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  • Der Ring soll weiter rocken: Neuer Partner, neues Festival

    Rheinland-Pfalz - Die neuen Betreiber des Nürburgrings haben sich auf der Suche nach einem Partner in Sachen Musik offenbar einen starken Veranstalter an ihre Seite geholt: Nach Informationen unserer Zeitung soll die Deutsche Entertainment AG (DEAG) das neue Festival am alten Ort betreiben. 

    Abfeiern auf dem Nürburgring: Das soll auch zukünftig möglich sein, wenn Rock am Ring an einen anderen Ort zieht. Morgen wird der neue Konzertveranstalter vorgestellt.
    Abfeiern auf dem Nürburgring: Das soll auch zukünftig möglich sein, wenn Rock am Ring an einen anderen Ort zieht. Morgen wird der neue Konzertveranstalter vorgestellt.
    Foto: Jens Weber

    Erst am Freitag war überraschend bekannt geworden, dass Rock am Ring nach dem an diesem Pfingstwochenende anstehenden Festival wegzieht. Der Vertrag mit dem bisherigen Konzertveranstalter Marek Lieberberg war, wie jetzt bekannt wurde, bereits im Januar wegen EU-rechtlicher Anforderungen vor dem Ring-Verkauf gekündigt worden – also nicht von Capricorn, sondern von der alten Nürburgring GmbH.

    Der Live-Unterhaltungsanbieter DEAG ist mit rund 1500 Konzerten pro Jahr und einem Umsatz in Höhe von 166,7 Millionen Euro 2013 einer der wichtigen europäischen Veranstalter. Dabei ist das Angebot der mit der DEAG zusammenarbeitenden Künstler außerordentlich breit: Es reicht von Varieté-Shows über Rock- und Volksmusik bis zur Klassik – Coldplay, Bryan Adams, Peter Maffay, Hansi Hinterseer oder Starsopranistin Anna Netrebko.

    Das Geschäft lief zuletzt gut: Durch eine Kooperation mit der „Bild“-Zeitung waren beispielsweise die Konzerte der Rolling Stones binnen Minuten ausverkauft. 2014 bringt die DEAG unter anderem Black Sabbath, Aerosmith, Lady Gaga, Andreas Gabalier und Metallica auf die deutschen Bühnen. Erst vor drei Wochen hat die Aktiengesellschaft die Mehrheit am britischen Konzertveranstalter Kilimanjaro erworben, der in zahlreichen europäischen Ländern (in Deutschland 2014 in Hamburg) das Sonisphere-Festival betreibt.

    Kündigung hatte finanzielle Gründe

    Dass Lieberberg gekündigt wurde, hat finanzielle Gründe: Sah der alte Vertrag ein Drittel des Ertrags für die Ring-Betreiber vor, so wollten diese ihren Anteil um 25 Prozent erhöhen. Lieberberg lehnte aufgrund der ihm angeführten hohen Kosten am Standort Nürburgring eine Erhöhung ab. Anwohnergemeinden reagierten entsetzt, wiesen auf die große wirtschaftliche Bedeutung des Festivals für die Region hin – vielfach wurden Zweifel an der Festival-Kompetenz des neuen Ring-Betreibers Capricorn geäußert, der mit dem Partner DEAG nun selbst eine Musik-Großveranstaltung aufziehen will. Die Pläne sollen morgen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

    Claus Ambrosius

    Endet Streit um Namen Rock am Ring mit Vergleich? Konzertagentur: Trotz Klagemisserfolg möglicher FinanzanspruchNoch sind es Spekulationen: Kehrt der Rock an den Ring zurück? Was wird aus Rock am Ring in Mendig? Missklänge bei Rock am Ring weitere Links
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