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    WesterwaldkreisKormorane bedrohen Stabilität der Nister

    An der Nister gerät das ökologische Gleichgewicht aus den Fugen. Der Bestand bestimmter Fischarten wie Äsche, Barbe und Nase ist völlig zusammengebrochen. Beobachter sehen diese Entwicklung in einem engen zeitlichen Zusammenhang mit dem Auftreten des Kormorans.

    Der Bestand der karpfenartigen Nasen ist in der Nister arg geschrumpft.
    Der Bestand der karpfenartigen Nasen ist in der Nister arg geschrumpft.

    Westerwaldkreis - An der Nister gerät das ökologische Gleichgewicht aus den Fugen. Der Bestand bestimmter Fischarten wie Äsche, Barbe und Nase ist völlig zusammengebrochen. Beobachter sehen diese Entwicklung in einem engen zeitlichen Zusammenhang mit dem Auftreten des Kormorans.

    Doch nicht allein die Fische sind gefährdet: Obwohl die Nährstoffbelastung eher zurückgegangen ist, wachsen die Algen massenhaft; im Frühjahr und Sommer schnellen pH-Werte nach oben; das Wasser verliert an Sauerstoff; absterbende Algen bedecken das Bachbett, wodurch die Laichplätze der Lachse, Barben und Nasen verschlammen. Auch die seltene Flussperlmuschel verliert durch die Schlammmassen ihren Lebensraum.

    Manfred Fetthauer von der Arge Nister sieht die Lage als dramatisch an. Diese Auffassung teilt er mit Wissenschaftlern, die dort in Artenschutzprojekten tätig sind. Fetthauer: "Ganz offensichtlich sind die Nahrungskette sowie das gesamte ökologische Gleichgewicht mittlerweile außerordentlich stark gestört." Die Schlüsselrolle kommt nach Ansicht des Experten aus Stein-Wingert einer bestimmten karpfenartigen Fischart zu, der Nase. Sie war in der Vergangenheit der wichtigste Konsument pflanzlicher Biomasse in der Nister. Mit ihrem harten Unterkiefer und der scharfen Unterlippe können Nasen nicht nur weiche Algen (zum Beispiel Grünalgen) abweiden, sondern auch Kieselalgen. Durch großflächiges Abweiden in Schwärmen von bis zu 1000 Tieren hält die Nase den Untergrund von übermäßigem Algenbewuchs frei. "Bei einem Bestandsrückgang von 80 Prozent werden pro Wachstumsperiode rund 216 Tonnen pflanzlicher Biomasse nicht mehr abgeweidet", rechnet Fetthauer vor, "das entspricht dem Stand von 2004." (elm)

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