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  • Spielplatz für Kunst und elektronische Musik

    Horressen. Wo früher einmal die Nato Waffen lagerte, treffen an diesem Wochenende Kunst und elektronische Musik aufeinander: Das Festival Grande Massife findet am Samstag, 4. August, auf dem ehemaligen Militärgelände bei Horressen statt. Veranstalter ist der Koblenzer Kulturverein Zukunftsmusik, der das kleine Festival bereits zum zehnten Mal veranstaltet. Ging es früher in St. Sebastian über die Bühne, findet das Open Air jetzt zum zweiten Mal auf dem früheren Natogelände statt.

    Unverändert gibt es jede Menge elektronische Musik. Zum runden Geburtstag haben die Veranstalter die besten DJs eingeladen, die das Grande Massife in den vergangenen Jahren beschallt haben. Das sollen sie am Wochenende erneut tun, drei Bühnen bieten Platz. Und: Die zehnte Auflage bietet so viel Kunst wie noch nie, sagt Dirk Kuntze, Vorstandsmitglied des Kulturvereins Zukunftsmusik: "Es gibt erstmals eine zusätzliche dritte Ausstellung." Neuland heißt diese Schau, die sich der digitalen Kunst widmet. Sie wird in einem der Bunker gezeigt: Unter anderem zeigt Jim Baumgardner alias uzumaki eine interaktive Soundinstallation names "Whiteny music box", bei der die Besucher interaktiv agieren können.

    Neuland für alle Beteiligten

    Er wie auch die anderen Künstler haben noch nie auf einem Open-Air-Festival ausgestellt, wissen nicht, wie ihre Kunst in solch einem Kontext wirkt. "Sie betreten Neuland, und wir als Kuratoren tun es auch", sagt Kuntze. Die Ausstellung hat der Kulturverein in Eigenregie kuratiert, die anderen Kunstschauen verantworten Externe.

    Playground 012 wird in Kooperation mit der Universität Koblenz-Landau, namentlich Dr. Markus Lohhoff, umgesetzt. Auch hier geht es teils um die digitale Kunst: Studierende der Computervisualistik zeigen ihre Ideen zu Games Art. Wie das konkret aussehen wird, weiß Kuntze noch nicht. "Im vergangenen Jahr gab es viele Rechner und Flatscreens, an denen die Zuschauer selbst spielen konnten." Koblenzer Kunststudenten werden im Bunker ebenfalls ihre Arbeiten zeigen, darunter sind Projektionen, die den Ausstellungsort in besonderer Weise in Szene setzen. Die dritte Ausstellung heißt "Hidden Tracks": Absolventen des Instituts für Künstlerische Keramik und Glas der Hochschule Koblenz zeigen ihre Arbeiten (am Samstag bis 22 Uhr).

    Das Grande Massife bietet aber auch außerhalb der Bunker viele visuelle Reize: Über das gesamte Gelände verteilt, finden sich Projektionen und Illuminationen. Im Eingangsbereich wird beispielsweise Kamikaze Jane Seilakrobatik zeigen, die auf eine Leinwand projiziert wird.

    Bewegtes Licht

    Auf der Bühne unter freiem Himmel lassen die Künstler vom Studio Farbraum ihren Hypercube, ein illuminiertes, dreidimensionales Bühnenobjekt, zum Beat pulsieren. Eine Videoprojektion liefert weitere optische Effekte. Für den passenden Sound sorgt der Koblenzer DJ Hyperctv. Bewegte Wände und bewegtes Licht verspricht dekompresso, ein Kollektiv, das zwei Freiluftinstallationen zeigen wird.

    Zur Projektionsfläche für Film- und Lichtkunst wird auch das Kuppelzelt: Cocktailbar und DJ-Kanzel beinhaltet es, dort soll es entspannt zugehen. In den Raum hinein, auf Besucher, auf Sofas und mehr wird unter anderem ein gut einstündiger Film projiziert, der Impressionen vorheriger Auflagen des Festivals wiedergibt. Gesehen hat Dirk Kuntze diesen Film noch nicht. "Er ist kurzfristig entstanden. Ein schönes Beispiel dafür, wie viel bei Grande Massife in Bewegung ist", sagt er und verspricht, dass die Besucher viele Dinge sehen werden, die bislang noch nicht angekündigt sind. Kurzfristig sind beispielsweise noch zwei Koblenzer Streetart-Künstler dazugestoßen - so spontan, dass Kuntze bislang nur einen Namen kennt: Visage, der mit Edding und Pinsel seine tribalartigen Bilder schafft. Er und sein Kollege werden sich in den Baracken künstlerisch betätigen. Im Kino laufen internationale Kurzfilme aus dem Programm des Labels Shortsattack sowie Produktionen des Leipziger Vereins Ostpol.

    Alles in allem erinnert das Grande Massife an die Fusion, ein viertägiges Festival für Musiker, Theater und Performance in Mecklenburg-Vorpommern, das jährlich Zehntausende anzieht. Dirk Kuntze hört diesen Vergleich oft - und ist stolz darauf: "Wir machen eine Mini-Fusion mit viel Herzblut. Das wissen Acts zu schätzen. Um hier aufzulegen, kommen sie uns häufig mit der Gage entgegen, die wir uns regulär nicht leisten könnten."

    Z Zum Grande Massife im Westerwald ist ein Busshuttle von und zum Koblenzer Hauptbahnhof eingerichtet: Ein Bus fährt um 20, 21.30 und 23 Uhr hin und zurück um 2, 3.30 und 5 Uhr. Die Fahrt kostet 2 Euro pro Strecke und wird im Bus bezahlt. Partner des Grande Massife ist der Verein b-05 Kunst- und Kulturzentrum Association, der das ehemalige Militärgelände nutzt, saniert und betreibt. Weitere Infos im Netz unter www.grandemassife.de

    Von unserer Redakteurin

    Anke Hoffmann

    Das Grande Massife und seine DJs
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    Markus Eschenauer

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