fließen.

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