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  • Originelle Idee: Schüler helfen Unternehmer auf die Sprünge

    Dernbach/Wirges. Wenn Schulen und Unternehmen zusammenarbeiten, kann das für beide Seiten gewinnbringend sein.

    Wirtschaft trifft Schule: Die Neuntklässler des Dernbacher Gymnasiums Raiffeisen-Campus setzten sich im Kunstunterricht künstlerisch mit dem Thema Optik auseinander.​
    Wirtschaft trifft Schule: Die Neuntklässler des Dernbacher Gymnasiums Raiffeisen-Campus setzten sich im Kunstunterricht künstlerisch mit dem Thema Optik auseinander.​

    Das zeigen nicht nur die unter Federführung der Industrie- und Handelskammer geschlossenen Schulpatenschaften im Westerwaldkreis, sondern auch das Dernbacher Privatgymnasium Raiffeisen-Campus (RC) ist ein gutes Beispiel hierfür: Hier hat der Wirgeser Einzelhändler Andreas Schmidt (Optik Augenblick) mit den 52 Schülern der beiden neunten Klassen und ihrer Lehrerin Stephanie Kisters im Kunstunterricht ein besonderes Kreativ-Projekt umgesetzt. Mit Erfolg: Die Ideen der Schüler kamen bei dem Optiker so gut an, dass er sie so schnell wie möglich in der Gestaltung seiner Geschäftsräume umsetzen will.

    Das Projekt dürfte kreisweit einmalig sein: Im Rahmen der freien Projektarbeit bekamen die Campus-Schüler von Kunstlehrerin Stephanie Kisters die Aufgabe, sich künstlerisch mit dem Thema "Optik" auseinanderzusetzen und Installationen, Skulpturen oder Gebrauchsgegenstände für die Verkaufsräume und die Werbeflächen des Optikers zu entwickeln. In einer Präsentation sollten die Schüler ihre Ideen erläutern und Materialvorschläge machen . Aufgabe war auch, ein Modell mit Material aus dem heimischen Fundus zu bauen. Dabei war Improvisation gefragt - der Pädagogin kam es allein auf die originelle Idee an.

    "Es ist erstaunlich, mit viel Kreativität und Begeisterung die Schüler an die Arbeit gegangen sind. Die Ergebnisse haben mich überzeugt", ist die Gymnasiallehrerin begeistert. Während der Projektarbeit in Teams entstanden ganz ungewöhnliche Entwürfe: So entwickelte ein Team eine Sitzbank in Brillen-Form. Andere Schüler entwarfen eine Rauminstallation nach dem Vorbild des US-amerikanischen Künstlers Michael Murphy, der seine Arbeiten zu optischen Täuschungen werden lässt. Die Campus-Schüler hängten Kristalle, halbierte Tischtennisbälle und einen schwarzen Gummiball an Nylonfäden auf. Erscheint die Installation von Weitem wie ein heilloses Chaos, ergibt sich aus einer bestimmten Blickperspektive das Bild eines menschlichen Auges.

    Andere Kunstschüler entwarfen eine Rauminstallation aus bunten Stäbchen und Zapfen vor einer weißen Wand. Berührt der Besucher die Objekte, ändern sich Farben und Helligkeit des Raumlichtes. Ein Wegweiser-System aus Maulwurfshügeln, aus denen am Schluss ein Maulwurf, der eine Brille braucht, klettert, ist auch unter den Entwürfen. Überzeugend fand Optiker Schmidt auch die Brillenschlange - eine Skulptur aus Kaninchendraht mit schuppenartig aufgesetzten Brillengläsern. Eine Schülerin zeichnete ein Auge mit Nägeln auf Holz nach. Andere Schüler schnitzten Buchstaben, die sich von vorne den Schriftzug "Augen" und von hinten betrachtet das Wort "Blick" lesen lassen. "Die Schüler haben viel gelernt. Vor allem haben sie erfahren, dass man Kunst auch kommerziell nutzen kann und darf", betont die Pädagogin.

    Auch Unternehmer Andreas Schmidt ist zufrieden. "In Berlin haben mich die Berliner Bären, ähnlich wie die MonStilettos in Montabaur, fasziniert. Ich wollte unser Geschäft rund um das Thema Optik künstlerisch gestalten", erklärt er. Dabei setzte der Wirgeser ganz bewusst auf die Ideen der Schüler und nicht auf einen Designer. Die Brillen-Bank wird jetzt von einem Schlosser nachgebaut. Ebenfalls die Brillenschlange soll sich bald auf dem Verkaufstisch schlängeln. Auch die Rauminstallation "Das Auge" und das Nagelbild hat Schmidt im Blick. "Die Leistungen der Schüler haben mich tief beeindruckt. Das ist genial", lobt der Einzelhändler. Als Dankeschön unterstützt der Wirgeser eine Klassenfahrt der RC-Schüler - und natürlich geht es dann ins Zeiss Museum der Optik nach Oberkochen und zur Lingelbachs Scheune, eine der größten Sammlungen weltweit optischer Phänomene und Sinnestäuschungen.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

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