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    Westerwälder Hospizdienst will sich Muslimen öffnen

    Der Hospizverein Westerwald wendet sich mit einem neuen Angebot direkt an Westerwälder mit türkischem oder russischem Migrationshintergrund. Damit möchte der Verein, der in den vergangenen 13 Jahren fast ausschließlich deutschstämmige Familien betreut hat, eine Versorgungslücke schließen.

    Die Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen hat sich der Hospizverein Westerwald zur Aufgabe gemacht. Jetzt wendet er sich mit seinem Angebot verstärkt an Westerwälder Migranten - neben Muslimen türkischer Herkunft gehören auch osteuropäische Zuwanderer zur neuen Zielgruppe.
    Die Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen hat sich der Hospizverein Westerwald zur Aufgabe gemacht. Jetzt wendet er sich mit seinem Angebot verstärkt an Westerwälder Migranten - neben Muslimen türkischer Herkunft gehören auch osteuropäische Zuwanderer zur neuen Zielgruppe.

    Der Hospizverein Westerwald wendet sich mit einem neuen Angebot direkt an Westerwälder mit türkischem oder russischem Migrationshintergrund. Damit möchte der Verein, der in den vergangenen 13 Jahren fast ausschließlich deutschstämmige Familien betreut hat, eine Versorgungslücke schließen.

    „Immer wieder ist uns aufgefallen, dass Mitbürger anderer Muttersprache und Nationalität nur wenig oder nichts über unseren fürsorglichen Dienst wissen“, sagt Heinz-Peter Rüffin, Vorsitzender des Hospizvereins Westerwald; eine Einschätzung, die sich im Übrigen im vergangenen Jahr während des Projekts „Hospiz macht Schule“ in der Astrid-Lindgren-Schule in Ransbach-Baumbach bestätigt hat. Dort werden viele Migrantenkinder unterrichtet. Vor allem in der Elternarbeit wurden die Barrieren deutlich. Die Betroffenen wissen nur wenig über vorhandene Angebote und Strukturen und sind, so Rüffins Erfahrung, im Allgemeinen zurückhaltend, wenn es darum geht, institutionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Blick auf den Hospizverein fehlt es schlicht an Informationen über diesen Dienst und seine Zielsetzungen, was nicht selten eine Folge des Sprachproblems ist, das vor allem ältere Migranten der ersten oder zweiten Generation betrifft.

    Aber auch die reine Information reicht oft ebenfalls noch nicht aus. Selbst wenn Zuwanderer das System kennen, heißt das nicht automatisch, dass sie es auch nutzen wollen, sagt Rüffin. Vielen ist das Hospizsystem fremd, weil sie andere Hilfen und Wege gewöhnt sind, Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt zu begleiten. „Familiäre Strukturen scheinen bislang noch in einem hohen Maße als tragende Bausteine für eine Versorgung zu Hause vorhanden zu sein“, stellt der Vorsitzende des Hospizvereins Westerwald fest. Doch auch die Strukturen zugewanderter Familien ändern sich, die Zahl älterer Migranten steigt und wird damit wahrscheinlich schon bald einen höheren Betreuungsbedarf außerhalb familiärer Strukturen nach sich ziehen.

    Der Hospizverein Westerwald trägt dem Rechnung und hat ein dreisprachiges Faltblatt in Deutsch, Türkisch und Russisch aufgelegt. Die Broschüre informiert über den Verein und seine Möglichkeiten, Menschen in dieser schweren Lebenssituation beizustehen.

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