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    WirgesWirges muss auf hauptamtlichen Beigeordneten verzichten

    Die Verbandsgemeinde Wirges wird künftig auf den Posten des hauptamtlichen Beigeordneten verzichten müssen. Die zum Oktober vergangenen Jahres geänderte Gemeindeordnung sieht vor, dass künftig nur noch Verbandsgemeinden mit mindestens 20 000 Einwohnern, und nicht mehr wie zuvor bis 15 000 Einwohner, einen hauptamtlichen Beigeordneten haben dürfen. Da die aktuelle Statistik nur 18 940 Einwohner mit Erstwohnsitz in der VG Wirges ausweist, wird hier der Rotstift angesetzt. Der jetzige Beigeordnete Toni Herrmann ist zwar bis zum Jahr 2014 ins Amt gewählt, doch aus gesundheitlichen Gründen kann der 61-Jährige seit Monaten seinen Job nicht ausführen und wird seinen Dienst vor dem Ende seiner Amtszeit quittieren.

    Toni Herrmann wird sein Amt als Erster Beigeordneter der VG Wirges aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen.
    Toni Herrmann wird sein Amt als Erster Beigeordneter der VG Wirges aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen.

    Wirges - Die Verbandsgemeinde Wirges wird künftig auf den Posten des hauptamtlichen Beigeordneten verzichten müssen. Die zum Oktober vergangenen Jahres geänderte Gemeindeordnung sieht vor, dass künftig nur noch Verbandsgemeinden mit mindestens 20 000 Einwohnern, und nicht mehr wie zuvor bis 15 000 Einwohner, einen hauptamtlichen Beigeordneten haben dürfen. Da die aktuelle Statistik nur 18 940 Einwohner mit Erstwohnsitz in der VG Wirges ausweist, wird hier der Rotstift angesetzt. Der jetzige Beigeordnete Toni Herrmann ist zwar bis zum Jahr 2014 ins Amt gewählt, doch aus gesundheitlichen Gründen kann der 61-Jährige seit Monaten seinen Job nicht ausführen und wird seinen Dienst vor dem Ende seiner Amtszeit quittieren.

    "Ich hätte die drei Jahre noch gerne gearbeitet. Doch schweren Herzens muss ich meiner Gesundheit zuliebe einen Schlussstrich ziehen. Es fällt mir sehr schwer", sagt Toni Herrmann gegenüber der WZ. Das Verfahren über den Vorruhestand sei eingeleitet, bestätigt er. Für die VG Wirges ist dies nicht nur menschlich ein herber Schlag, die Verwaltung muss auch die Zuständigkeiten neu verteilen und die Mehrarbeit auffangen. "Im Moment behelfen wir uns mit einer moderaten Personalaufstockung von 10,5 Stunden", sagt Bürgermeister Michael Ortseifen. "Doch das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn Toni Herrmann hat immer über das Maß gearbeitet." Bislang ist der erste Beigeordnete für die Bauverwaltung verantwortlich und leitet die VG-Werke. Herrmann, der seit Januar 1998 im Amt ist, zeichnete als technischer und kaufmännischer Werkleiter etwa für die Planung und den Bau der Klärschlammvererdungsanlage sowie für die Modernisierung der Aubach-Kläranlage verantwortlich. "Auch während der ICE-Bauphase hat er sich um alles gekümmert, etwa um Lärmschutz, Bürgergespräche, Umgehungsstraßen und die Flächennutzungsplanung", unterstreicht Ortseifen. Zudem wickelte er sämtliche Eigenbaumaßnahmen der VG ab, wie zuletzt etwa den rund 8 Millionen Euro teuren Umbau der Realschule plus in Wirges. "Wir haben auch immer auf eine intensive Betreuung unserer Ortsgemeinden Wert gelegt", betont der VG-Chef. "Ein ehrenamtlicher Beigeordneter kann diese verantwortungsvolle Aufgabe nicht übernehmen. Da fehlen Zeit und Erfahrungsschatz", gibt Ortseifen zu bedenken. Im Moment arbeitet sich der Verwaltungschef in alle schwierigen Materien ein, brütet über Gebührenkalkultationen und besucht regelmäßig die großen Baustellen in der VG. "Das ist ein enormer Zeitaufwand, mein Arbeitspensum wächst zusehends, ganz zu schweigen von öffentlichen Terminen", sagt Ortseifen offen.

    Doch erst wenn der Antrag von Toni Herrmann auf Dienstunfähigkeit bewilligt ist, will Ortseifen eine endgültige Lösung finden und mit dem VG-Rat entscheiden, wie die Verwaltung neu strukturiert werden soll. Zur Diskussion steht dann auch die Frage, ob die Stelle des Werkleiters als A13-Stelle wieder neu geschaffen wird. Dieser Posten war mit Einführung des hauptamtlichen Beigeordneten weggefallen. Unter dem Strich gleicht es einem Nullsummenspiel: Durch den Posten des Beigeordneten konnte eine Stelle des gehobenen Dienstes eingespart werden. Streicht man jetzt den Beigeordnetenjob, ist wieder eine A13-Stelle vonnöten. "Das ist finanziell kein großer Unterschied", urteilt der VG-Chef. Seine Kritik in Richtung Mainz: "Warum lässt man den VG-Rat nicht selbst entscheiden, was für die Kommune gut ist und wie sie sinnvoll arbeitet und wirtschaftet? Es geht doch nicht darum, Parteipöstchen zu schaffen. Wir gehen verantwortlich mit öffentlichen Geldern um."

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