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    NeuhäuselNeuhäusel: Sicherheit auf Schulweg soll auf den Prüfstand

    Noch ist die geplante Erweiterung des Rewe-Markts in Neuhäusel nicht spruchreif, bei einigen Eltern aus dem Dorf löst das Vorhaben aber bereits Bedenken aus: Sie fürchten um die Sicherheit der Grundschulkinder auf dem Schulweg in Richtung Eitelborn, wenn im Zuge einer Ausweitung der Einkaufsmöglichkeiten noch mehr Liefer- und Auto-Verkehr durch die Gemeinde rollt.

    Die Pläne eines Investors, den Rewe-Markt in Neuhäusel zu erweitern, werden kontrovers diskutiert.
    Die Pläne eines Investors, den Rewe-Markt in Neuhäusel zu erweitern, werden kontrovers diskutiert.
    Foto: Thorsten Ferdina

    Neuhäusel - Noch ist die geplante Erweiterung des Rewe-Markts in Neuhäusel nicht spruchreif, bei einigen Eltern aus dem Dorf löst das Vorhaben aber bereits Bedenken aus: Sie fürchten um die Sicherheit der Grundschulkinder auf dem Schulweg in Richtung Eitelborn, wenn im Zuge einer Ausweitung der Einkaufsmöglichkeiten noch mehr Liefer- und Auto-Verkehr durch die Gemeinde rollt.

    Mandy und Rainer Dämgen wohnen mit ihren Kindern im Ortskern von Neuhäusel. Der Schulweg führt für ihre Familie entlang der Hauptstraße (ehemalige B 49) bis zur Ampelkreuzung am Rewe-Markt und von dort entweder über die Eitelborner Straße oder über den Höhenweg in Richtung Grundschule. Diesen Fußweg halten die Eltern vor allem in der dunklen Jahreszeit für gefährlich. Trotz der Eröffnung der Umgehungsstraße im Jahr 2007, die den Pendlerverkehr zwischen Koblenz und Montabaur aus dem Ort zog, herrscht dort noch immer ein reges Verkehrsaufkommen. Bürger aus Eitelborn, Kadenbach, Arzbach oder Hillscheid fahren auf ihrem Weg zur Arbeit durch Neuhäusel. Hinzu kommt der Lieferverkehr für die bestehenden Märkte im Ortszentrum.

    Schon an der Hauptstraße müssen die Kinder extrem aufpassen, um nicht unter die Räder eines Fahrzeugs zu geraten, meinen die Dämgens. Besonders kritisch werde es im Bereich der Kreuzung, wo sich die Zufahrt zum Rewe-Parkplatz und einige Meter weiter die Lieferanteneinfahrt befinden. Bleiben die Kinder auf der anderen Straßenseite, um den Gefahren aus dem Weg zu gehen, müssen sie die Fahrbahn später ohne Ampel oder Zebrastreifen überqueren.

    Dass dies nicht ideal ist, weiß auch Ortsbürgermeister Werner Christmann. Er empfiehlt Kindern und Eltern deshalb, grundsätzlich den Höhenweg auf der Rückseite des Rewe-Markts zu benutzen. Dabei handelt es sich um eine verkehrsberuhigte Straße mit relativ geringem Pkw-Aufkommen. „Daran würde auch eine Erweiterung des Rewe-Markts nichts ändern“, ergänzt Christmann. Im Bereich des Höhenwegs seien lediglich einige Mitarbeiterparkplätze vorgesehen.

    Grundsätzlich sei der Ortsgemeinderat allerdings der Auffassung, dass die Einkaufsgelegenheiten in Neuhäusel nach Möglichkeit erhalten und gestärkt werden sollten. „Wir sind das Nahversorgungszentrum für die gesamte Augst“, ergänzt der Ortschef. Gerade für ältere Mitbürger sei es wichtig, dass sie zu Fuß alle wichtigen Lebensmittel einkaufen können und nicht in ein Industriegebiet fahren müssen. Das mache trotz des damit verbundenen Verkehrs einen Teil der Lebensqualität von Neuhäusel aus. Zudem gebe es dank des Einzelhandels und der Banken auch einige Arbeitsplätze im Dorf, sagt Christmann.

    Dass mit einer solchen Politik die Wirkung der Umgehungsstraße ausgehebelt werde, glaubt der Ortschef nicht. Abgesehen vom Lieferverkehr für die Geschäfte in Neuhäusel rollen die Laster zwischen Koblenz und dem Westerwald fast komplett über die neue B 49. Auch der normale Berufspendler nutze in der Regel die Umgehungsstraße. Nichtsdestotrotz habe der Ortsgemeinderat aber bereits besprochen, dass bei einer Änderung des Bebauungsplans auch die Sicherheit des Schulwegs auf den Prüfstand kommen soll.

    Für Mandy und Rainer Dämgen ist diese Zusicherung zumindest ein Lichtblick. Insgesamt stellen sich die Eltern allerdings die Frage, warum wirtschaftliche Interessen offenbar höher gewertet werden als die Bedürfnisse von Familien. Die befürchtete Verkehrszunahme sei dabei nur ein Aspekt. Darüber hinaus fürchten die Dämgens, dass der Kirmesplatz am Höhenweg den Erweiterungsplänen zum Opfer fallen könnte und damit einer der wichtigsten Treffpunkte für Familien zerstört wird.

    Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

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