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  • Erdbeben bei Koblenz war im weiten Umland zu spüren

    Rheinland-Pfalz. Ein Erdbeben hat am Montag weite Teile von Rheinland-Pfalz erschüttert und war auch noch in Nordrhein-Westfalen, in Hessen und im Saarland zu spüren.

    Rheinland-Pfalz - Ein Erdbeben hat am Montag weite Teile von Rheinland-Pfalz erschüttert und war auch noch in Nordrhein-Westfalen, in Hessen und im Saarland zu spüren.

    Auf der Karte des Königlichen Observatoriums von Belgien ist das Epizentrum im Rhein-Lahn-Kreis gut zu sehen.
    Auf der Karte des Königlichen Observatoriums von Belgien ist das Epizentrum im Rhein-Lahn-Kreis gut zu sehen.
    Foto: Screenshot

    Das Landesamt für Bergbau und Geologie ging von einer Stärke von 4,4 aus. "Wir rechnen das aber noch genau nach", sagte der Direktor Harald Ehses. "Für Rheinland-Pfalz war das ein starkes Beben." 

    Das Zentrum lag östlich von Nassau im Rhein-Lahn-Kreis. Zeugen berichteten dort auch, wenig später noch ein leichteres zweites Beben gespürt zu haben. Das Hauptbeben um 13.43 Uhr dauerte nach Einschätzungen des rheinland-pfälzischen Amtes 80 Sekunden, spürbar war das Beben für Menschen aber vier bis fünf Sekunden lang.

    Menschen nehmen die Erderschütterungen ab einer Stärke von 2,5 wahr. Bereits am Sonntagabend gegen 21.19 Uhr hatte es ein erstes Beben der Stärke 1,4 gegeben, dessen Epizentrum ebfenalls bei Nassau lag. Sieben Minuten nach dem Beben von Montagmittag wurde ein weiteres schwächeres Beben registriert,  eine Stunde später ein weiteres, noch schwächeres. Am Abend um 18.23 Uhr gab es ein drittes Nachbeben, dessen Stärke zunächst mit 3,2 angegeben wurde.

    Bei der Polizei gingen nach der von einem dunklen Grollen begleiteten deutlichen Erschütterung am Mittag schnell Anrufe besorgter Bürger ein. Zudem löste das Beben einige Alarmanlagen aus, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums. Erst Hinweise, dass in Dausenau bei Nassau ein Haus eingestürzt sein soll, stellten sich als Falschmeldung heraus. Vereinzelt wurden aber Risse in Gebäuden und auch heruntergefallene Gläser gemeldet. Ehses: "Bei einem Beben dieser Stärke sind leichte Schäden im Umkreis von zehn Kilometern gut möglich." Das Landesamt wollte sich noch nicht abschließend äußern: "Das werden wir nachrechnen müssen." Der Auslöser dürfte aber in fünf bis zehn Kilometern Tiefe gewesen sein.

    Sowohl beim Landesamt für Bergbau und Geologie in Rheinland-Pfalz wie auch bei der Erdbebenwarte in Bensberg bei Köln glühten umgehend die Drähte, bereits Sekunden nach dem Beben um 13.43 Uhr waren die Internetseiten zeitweilig nicht mehr erreichbar.

    Ein ähnlich starkes Beben hatte es in der Region zuletzt am 3. August 2007 gegeben: Das Epizentrum bei dem Beben der Stärke 4.0 hatte bei Plaidt gelegen. Am 23. Dezember 2010 hatte die Erde in in kurzem Abstand zwei Mal in Rheinhessen gewackelt, die Geologen hatten für das stärkere Beben einen Wert zwischen 3,4 und 3,5 angegeben.

    (law)

    Schäden durch das Erdbeben festgestellt? Schreiben Sie uns, gerne auch mit Foto an onlinered@rhein-zeitung.net. Das Königlich Belgische Observatorium und das European Mediterranean Seismological Centre bitten ebenfalls um Schilderungen.

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    Prozesse in Koblenz: Hartmut Wagner berichtet aus dem Gerichtssaal. Er freut sich über Anregungen, Tipps oder Kritik per Mail.