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    Koblenz/HöhnProzess um geplanten Überfall: Tonbänder sollen Klarheit bringen

    Die Kriminaldirektion Koblenz hatte sie schon länger auf dem Radar. Dann schlugen Beamte im April zu und überwältigten die beiden 61 und 57 Jahre alten Angeklagten.

    Von unserer Mitarbeiterin Julia Fourate

    Grund der Festnahme: Die beiden als gefährlich eingestuften Vorbestraften sollen geplant haben, einen Supermarkt im Oberwesterwald zu überfallen (die WZ berichtete). Seit Oktober muss sich das Duo nun vor dem Landgericht Koblenz wegen eines geplanten bewaffneten Überfalls verantworten. Nun sollen die Tonbandaufnahmen der Innenraumüberwachung des potenziellen Fluchtwagens Klarheit bringen.

    Ein unbeschriebenes Blatt ist keiner der Angeklagten. Das Vorstrafenregister der beiden soll die Kriminaldirektion Koblenz dazu veranlasst haben, die mutmaßlichen Täter im April aus dem Verkehr zu ziehen. Nachdem sie bereits polizeilich überwacht wurden, sollen Tonbandaufnahmen aus dem Inneren des Wagens des 61-Jährigen die Initialzündung für die Festnahme gegeben haben. Die Beschuldigten waren im Vorfeld mehrere Tage abgehört worden, bevor die Polizei einschritt. Diese Maßnahme erklärte ein Beamter der Kriminaldirektion in einem vorausgegangenen Verfahren damit, dass die Ermittler Angst um die zivile Sicherheit gehabt hätten.

    Nun wurden die Tonbandaufnahmen im Zuge der Hauptverhandlung unter die Lupe genommen. Neben Umgebungsgeräuschen, Fahrtwind und Musik waren auch die beiden Angeklagten zu hören, wie sie sich unterhielten. Die Gesprächsfetzen waren allerdings nur mit größter Anstrengung zu decodieren. So sprach man über das Autofahren und rechnete Benzinpreise hoch. Als wesentlich verständlicher entpuppte sich dagegen ein Telefonat des 57-Jährigen mit seiner Lebensgefährtin. Spätabends sprachen die beiden über die bevorstehende Heimkehr des Angeklagten aus dem Oberwesterwald, wo er seinen Freund, den 61-jährigen Mitangeklagten, besucht hatte. Er erklärte ihr, dass er noch nicht „zu Potte gekommen“ sei und den nächsten Tag abwarten wolle. Diese Aussage soll laut Polizei ein ausschlaggebender Faktor für die Festnahme des Duos gewesen sein.

    Die Verteidigung führte Einwände wegen der Undeutlichkeit der Aufnahmen an und erklärte, sie wolle das Gericht für eine mögliche Fehlinterpretation der ausgewerteten Tonbandmaterialien sensibilisieren. So wollen die Anwälte an einer entscheidenden Stelle anstatt des zitierten Wortlauts „Ich zeige dir den Supermarkt“, die Aussage „Ich fahre dich zum Supermarkt“ verstanden haben, eine Tatsache, die der 61-jährige Angeklagte bestätigte. Die beiden wollten laut Aussage der Beschuldigten Einkäufe erledigen. Der Prozess wird heute fortgesetzt.

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