40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Westerwälder Zeitung
  • » Mann gesteht Missbrauch an Stieftochter
  • Aus unserem Archiv

    MontabaurMann gesteht Missbrauch an Stieftochter

    Zu Beginn des zweiten Verhandlungstages im Prozess gegen einen 49-Jährigen aus der VG Westerburg akzeptierte der Angeklagte das Abspracheangebot der Staatsanwaltschaft. Er gestand die vier Fälle von sexuellem Missbrauch und die Körperverletzung an seiner damals 14-jährigen Stieftochter.

    Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Ludger Griesar verurteilte den Mann zu einer Gesamtfreiheitsstraße von zwei Jahren, die für drei Jahre auf Bewährung ausgesetzt wird. Außerdem muss der Angeklagte für die Kosten des Verfahrens und der Nebenklage aufkommen.

    Durch sein Geständnis hat der 49-Jährige seiner heute 18-jährigen Stieftochter die Aussage vor Gericht erspart, was Staatsanwaltschaft und Nebenklage durch ihr Abspracheangebot auch erreichen wollten. Außerdem wurde so die Hauptverhandlung erheblich abgekürzt. Hätte der Mann die Taten nicht eingeräumt, hätten noch viele Zeugen gehört oder erst einmal in Afrika ausfindig gemacht werden müssen. Beide Aspekte sowie die Tatsache, dass er sich bei seiner Stieftochter entschuldigt hat, wertete das Gericht zugunsten des Angeklagten.

    In seiner Urteilsbegründung führte Richter Griesar dem Angeklagten mit deutlichen Worten noch einmal die Auswirkungen seines Handelns vor Augen. Es sei "beschämend und auf unterstem Niveau, sich an einem Kind zu vergehen und dessen Vertrauen auf schändlichste Weise zu missbrauchen", sagte Griesar. Der Angeklagte habe in dem Wissen gehandelt, dass das Mädchen erst kurze Zeit zuvor Opfer einer Vergewaltigung geworden war. Nachdem die damals 14-Jährige ihren Stiefvater angezeigt hatte, war sie von ihrer Familie verachtet worden. Diese müsse nun davon ausgehen, dass das Mädchen nicht gelogen habe. An das Opfer selbst gerichtet äußerte der Richter die Hoffnung, dass die Zeit ihre Wunden heilen wird und sie vielleicht wieder die Unterstützung ihrer Mutter und Geschwister bekommt.

    Mit dem Strafmaß von zwei Jahren Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt werden sollten, war das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt. Diesem hatte sich auch die Vertreterin der Nebenklage angeschlossen. Die Anwältin der 18-Jährigen betonte in ihrem Plädoyer die Auswirkungen des Missbrauchs auf das Leben der jungen Frau. Sie befindet sich nach wie vor in psychologischer Behandlung und kam nach den Taten in eine Pflegefamilie.

    Von unserer Reporterin Natalie Simon

    Montabaur Hachenburg
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Online regional
    Markus Eschenauer

    Regio-CvD Online

    Markus Eschenauer

    Mail | 02602/160 474

    epaper-startseite
    Regionalwetter Westerwald
    Sonntag

    12°C - 19°C
    Montag

    14°C - 21°C
    Dienstag

    15°C - 24°C
    Mittwoch

    18°C - 28°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerien: Fotos unserer Leser
    &bdquo;Pfui Spinne&ldquo; mag der ein oder andere beim Anblick dieses Fotos von Volker Horz denken. Und doch hat die Detailaufnahme dieses Festmahls ihren ganz eigenen Reiz. Jedenfalls ist dem Achtbeiner hier ein dicker Fang ins Netz gegangen.&nbsp;Wenn auch Sie ein sch&ouml;nes Bild f&uuml;r unsere Leserfoto-Rubrik haben, dann schicken Sie es an die Adresse <a href="mailto:montabaur@rhein-zeitung.net">montabaur@rhein-zeitung.net</a>. Beachten Sie dabei bitte die erforderliche Mindestaufl&ouml;sung von 2500 mal 1500 Pixel.

    Mit der Kamera im Westerwald unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.