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    RosenheimDank Leserspenden wird das Leben leichter

    Das Jahr 2017 fängt für die Brenners mit guten Nachrichten an: Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary von HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung für Kinder und Familien in Not, besuchten die Rosenheimer Familie, um ihr mitzuteilen, dass die RZ-Aktion die Kosten für einen dringend benötigten Treppenlift im Haus übernimmt. Die fast 13.000 Euro dafür hätten die Brenners selbst kaum aufbringen können.

    HELFT UNS LEBEN lässt die Familie Brenner aus Rosenheim (Kreis Altenkirchen) nicht im Stich: Für den schwerstbehinderten Sohn Dennis (28) muss ein Treppenlift gebaut werden, den die RZ-Initiative nun bezahlt (von links): HELFT UNS LEBEN-Geschäftsführer Hans Kary, die 2. Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer, Dennis' Tante Brigitte Franz aus Hachenburg, Dennis, Vater Klaus-Peter und Mutter Katja.  Foto: Markus Döring
    HELFT UNS LEBEN lässt die Familie Brenner aus Rosenheim (Kreis Altenkirchen) nicht im Stich: Für den schwerstbehinderten Sohn Dennis (28) muss ein Treppenlift gebaut werden, den die RZ-Initiative nun bezahlt (von links): HELFT UNS LEBEN-Geschäftsführer Hans Kary, die 2. Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer, Dennis' Tante Brigitte Franz aus Hachenburg, Dennis, Vater Klaus-Peter und Mutter Katja.
    Foto: Markus Döring

    Gebraucht wird der Lift für den 28-jährigen Sohn Dennis, der bei seiner Geburt eine Hirnblutung erlitt und seitdem mehrfach schwerstbehindert ist. Dennis sitzt im Rollstuhl, hat eine Spastik und Epilepsie, kann kaum sprechen. Seine rechte Seite ist gelähmt.

    Seine Wohnung hat der junge Mann im ersten Stock des Einfamilienhauses, wohin es über Treppen geht. An der oberen der beiden befand sich bis Weihnachten ein Treppenlift, den Bekannte den Brenners vor Jahren geschenkt hatten. Mutter Katja (55) und Vater Klaus-Peter (58) trugen ihren Sohn bisher mehrmals am Tag die erste Treppe bis zum Lift, was ihnen bei dem 70 Kilogramm schweren Dennis von Jahr zu Jahr schwererfiel. „Als dann Weihnachten der Lift kaputt ging“, erzählt der Vater, „waren wir ratlos. Wir werden schließlich nicht jünger und müssen unser Leben lang für den Jungen gesund bleiben...“

    Da ergriff Dennis' Tante aus Hachenburg die Initiative: Brigitte Franz schrieb an HELFT UNS LEBEN. „Meine Schwester und ihr Mann würden niemals um Hilfe bitten“, wandte sie sich an Manuela Lewentz-Twer, stellvertretende Vorsitzende der Initiative, „aber ich denke, dass ich Sie in deren Namen darum bitten darf.“ Sie berichtete darüber, dass die Familie zudem mit weiteren Handicaps zu kämpfen hat. So leidet Mutter Katja, nicht zuletzt durch die körperliche Belastung in all den Jahren, unter Fibromyalgie – chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen (wörtlich übersetzt Faser-Muskel-Schmerz). Weiter schrieb Brigitte Franz, dass Vater Klaus-Peter an einer fortgeschrittenen Morbus Bechterew erkrankt ist, einem schmerzhaften chronischen Rheuma, das sich vor allem an der Wirbelsäule auswirkt. „Und dann bekam er nach einem schweren Herzinfarkt sieben Stents gesetzt. Er arbeitet im Schichtdienst und ist Alleinverdiener für die Familie...“ Auch die Schwiegereltern, die ebenfalls im Haus wohnen, muss Katja Brenner mitversorgen. Beide sind über 85 Jahre alt und nicht mehr gesund. Die Eltern müssen Dennis, der tagsüber bei der Lebenshilfe Steckenstein betreut wird, nicht nur die Treppen hinauftragen, sondern ihn auch aufs WC, in die Badewanne oder ins Bett heben. Brigitte Franz, die sich um die Eltern des jungen Mannes sorgt, schrieb HELFT UNS LEBEN: „Dennis kann bald nicht mehr von seinen Eltern getragen werden. Deshalb bitte ich Sie inständig um Hilfe.“

    Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary, Geschäftsführer der RZ-Hilfsinitiative, ließen sich nicht zwei Mal bitten. Sie besuchten die Brenners und überzeugten sich davon, dass hier Hilfe dringend erforderlich ist. „Eine solche Lage“, sagte Lewentz-Twer, „können Menschen, die das Leid nicht kennen, kaum ermessen. Ebenso wenig, was die Brenners hier jeden Tag leisten und wie sie sich aufopfern. Und selbstverständlich helfen wir hier. Das wusste ich sofort, als ich die Mail von Dennis' Tante las. Aber wir schauen uns jeden einzelnen Fall selbst an, bevor Geld fließt.“ Kary bestätigte, dass er umgehend ein Fachunternehmen beauftragt, das sich die Treppe anschaut und den Lift einbaut. Ein weiterer Lift für die Badewanne dürfte aber wegen der Konstruktion des Hauses nicht möglich sein. Dafür hatten die beiden Botschafter von HELFT UNS LEBEN aber ein Trostpflaster dabei: Als das Ehepaar beiläufig erzählt, dass es seit 25 Jahren keinen Urlaub gemacht habe, entschieden Kary und Lewentz-Twer, der Familie einen behindertengerechten Kurzurlaub an der Mosel zu stiften.

    Das Spendenkonto für HELFT UNS LEBEN, die Initiative unserer Zeitung für Kinder und Familien in Not, bei der Sparkasse Koblenz lautet: IBAN: DE 72 5705 0120 0000 0013 13; BIC: MALADE51KOB.

    Von unserem Redakteur Peter Seel

     

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