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    Rheinland-PfalzDoris Ahnen verspricht Hilfe für Gymnasien

    Die Christdemokraten halten den Unterrichtsausfall an rheinland-pfälzischen Schulen für unverantwortlich. „Eine Verdopplung werden wir nicht hinnehmen“, sagt Guido Ernst, Vorsitzender des Bildungsausschusses im Landtag.

    Doris Ahnen verspricht Hilfe für Gymnasien
    Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) musste sich von den Christdemokraten im Landtag in Sachen Unterrichtsausfall heftige Kritik gefallen lassen.
    Foto: dpa

    Rheinland-Pfalz - Die Christdemokraten halten den Unterrichtsausfall an rheinland-pfälzischen Schulen für unverantwortlich. „Eine Verdopplung werden wir nicht hinnehmen“, meinte der Abgeordnete Guido Ernst, Vorsitzender des Bildungsausschusses im Landtag. Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) warf er im Landtagsplenum vor, „auf Zeit zu spielen“.

    Seine These: Die Landesregierung hofft, aufgrund sinkender Schülerzahlen in einigen Jahren mit den vorhandenen Pädagogen auszukommen. „Das ist kein gutes Spiel“, kritisierte der CDU-Politiker. Sein Rat an die Ministerin: „Sie haben die einmalige Chance, den Rückgang der Schülerzahlen in den kommenden Jahren zu nutzen, um eine 100-prozentige Unterrichtsversorgung zu erreichen.“ Er forderte Ahnen auf, dieses Ziel mit der ihr eigenen „Vehemenz“ anzusteuern.

    Der Hintergrund der Debatte: Die Bildungsministerin musste jüngst eine Verdopplung des Unterrichtsausfalls von 1,2 Prozent im vergangenen Jahr auf 2,4 Prozent in diesem Schuljahr einräumen. Besonders stark sind Gymnasien (3,5 Prozent) und Förderschulen (4 Prozent) betroffen. Lehrerverbände, Schulen und Elternvertreter bemängeln die erhöhte Quote. Der Unterrichtsausfall gehört seit Jahren zu den am kontroversesten diskutierten Themen der Landespolitik.

    Ahnen, die ein Angebot als Berliner Bildungssenatorin ausschlug und gerade mit einem erstklassigen Ergebnis in den Vorstand der SPD-Bundespartei gewählt wurde, blieb in der Debatte erstaunlich ruhig. Sie versuchte erst gar nicht, die Misere schönzureden. Die Verbesserung der Unterrichtsversorgung nannte sie ein „absolut prioritäres Thema“. Sie versprach, den besonders betroffenen Schulen wie den Gymnasien zu helfen. „Wir sorgen dafür, dass der Wert wieder besser wird.“ Bereits im Februar werden die ersten Gymnasiallehrer eingestellt (wir berichteten).

    Dennoch mahnte Ahnen mehr Redlichkeit in der Debatte an. Ihrer Ansicht nach könnte Rheinland-Pfalz auf dem Papier leicht eine 100-prozentige Unterrichtsversorgung erreichen. Dafür müsse die Regierung nur die hessische Definition anwenden.

    „Dort wird allein der Pflichtunterricht einbezogen, bei uns sind aber auch Differenzierungs- und Förderstunden berücksichtigt“, legte die Ministerin dar. Ein weiterer Weg, um auf die berühmten 100 Prozent zu kommen: „Wir müssten nur darauf verzichten, die Klassenstärken zu reduzieren.“

    Aber genau das lehnt das Bildungsministerium ab. Ahnen: „Wir wollen nicht nur eine gute Statistik. Die Schulen sollen auch Perspektiven für pädagogische Verbesserungen haben.“ Die Ministerin wies Vorwürfe zurück, kräftig bei den Verträgen für die Vertretungslehrer zu sparen. „Im Herbst hatten wir den gleichen Stand wie im vergangenen Jahr“, betonte sie.

    Derzeit sind 2782 Vertretungslehrer angestellt. Das entspricht 1977 Vollzeitstellen. Dazu kommt der flexible Vertretungslehrerpool, der ab Februar 2012 mit 200 Planstellen gefüllt ist.

    Die CDU-Opposition ist dennoch alles andere als zufrieden. Die Ludwigshafener Abgeordnete Marion Schneid meinte nur: „Was nützen mir Bildungsstandards, wenn der Unterricht nicht da ist?“

    Von unserem Redakteur Dietmar Brück

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