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    NürburgringBUND: Rock am Ring belastet Wirftbach kaum

    Das legendäre Musikfestival Rock am Ring mit seinen jährlich 75 000 Besuchern hat dem Wirftbach nahe dem Nürburgring kaum geschadet. Zu diesem Schluss ist die Kreisgruppe Ahrweiler des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gekommen.

    Was Rocker so alles am Ring zurücklassen. Dennoch: Den Wirftbach haben die jährlich 80 000 Besucher durch ihren Müll kaum belastet - sagen die Naturschützer vom BUND.
    Was Rocker so alles am Ring zurücklassen. Dennoch: Den Wirftbach haben die jährlich 80 000 Besucher durch ihren Müll kaum belastet - sagen die Naturschützer vom BUND.

    Allerdings fordern die Umweltschützer, dass an einem Campingplatz auch auf der anderen Bach-Seite ein stabiler Schutzzaun aufgestellt wird. Ein solcher, wie er vor zwei Jahren durch die Nürburgring GmbH an vielen Stellen aufgebaut worden war. Winfried Sander (Leimbach), zuständiger BUND-Betreuer, sagt: "Der Bach wurde hier verschmutzt durch Müll, etliche Dosen, Flaschen, Metall und Fäkalien." Die BUND-Kreisgruppe Ahrweiler hat vor zwei Jahren eine Patenschaft für Teile des Wirftbachs übernommen.

    Zur Gewässerbelastung durch Rock am Ring sagt Sander weiter: "Wir haben nur geringe Anzeichen für eine akute Belastung festgestellt. Die Zäune entlang der Feuchtflächen haben gehalten." Aber er fordert, dass der Wirftbach durchgängig auf beiden Seiten von einem Zaun geschützt wird. An einem Park und Campingplatz sei das noch nicht der Fall: "Die ökologisch hochwertigen Bereiche im Bachumfeld müssen vor Müll und Fäkalien geschützt werden."

    Der Gang über die weitgehend verlassenen Campingbereiche am Festivalgelände hat Sander wieder in die Wirklichkeit von Großveranstaltungen versetzt. Wie jedes Jahr: "Die, die den Müll weggeräumt haben, waren fast alles ältere Leute. Die offiziell Beschäftigten mit Warnweste und solche, die sich inoffiziell ein paar Euro Pfand über das Sammeln von Flaschen und Dosen verdienen und sich verschämt unter Kapuzen verstecken." Es seien fast nur Menschen mit polnischem oder rumänischem Akzent gewesen und Farbige, die sonst kaum in der Eifel zu sehen sind. Sander: "Diese Menschen durchwühlen die unglaublichen Berge von Wohlstandsmüll nach Essen und sonstigem Brauchbaren und beladen damit ihre Lkw oder Pkw mit Anhänger."

    Der BUND-Mann meint ein wenig philosophisch: "Wer mehr über den Menschen und sein Verhalten unter Sonderbedingungen und in großen Massen erfahren will, der kann sich nach einer solchen Veranstaltung an Ort und Stelle so seine Gedanken machen."

    Auf ihrem jüngsten Kontrollgang haben die Naturschützer auch entdeckt, dass die kürzlich von ihnen gepflanzten Schwarzerlen und Eschen frisches Blattgrün zeigen und sich bester Gesundheit erfreuen. Sander sagt: "Es war richtig, die jungen Bäume durch Draht vor Wildfraß zu schützen. Schließlich gibt es hier auch genug Rehe."

    Durch die Bach-Patenschaft will die BUND-Kreisgruppe Ahrweiler die feuchten Wiesenflächen sichern und pflegen. Ferner kontrollieren die Naturschützer die mögliche Einleitung belasteter Oberflächenwässer aus dem Bereich des Nürburgrings. red

    Rheinland-Pfalz
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