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  • Porträt: Ursula Barvencik spielt für ihr Leben gern Akkordeon

    Selters. Ursula Barvencik strahlt, während sie im Gemeinschaftsraum der Senioren-Wohngemeinschaft Altes Postamt in Selters Akkordeon spielt.

    Das Akkordeon ist für Ursula Barvencik die liebste Freizeitbeschäftigung. An Feiern und Geburtstagen spielt sie ihren Mitbewohnern gern Volkslieder vor.
    Das Akkordeon ist für Ursula Barvencik die liebste Freizeitbeschäftigung. An Feiern und Geburtstagen spielt sie ihren Mitbewohnern gern Volkslieder vor.

    Von unserer Reporterin Verena Hallermann

    Flink gleiten die Finger der 84-jährigen Heimbewohnerin über die Tasten. "Ich gehe dabei nur nach Gehör", erklärt die Seniorin die fehlenden Noten. "Alles, was mir gerade so einfällt." Ihren Gehstock hat sie beiseite gelegt. Ein Volkslied nach dem anderen spielt sie ihren Mitbewohnern vor. "Ich hole mein Akkordeon vor allem an Geburtstagen oder Festen raus. Da ist die Bude hier voll", sagt sie lächelnd und fängt an das Lied "Lustig ist das Zigeunerleben" zu singen.

    Noch vor wenigen Monaten konnte die aus Oberhaid Stammende wegen eines Schlaganfalls ihr Bett nicht verlassen. Trotzdem hat sie ihre Lebenslust nicht verloren. "Wenn mir jemand helfen will, verweigere ich das", erzählt Barvencik. "Das möchte ich alleine machen." Neben ihr sitzt ihre Schwiegertochter. Elke Barvencik kümmert sich regelmäßig um sie. Denn der Mann und der einzige Sohn der Rentnerin sind bereits gestorben."Wir haben immer zusammen Musik gemacht, mein Mann Kurt und ich", erzählt die Seniorin. Über ihre gemeinsame Leidenschaft hatten sie sich auch kennenglernt. Damals war sie 19 Jahre alt und hatte bei Bekannten auf ihrem Akkordeon gespielt. "Dann kam er mit seiner Waldzitter rein", erinnert sich die 84-Jährige an ihre erste Begegnung. In ihrer Ehe haben sie regelmäßig für Freunde im ganzen Westerwald gespielt. "Die Musik ist mir wichtig", sagt sie. "Es hat mir schon immer Spaß gemacht." Als Kind hatte sie sich das Spielen des Instruments selbst beigebracht. Eigentlich war das Akkordeon ein Geschenk für ihren Bruder, das er aber nicht haben wollte. Dann hatte sie sich dem Instrument angenommen. Bis 1976 hatte sie mit ihrem Mann eine Teppichreinigung in Duisburg. Danach sind sie nach Oberhaid gezogen, um sich hier den Traum von einem eigenen Haus zu erfüllen. Dort hat Barvencik bis zum 15. September vergangenen Jahres gewohnt, der Tag an dem sie den Schlaganfall erlitt. "Aber ich bin hier gut untergebracht", sagt die Seniorin tapfer über ihr neues Heim.

    Die Senioren der Wohngemeinschaft freuen sich, dass Barvencik bei ihnen ist, erzählt die Schwiegertochter, denn sie sei die einzige dort, die ein Instrument spiele. Schon jetzt steht fest, dass Barvencik auch bei der nächsten Festlichkeit ihre "Knutsche", wie sie es nennt, hervorholt und munter aus ihrem Volkslied-Repertoire schöpft. "Musik mit anderen zu teilen, ist was Tolles", freut sie sich.

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