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    GörgeshausenStraßenstrich am Dorfrand ängstigt Görgeshausener

    Vor dem alten Bundeswehrdepot bei Görgeshausen etabliert sich offenbar Straßenprostitution. Mitten im Wald, unweit des 800-Einwohner-Dorfs im Westerwalskreis.

    Vor der Einfahrt zum alten Bundeswehrdepot in Görgeshausen stehen seit einigen Tagen Prostituierte.
    Vor der Einfahrt zum alten Bundeswehrdepot in Görgeshausen stehen seit einigen Tagen Prostituierte.
    Foto: Sascha Ditscher

    Von unserer Redakteurin Susanne Willke

    In der Gerüchteküche von Görgeshausen brodelt es heiß in diesen Tagen: Am Dorfrand Richtung Limburg stehen seit Kurzem junge Frauen und bieten als Prostituierte ihre Dienste an. Sie haben sich vor dem alten Bundeswehrgelände postiert - manchmal sieben, manchmal nur zwei - und warten ganz offensichtlich auf Kundschaft. Die Polizei kontrollierte sie schon mehrfach, doch bisher hat keine von ihnen gegen ein Gesetz verstoßen. Das Fachkommissariat in Montabaur steckt in den Ermittlungen, gibt aber vorläufig keine detaillierten Informationen darüber heraus.

    Während sich auch die Behörden bedeckt halten, spricht Ortsbürgermeister Theo Burkhard ganz offen über die Vorgänge im Grenzgebiet zu Hessen. Was ihm zunächst ein Missverständnis zu sein schien, musste der Ortschef dann doch als Tatsache zur Kenntnis nehmen: Blutjunge Frauen - mutmaßlich aus Bulgarien - etablieren an der Limburger Straße in Görgeshausen ganz offensichtlich einen Straßenstrich. Spaziergänger und Autofahrer wundern sich über die leicht bekleideten "jungen Mädchen" und rufen die Polizei an. Gerüchten zufolge sollen sich die Frauen mit ihren Kunden in die alten Gebäude auf dem Bundeswehrgelände zurückziehen. "Mit unserem Gemeindearbeiter fahre ich mittlerweile täglich zum Tor des Bundeswehrgeländes und kontrolliere es", erzählt Burkhard. Doch sooft er das Tor schon verriegelt hat, immer wieder wird es geknackt und steht offen. Nun ist auch der Elzer Bürgermeister Horst Kaiser informiert, der für ein stabiles Schloss sorgen soll. Damit wäre zwar das Delikt des Hausfriedensbruches auf hessischer Seite verhindert. Doch für die Görgeshausener auf der rheinland-pfälzischen Seite bleibt die Angst vor steigender Kriminalität. Autos mit fremden Kennzeichen haben in den vergangenen Tagen verdächtige Runden gedreht. "Die Frauen werden offenbar gebracht und wieder abgeholt", erzählt Theo Burkhard. Gedanken von Menschenhandel und erzwungener Prostitution geistern durch die Köpfe der Bürger und machen ihnen Angst. Umso mehr, wenn sie an die geplante Rastanlage denken, die solche Entwicklungen noch fördern könnte.

    Grundsätzlich dürfen die Frauen dort stehen. Schließlich betreiben auch im weiteren Verlauf der Limburger Straße, die im Hessischen zur Landesstraße 325 wird, einige ihr Gewerbe in Wohnwagen. Verhindern ließe sich das nur, wenn sie sich in einem verkehrsrechtlich relevanten Raum bewegen würden oder eine Straftat nachgewiesen werden könnte.

    Auf diese Weise wurden vor gut zehn Jahren die Prostituierten entlang zweier anderer Straßen im Westerwald vertrieben. Denn an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen darf jegliches Gewerbe nur mit Sondergenehmigung des LBM in Diez ausgeübt werden, die damals an der B 414 und L 281 schlicht nicht mehr erteilt wurde. Im Falle von Görgeshausen ist das nicht so einfach, weil sich die Frauen geschickt so auf dem Gebiet bewegen, dass dieses Gesetz nicht greift. Ob es ungesetzlich ist, dass die Konkurrentinnen aus dem benachbarten Hessen und die Neuen in Rheinland-Pfalz - zumindest gerüchteweise - mit Baseballschlägern aufeinander losgehen, bleibt vorläufig dahingestellt.

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