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  • Eigene Frau vergewaltigt?

    Westerwaldkreis. Im Koblenzer Landgericht sitzt seit gestern ein 42-jähriger Mann aus einem kleinen Ort im Westerwaldkreis auf der Anklagebank. Er soll im Oktober 2009 seine Ehefrau zunächst angegriffen haben, indem er ihr die Atemwege abpresste.

    Anschließend soll er sie vergewaltigt haben. Der Prozess ist auf vier Verhandlungstage

    Rabiate Szenen müssen sich im vorigen Jahr am Tag der Deutschen Einheit zwischen einem Ehepaar im Westerwaldkreis abgespielt haben, wenn sich die Vorwürfe bewahrheiten, die Staatsanwalt Thorsten Kahl gestern zum Prozessauftakt in seiner Anklageschrift verlas. Dem 42-jährigen Angeklagten wird Vergewaltigung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

    Seine Ehefrau tritt in dem Prozess als Nebenklägerin auf und hat gestern bereits ihre Zeugenaussage gemacht. Allerdings wurde die Öffentlichkeit für die Dauer der Vernehmung mehrere Stunden lang von der Verhandlung ausgeschlossen. Richterin Monika Fay-Thiemann begründete das mit schutzwürdigen Interessen des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers. Intime Umstände aus dem Leben der Frau, insbesondere aus ihrem Sexualleben, sollten hinter verschlossenen Türen bleiben. Laut Anklageschrift ist es am 3. Oktober 2009 zu der Tat gekommen. Vorausgegangen war reichlicher Alkoholkonsum bei einer Feier im Nachbarhaus. Als das Ehepaar wieder zu Hause war, soll der 42-Jährige beharrlich Streit mit seiner Frau gesucht haben. Plötzlich, so der Staatsanwalt, habe der Mann sie angegriffen und im Schlafzimmer aufs Bett geworfen.

    Mit seinen Händen soll er ihr Mund und Nase zugepresst haben. Dabei habe er geschrien, er werde sie umbringen, sodass die Frau Todesängste ausstehen musste. Nach etwa einer halben Stunde Kampf sei es ihr gelungen, den Ehemann wegzustoßen und ins Wohnzimmer zu flüchten. Vorübergehend beruhigte sich die Lage, als der Ehemann ihr nach einer Weile angeblich folgte und sich entschuldigte. Nach der Schilderung in der Anklageschrift soll er vorgegeben haben, sich mit Medikamenten vergiften zu wollen, woraufhin die Frau ihm diese aus der Hand schlug. Laut Anklage habe er danach versprochen, im Wohnzimmer schlafen zu wollen, sodass die Frau sich im Schlafzimmer sicher wähnte. Allerdings sei er ihr wiederum dorthin gefolgt, habe sie aufs Bett gestoßen, sich entkleidet und gesagt: "Ein bisschen Sex müssen wir auch noch haben." Die Frau habe sich heftig gewehrt, sei aber kräftemäßig ihrem Ehemann hoffnungslos unterlegen gewesen. Trotz ihres Flehens habe er erst nach vollzogenem Geschlechtsverkehr von ihr abgelassen. Danach habe er sich zur Seite gedreht und sei eingeschlafen. Die Frau sei daraufhin zu einer Freundin geflohen.

    Zu den Tatvorwürfen hat sich der Angeklagte gestern nicht geäußert. Er machte lediglich Angaben zu seinem Lebenslauf. Der Prozess wird am 16. April um 9 Uhr fortgesetzt.   (ike)

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