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    Berlin/MainzBKA warnt: Gefahr durch Islamisten steigt

    Von gewaltbereiten Islamisten geht in Deutschland zunehmend mehr Gefahr aus. Das macht sich etwa an der gestiegenen Zahl der sogenannten Gefährder fest, die sich im Bundesgebiet aufhalten. "Wir haben eine ernst zu nehmende Bedrohungslage. Das Gefährdungspotenzial steigt an", erklärte BKA-Präsident Holger Münch jetzt in Mainz.

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    Die Bedrohung war nahe: Nach der Terrorwarnung bei einem Radrennen in Frankfurt, sichern Experten der Polizei Spuren am Wohnort der verdächtigen Islamisten. 
    Foto: dpa

    Von unserem Redakteur Dietmar Brück

    Der Behördenleiter sprach von rund 300 Gefährdern, denen potenziell Anschläge zugetraut werden. Im März nannte Münch noch die Zahl von 289 Gefährdern. Hinzu kommen "knapp 300 relevante Personen". Letztere werden von den Sicherheitsbehörden eher als Unterstützer oder Führungszirkel gesehen, die vermutlich selbst keine militanten Aktionen verüben. Insgesamt hat das BKA mehr als 1000 Personen auf dem Schirm, deren islamistischer Hintergrund als hochgradig problematisch gesehen wird. Münch betonte mehrfach, dass die deutschen Sicherheitsbehörden inzwischen besser kooperieren und äußerst wachsam sind.

    Besonderes Augenmerk richten Bundeskriminalamt, Landeskriminalämter sowie der Verfassungsschutz auf Islamisten, die sich in Bürgerkriegsgebieten wie Syrien oder dem Irak radikalisieren und professionalisieren. Nach Angaben des BKA-Chefs sind bereits 680 Dschihadisten von Deutschland aus in diese Kampfgebiete ausgereist. Wenn sie zurückkehren, bringen sie Kampferfahrung mit. Die Zahl dieser Extremisten steigt.

    Insgesamt haben die Sicherheitsbehörden 7000 Salafisten, also ultrakonservative Islamisten, registriert. In Rheinland-Pfalz sind es 120, wie Johannes Kunz, Chef des Landeskriminalamtes (LKA), erläuterte. 30 gelten als gewaltbereit, ergänzte Innenminister Roger Lewentz (SPD). Sie werden von den Sicherheitsbehörden beobachtet.

    Schwerpunkte der Islamistenszene sind laut BKA Nordrhein-Westfalen und Berlin. Zudem gebe es einzelne Hochburgen wie Frankfurt. Nach Einschätzung Münchs werden inzwischen mehr Anschläge vorbereitet, die keine komplexe Logistik erfordern. Seit 2000 wurden in Deutschland zwölf islamistische Terrorakte verhindert, so das BKA.

    Nicht nur Islamisten, auch Rechtsextreme werden aktiver. LKA-Präsident Kunz beobachtet ein "Aufschaukeln rechter Gewalt". In diesen Kreisen wird auch in Rheinland-Pfalz gegen die wachsende Zahl von Asylbewerbern gehetzt.

    Mehr zu den Herausforderungen für

    die Polizei auf Rheinland-Pfalz

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