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    Düsseldorf/MontabaurCo-Pilot Andreas L. stufte sich selbst als depressiv ein

    Andreas L. aus Montabaur, Co-Pilot der abgestürzten Germanwings-Maschine, hat sich nach „Spiegel“-Informationen zwei Monate vor dem Absturz als depressiv eingestuft und in Psychotherapie begeben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Vermerke der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft, die man habe einsehen können.

    Absturzstelle
    Der Copilot der abgestürzten Germanwings-Maschine, Andreas L., soll in den zwei Jahren vor der Katastrophe Dutzende Ärzte aufgesucht haben.
    Foto: Guillaume Horcajuelo/Archiv - dpa

    „Es hat aber kein Arzt die Diagnose Depression bestätigt oder Suizidalität bescheinigt“, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft.

    Laut „Spiegel“-Informationen führte der 27-Jährige ein Glückstagebuch - das war Teil seiner Psychotherapie. Darin beschrieb er seinen Gemütszustand mit Worten oder mit Smileys. An einer Stelle notierte er: „Im Großen und Ganzen alles okay.“

    Andreas L. hat den bisherigen Ermittlungen zufolge den Airbus der Lufthansa-Tochter vor einem knappen halben Jahr, am 24. März, absichtlich in den französischen Alpen zum Absturz gebracht. Alle 150 Menschen an Bord kamen ums Leben. Die meisten Opfer stammten aus Deutschland, drei junge Leute waren aus dem Westerwald.

    Dem „Spiegel“ zufolge hat L. in den Wochen vor dem Absturz verschiedene Psychopharmaka eingenommen, darunter Antidepressiva. Die Staatsanwaltschaft wollte das weder bestätigen noch dementieren, ergänzte aber: „Antidepressiva werden nicht nur zur Behandlung von Depressionen verabreicht.“ Welche Diagnose dem Piloten bescheinigt wurde, wollen die Ermittler aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen nach wie vor nicht sagen.

    Der 27-Jährige war nach bisherigem Stand 2008 wegen einer schweren Depression behandelt, später aber als geheilt und flugtauglich eingestuft worden. In der Zeit vor dem Absturz soll er über Sehstörungen geklagt und eine Erblindung befürchtet haben. Dafür fanden die Ärzte aber keine körperlichen Anhaltspunkte. Fest steht: Andreas L. konsultierte in den fünf Jahren zuvor insgesamt 41 verschiedene Ärzte. Im letzten Monat vor dem Absturz war er sieben Mal bei Medizinern. Der behandelnde Psychiater hat ihm laut „Spiegel“ ein Mittel gegen Schlafstörungen verschrieben und ihn gebeten, dies mit der Flugmedizinabteilung seines Arbeitgebers abzuklären.

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