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    NeuhäuselNeuhäusel: Neue Pfarrerin erlebt aufregenden Anfang

    Sechs Wochen ist es her, dass Cornelia Wesseling-Mangold ihren Dienst als Pfarrerin in der evangelischen Kirchengemeinde Neuhäusel angetreten hat. Sechs Wochen, in denen sich die Geistliche schnell zurechtfinden musste. Denn nach einer anderthalbjährigen Vakanz bleibt in einer Gemeinde ziemlich viel Arbeit liegen. Und davon hat die neue Pfarrerin nun mehr als genug.

    Neuhäusel. Sechs Wochen ist es her, dass Cornelia Wesseling-Mangold ihren Dienst als Pfarrerin in der evangelischen Kirchengemeinde Neuhäusel angetreten hat. Sechs Wochen, in denen sich die Geistliche schnell zurechtfinden musste. Denn nach einer anderthalbjährigen Vakanz bleibt in einer Gemeinde ziemlich viel Arbeit liegen. Und davon hat die neue Pfarrerin nun mehr als genug.

    „Im Grunde gab's keine Einarbeitungszeit“, erzählt sie von ihrem aufregenden Start in Neuhäusel. „Nach drei Tagen bin ich auf eine Konfirmandenfreizeit gefahren, unsere komplette Telefon- und Computeranlage funktioniert bis heute nicht richtig, und da mein Büro im Pfarrhaus ist, habe ich nur wenige Ruhephasen.“ Ein leichter Einstieg sieht also anders aus. Trotzdem jammert Cornelia Wesseling-Mangold nicht, sondern lächelt, während sie spricht. Denn so anstrengend die ersten Wochen in der Kirchengemeinde auch waren - die Wertschätzung und die Freundlichkeit der Menschen geben ihr Kraft, sich in ihrem neuen Leben zurechtzufinden: „Die Gemeindemitglieder und unsere Nachbarschaft haben mich und meine Familie wirklich sehr nett aufgenommen. Das hat uns gut getan“, sagt die Pfarrerin, die in der Region freilich keine Unbekannte ist: Ihr Vikariat trat Cornelia Wesseling-Mangold Mitte der 1980er-Jahre in Selters an und absolvierte anschließend ein Spezialvikariat in den Krankenhäusern in Selters, Montabaur und Dernbach. Danach verließ sie den Westerwald und leitete mehr als 16 Jahre die Kirchengemeinde in Heftrich bei Idstein. Nach einem Zwischenstopp in einer Gemeinde bei Darmstadt kamen ihr Mann und die drei Kinder der Familie schließlich nach Neuhäusel.

    Trotz der Ortswechsel gibt es Konstanten im Leben der Pfarrerin: ihre Liebe zum Wandern, zu den Tieren (besonders zu ihrem Labrador Cassy) und vor allen Dingen zu Martin Luther, dessen hingebungsvoller Glaube sie fasziniert: „Seine Leidenschaft für Gott und sein Mut zu provokanten Schritten, die nötig sind, wenn es die Treue zur Bibel gebietet - das alles gefällt mir sehr. Und ich bewundere seine Bereitschaft, auf Bequemlichkeiten zu verzichten und sogar in Verbannung zu leben. Andererseits hatte er aber auch einen unglaublichen Sinn für die leiblichen Freuden – das Essen und Trinken, das Feiern. Eine gute Mischung, mit der er Gott die Ehre gegeben hat.“

    Wenn Cornelia Wesseling-Mangold über ihre ganz persönliche Theologie spricht, huscht wieder ein Lächeln über ihr Gesicht. „Als Pfarrerin stehe ich zwar immer vorne. Aber der, um den es eigentlich geht, steht immer noch vor mir.“ Ein Gedanke, der sie trägt. „Schließlich kann ich mich als Mensch nicht am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen“, sagt sie. „Um Kraft zu sammeln, helfen mir neben der Bibel und dem Gebet vor allen Dingen Fortbildungen, in denen ich geistlich auftanken kann. Außerdem tun mir Gesprächen mit Kollegen und Freunden gut, unter anderem mit der Dekanin Ursula Jakob, die mir in den ersten Wochen in Neuhäusel wirklich sehr geholfen hat. Und schließlich wachse ich auch an meinen eigenen Predigten, bei denen ich mir selbst den Spiegel vorhalte.“

    In diesem Spiegel erkennt sie auch immer wieder ihre persönlichen Grenzen: „In der Gemeinde werde ich lieber die wichtigen Dinge mit Herzblut und verantwortungsvoll tun, als vieles nur ein ,Bisschen' zu machen. Denn das hilft niemandem.“

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