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    EnspelMini-Buga im Stöffelpark bestaunen

    Kräftig entwickelt hat sich der Steingarten im Stöffelpark von Enspel. Kaum zu glauben ist, wie hier die verschiedensten Pflanzen in den Themenbeeten in die Höhe und Breite geschossen sind. Jetzt wird geerntet.

    Von unserer Reporterin Angela Baumeier

    Viele Insekten haben bereits diese leckere Speisekarte für sich entdeckt: Es summt und brummt, eine Geräuschkulisse, die davon kündet: Hier ist die Natur ungestört und kann ihren eigenen Gesetzen folgen.

    Doch ohne Menschenhand ist diese Idylle, die bei sommerlichen Temperaturen  mediterranes Flair hat, nicht entstanden. Davon sprechen auch die gepflegten Beete, die sauberen Wege, die liebevoll gefertigten Namensschilder neben den Pflanzen und die vielseitigen Kulturobjekte (Skulpturen, Weidengeflechte), die immer wieder überraschend im, am und nahe des Steingartens auftauchen.

    „Ohne die tatkräftige Mithilfe der ehrenamtlichen Helfer des Stöffelvereins wäre das gar nicht zu bewerkstelligen", sagt Martin Rudolph (Leiter des Stöffelparks). Mussten doch beispielsweise während der heißen Sommertage viele Pflanzen gegossen werden, wozu etwa  100 Liter Wasser täglich nötig waren.

    Regen bringt Segen – und das zeigt sich jetzt zur Erntezeit. Nach den Erdbeeren und Himbeeren, vielen Küchenkräutern sind jetzt die Samen dran, die im kommenden Frühjahr für weitere Anpflanzungen genutzt werden sollen. Doch welche Samen eignen sich dazu? Reichlich Rat weiß Kräuterwindexperte Klaus-Dieter Stahl. Er zeigt, wie die kleinen Köpfchen der Gummibärchenblume im Süßigkeitenbeet eingesammelt werden können.  Als Setzlinge werden sie  im nächsten Jahr dafür sorgen, dass auch in der Saison 2015 ihr süßer Duft vor allem kleine Besucher entzückt.

    Im Beet „Pflanzen mit mystischen Namen" zieht der farbenprächtig blühende Elfensporn die Blicke auf sich. Direkt daneben steht eine Mariendistel, deren Samen ganz vorsichtig abgenommen werden. Rudolph freut sich schon jetzt darauf, mehrere Exemplare dieser besonderen Distel im Steingarten blühen zu sehen. Also heißt es, sich zu sputen, damit die Samen nicht vom Winde weggeweht werden.

    Erfolgreich verlaufen ist ein Feldversuch mit typische Westerwälder weißen (dicken) Bohnen. Eine Handvoll davon bekam Rudolph im Frühjahr geschenkt, jetzt dauert es nicht mehr lange, und er kann viele Hände voll ernten. Ideale Bedingungen zum Wachsen und Gedeihen hatte in dem „Heizkessel" des Stöffels auch eine Kürbispflanze.

    Schutz vor der Sonne und eine Möglichkeit, sich beim Wandeln durch die Mini-Buga einmal auszuruhen, bietet beispielsweise eine „grüne Loggia", die in diesem Jahr entstanden ist. Das lauschige Eckchen gibt den Blick frei auf ein Stück des Steingartens, das sich die Natur zurückerobert hat. Pfefferkraut, gelber Rainfarn, blaue Wegwarte und wilde Möhre oder Johanniskraut und Kratzdisteln bilden ein buntes Pflanzenmeer, das – ebenso wie die daran angrenzenden Flächen – ideal für Insekten ist.

    Sichtlich wohl fühlt sich auch der Hopfen. „Wir versuchen, die Pflanzen zu vermehren, um einen Hopfengarten zu bekommen", erzählt Rudolph. Voller Freude verweist er auch auf seinen „Weinberg" – drei verschiedene Trauben wurden probeweise bodennah in Reste von Ölschiefer gesetzt. Besonders gut gediehen ist die dunkelrote Traube.

    Gerade wird der Steingarten um etwa 100 Quadratmeter erweitert. Das gibt Platz für Bienenweiden. Imkerin Inge Vohl (Enspel) hat im Stöffel bereits sieben Bienenvölker beheimatet. Von der Ernte kann Rudolph 50 Gläser (a 5 Euro) vermarkten: „Honig,  von den Stöffelbienen aus Stöffelblüten gesammelt, das ist doch was!"

    Der Steingarten ist nicht nur für die Bienen eine Fundgrube. Wer sich für die Pflanzenwelt interessiert, kann hier viele Entdeckungen machen. Eine gute Möglichkeit dazu bieten die botanischen Führungen, die vom Stöffelpark angeboten werden.

    Die botanische Führung ist integriert in die große Führung „Im Tertiär". Sonntags werden auch Kurzführungen a 45 Minuten zu den Themen „Die kleine Reise ins Tertiär", „Brecherspaziergang" und „Botanische Führung durch den Stöffel" angeboten. Sie werden geleitet von Egon Negt (Schriftführer im Stöffelverein und Gästeführer). Die Kosten betragen 2,50 Euro pro Führung (zuzüglich zum Eintrittspreis von 3 Euro).

    Weitere Informationen  zum Stöffel stehen im Internet unter www.stoeffelpark.de

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