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  • CDU: Formel-1-Zuschuss maximal 5 Millionen

    Rheinland-Pfalz - Die rheinland-pfälzische CDU macht sich weiter für den Verbleib der Formel 1 am Nürburgring stark, aber zu deutlich günstigeren Bedingungen. „Mehr als 5 Millionen Euro Defizit darf das Land nicht haben“, erklärte CDU-Fraktionschefin Julia Klöckner im Gespräch mit unserer Zeitung.

    Foto: dpa

    Rheinland-Pfalz - Die rheinland-pfälzische CDU macht sich weiter für den Verbleib der Formel 1 am Nürburgring stark, aber zu deutlich günstigeren Bedingungen. „Mehr als 5 Millionen Euro Defizit darf das Land nicht haben“, erklärte CDU-Fraktionschefin Julia Klöckner im Gespräch mit unserer Zeitung.

    Bislang beträgt der Landeszuschuss 13,5 Millionen Euro. Der große Formel-1-Macher Bernie Ecclestone soll nach Angaben der Betreiberfirma am Ring gut 16 Millionen Euro kassiert haben, damit der Rennzirkus in der Eifel überhaupt Station macht. Derzeit laufen die Verhandlungen für einen neuen Formel-1-Vertrag. Bis 2016 soll ein weiteres Rennen am Nürburgring stattfinden. Klöckner verlangt nun „Verhandlungen auf Augenhöhe“ mit Ecclestone. „Der Nürburgring ist kein Bittsteller.

    Zugleich hegen die Christdemokraten weiter den Verdacht, dass das Land einen zu günstigen Konzessionsvertrag mit den Organisatoren des Rennens, der Automotive GmbH von Jörg Lindner und Kai Richter, geschlossen hat. „Hier wurde möglicherweise fahrlässig auf Einnahmen verzichtet, die dem Steuerzahler zugutekommen“, sagte Klöckner.

    Die CDU hat im Landtagsplenum nächste Woche eine aktuelle Stunde auf die Tagesordnung gesetzt, wie der CDU-Wirtschaftsexperte Alexander Licht erklärte. Zudem wollen die Christdemokraten beantragen, regelmäßig über die wirtschaftliche Entwicklung der Cash Settlement & Ticketing GmbH (CST) informiert zu werden. Die CST ist für den bargeldlosen Zahlungsverkehr am Nürburgring zuständig. Der Rechnungshof hatte in der Vergangenheit massive Kritik am Geschäftsgebaren der CST erhoben. Vor allem der jetzige Nürburgring-Betreiber Kai Richter geriet in die Kritik. Mittlerweile untersucht die Koblenzer Staatsanwaltschaft den Vorgang.

    Interessantes Detail am Rande: Die 40 Millionen Euro, die sich durch frühere Formel-1-Verluste aufgetürmt haben, wurden jetzt im aktuellen Finanzbericht des Landes als Haushaltstitel ausgewiesen. Addiert mit dem Defizit aus dem jüngsten Formel-1-Rennen, sind Belastungen von insgesamt 53,5 Millionen Euro verzeichnet.

    Von unserem Redakteur Dietmar Brück

     

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