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  • Unfallbilanz: 15 Menschen sterben 2015 auf Wäller Straßen

    Westerwaldkreis. Auf den Straßen im Kreis sind im vergangenen Jahr 15 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das geht aus der Verkehrsunfallbilanz der Polizeidirektion (PD) Montabaur hervor.

    Nicht selten sind auch Rettungskräfte am Unfallort gefordert. Im Westerwaldkreis ereigneten sich im vergangenen Jahr 6428 registrierte Verkehrsunfälle, 495 mehr als noch 2014.  Archivfoto: Sascha Ditscher
    Nicht selten sind auch Rettungskräfte am Unfallort gefordert. Im Westerwaldkreis ereigneten sich im vergangenen Jahr 6428 registrierte Verkehrsunfälle, 495 mehr als noch 2014. Archiv
    Foto: Sascha Ditscher

    Von unserem Chefreporter Markus Kratzer

    Damit sank die Zahl zwar im Vergleich zu 2014 um eine Person, doch ist man auch im Westerwald weit von einer europäischen Zielvorgabe entfernt, die Zahl der Unfalltoten im Straßenverkehr in einem Zehn-Jahres-Zeitraum zu halbieren. "Es ist festzustellen, dass der Westerwaldkreis mit seinen vielen geraden Straßenabschnitten immer wieder zum schnellen Fahren und zu riskanten Überholmanövern verführt", zieht Kriminaldirektor Volker Schmidt ein eher ernüchterndes Fazit.

    Untermauert wird die Einschätzung noch durch die Gesamtunfallzahlen. 2015 "krachte" es im Westerwaldkreis insgesamt 6428 Mal. Damit stieg die Zahl binnen Jahresfrist um 495 oder um 8,3 Prozent. Heißt: Rein rechnerisch ereignen sich täglich auf Wäller Straßen 17,6 Unfälle. Der Anstieg in ganz Rheinland-Pfalz betrug dagegen "nur" 6 Prozent, wie es in der Statistik weiter heißt.

    Personenschäden: Tote oder Verletzte gab es 2015 bei 777 Verkehrsunfällen, 99 mehr als 2014. 14 (2014: 16) Unfälle hatten einen tödlichen Ausgang, bei 130 (2014: 148) gab es schwer verletzte Personen, und die Zahl der Unfälle mit leicht verletzten Personen stieg von 514 auf 633.

    Alkohol/Drogen: Die Zahl der Unfälle, bei denen berauschende Mittel im Spiel waren, ist 2015 mit fast 122 gleich geblieben. Ein Jahr zuvor waren es 123. In 16 Fällen wurde demnach Drogen-, in 106 Fällen Alkoholeinfluss festgestellt. In diese Kategorie fällt ein tödlicher Unfall, in 19 wurden Personen leicht, in 28 schwer verletzt.

    Kinder: An 56 (2014: 51) Unfällen waren Kinder bis 14 Jahre beteiligt oder wurden als Mitfahrer verletzt. Zwölf erlitten schwere, 42 leichte Verletzungen. Auf dem Schulweg ereigneten sich vier Unfälle, genauso viele wie 2014.

    Junge Erwachsene: Die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen taucht erneut überproportional häufig in der Unfallstatistik auf. An 1454 Unfällen waren junge Fahrer beteiligt, 79 mehr als 2014. Besonders erschreckend: Die Zahl der Getöteten in dieser Altersgruppe hat sich innerhalb eines Jahres auf sechs verdoppelt. Laut Polizei waren alle sechs Personen männlich, es handelte sich um einen Kradfahrer, den Fahrer eines Klein-Lkw sowie um vier Pkw-Fahrer.

    Senioren: Die Altersgruppe der Personen über 65 Jahre verursacht nach Erkenntnissen der Beamten relativ häufig schwere Verkehrsunfälle. An 910 Unfällen waren ältere Menschen beteiligt. Damit stieg auch diese Zahl um 63. Hier registrierte die PD vier Todesopfer, zwei Pkw-Fahrer sowie einen Quad- und einen Kradfahrer.

    Zweiradfahrer: 2015 ereigneten sich 129 Verkehrsunfälle mit Personenschäden, an denen ein motorisierter Zweiradfahrer beteiligt war. Es gab zwei Tote, 35 schwer und 92 leicht Verletzte. Hauptaltersgruppe bei den Zweiradunfällen ist laut Statistik die der über 45-Jährigen. Oftmals, so die Feststellung der Polizei, sind es Wiedereinsteiger, die (zu) leistungsstarke Maschinen fahren. Fehlerhafte Überholmanöver und persönliche Fehleinschätzungen gehören zu den Hauptunfallgründen.

    Tipps: "Die Polizei empfiehlt jedem Verkehrsteilnehmer, sich ständig vor Augen zu halten, dass er Vorsicht nicht nur von anderen einfordern kann, sondern vor allem selbst durch angemessene Fahrweise und gegenseitige Rücksichtnahme seinen Anteil dazu leisten muss", so Volker Schmidt. Durch verstärkte Kontrollen und Verkehrssicherheitstage wollen die Beamten die 2015 gestiegenen Zahlen in die entgegengesetzte Richtung umleiten.

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