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    Spa/GuckheimMotorsport: Kaiser lehrt die Weltmeister das Fürchten

    Im belgischen Spa-Francorchamps trafen sich Gleichgesinnte des klassischen Motorradsports zur mittlerweile 13. Auflage der Bikers Classics 2015. Im Rahmen des Events wurde auch zum mittlerweile dritten Male die European Classic Series über vier Stunden Länge ausgetragen. Manfred Kaiser aus Guckheim und Achim Steinmacher (Eislingen) ließen die Mitstreiter hinter sich und fuhren den Sieg ein. Jetzt geht es im Oktober im spanischen Aragon für den Westerwälder und sein Team gegen ehemalige Weltmeister wie Stéphane Mertens und Gregory Fastré (beide Belgien) oder gegen den Schweden Peter Linden um Gesamtsieg und Titel. Fünf Teams haben eine reelle Chance.

    Manfred Kaiser aus Guckheim und sein Team freuen sich über den sportlichen Erfolg. Foto: Jonathan Godin
    Manfred Kaiser aus Guckheim und sein Team freuen sich über den sportlichen Erfolg.
    Foto: Jonathan Godin

    Von unserem Redakteur Michael Wenzel

    Westerwälder nimmt viele Entbehrungen in Kauf

    Wer Manfred Kaiser kennt, der weiß: Dem 55-Jährigen liegt der Motorsport im Blut. Viele Entbehrungen nimmt er in Kauf, um sich die Teilnahme an den European Classic Series zu erfüllen. Und gemeinsam mit seinem Classic-Endurance-Team lehrt der Guckheimer die Konkurrenz das Fürchten. Schon vor zwei Jahren fuhren Kaiser und Steinmacher mit der schnellsten Zeit ins Ziel. "Und auch in diesem Jahr ist für reichlich Spannung gesorgt", so der Motorsportenthusiast aus dem Westerwald.

    Seinen Auftakt nahm das Motorsportdrama am 5. April in Frankreich in Le Castellet, als das Team Force mit Gregory Fastré/Richard Hubin als erstes durchs Ziel ging. Manfred Kaiser erwischte einen schlechten Start und fiel zunächst von Startplatz fünf ins Mittelfeld zurück. Von 50 Teams kam der Westerwälder nach 40 Minuten planmäßig zum ersten Boxenstopp und übergab das Motorrad auf Platz 12 liegend an seinen Teamkollegen Steinmacher. Steinmacher konnte weiteren Boden gutmachen und fuhr sechs Plätze nach vorne. Kaiser übernahm das Motorrad somit auf Position 6, kam dann auf der Strecke immer besser zurecht und brachte das Motorrad zwischenzeitlich auf Platz 3, als es urplötzlich zu technischen Problemen kam.

    "Die Zündung hatte Aussetzer, was zu einem außerplanmäßigen Boxenstopp führte, ein Kerzenstecker war gebrochen. Nachdem der Defekt behoben war, fuhr Steinmacher wieder aus der Box. Doch knapp 30 Minuten später, inzwischen wieder auf Platz 6 vorgefahren, musste er erneut mit stotterndem Motor in die Boxengasse. "Irgendetwas mit dem Vergaser stimmte nicht", schildert Kaiser die Situation. Nach endlos langen 20 Minuten war das Problem am Vergaser behoben. Mittlerweile waren sie auf Platz 32 zurückgefallen. Da das Rennen um 20 Uhr gestartet wurde und über vier Stunden ausgetragen wird, war die Nacht schon angebrochen. "Nach zwei gefahrenen Runden habe ich das Rennen abgebrochen, es machte keinen Sinn mehr", so Kaiser.

    Nach den technischen Problemen in Frankreich hatte man die Fehler analysiert. Kaiser bereitete das Rennmotorrad in seiner Werkstatt in Guckheim bestens vor. Die Ausgangsposition war dennoch alles andere als optimal, denn man musste von Position 15 von 70 Teilnehmern starten. Erstmals wurde für dieses Rennen ein dritter Fahrer als Ersatzmann mit aufgestellt und dessen Trainingszeiten auch für die Startaufstellung gewertet. Der dritte Startplatz wäre sonst möglich gewesen. Und dann auch noch das: Beim Start in Le Mans sprang das Motorrad nicht sofort an. Man kam erst im hinteren Mittelfeld ins Rennen.

    In der 65. Runde geht Manfred Kaiser in Führung

    Nach der ersten Runde liegt Startfahrer Kaiser auf Platz 19, die Konkurrenten Fastré/Hubin vorne, gefolgt von Stéphane Mertens. Der Schwede Peter Linden lag auf Position 4. Kaiser übergibt derweil das Motorrad nach 40 Minuten auf Platz 9. Als Steinmacher nach 27 Runden das Rennen wieder übernimmt, liegen sie bereits auf Platz 5. Das Team Force mit Fastré/Hubin scheidet in der 35. Runde auf Platz 2 liegend durch Motorschaden aus. Mertens ist weiter vorn. Zur Halbzeit zeigt sich nach zwei gefahrenen Stunden bereits, wer sich Chancen auf den Sieg ausrechnen kann. Nach einem Boxenstopp muss auch Mertens das Rennen aufgeben. In der 65. Runde geht Kaiser in Führung und übergibt das Motorrad in der 69. Runde. Steinmacher fällt kurz zurück, sichert sich dann aber überlegen mit 1,37 Minuten Vorsprung den Sieg vor Linden/Brasher.

    Fünf Teams liegen vor dem dritten und entscheidenden Rennen am 31. Oktober im spanischen Aragon fast punktgleich vorne. "Alles Weltmeister, nur nicht Kaiser und Steinmacher", betont der Westerwälder nicht ganz ohne Stolz. Bevor es jedoch an den Start geht, muss die Nico-Bakker-Kawasaki mit ihren 1170 Kubikmeter noch durchgecheckt werden. Es ist, was das Fahrgestell betrifft, immer noch die gleiche Maschine, mit der Kaiser im Juni 1985 in Hockenheim sein erstes Motorradrennen fuhr.

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