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  • Fülle an Baustellen im Westerwaldkreis sorgt für Frust bei Pendlern

    Westerwaldkreis. Wer aktuell auf dem Weg zur Arbeit durch den Westerwald pendeln muss, braucht Zeit und gute Nerven. Vor allem auf den Strecken zwischen Montabaur und Hachenburg sowie zwischen Montabaur und Koblenz sind derart viele Straßen gleichzeitig gesperrt, dass es auf den wenigen offenen Routen unweigerlich zu Staus kommt.

    Foto: Sascha Ditscher

    Im Berufsverkehr kann sich die Fahrzeit aufgrund der zahlreichen Baustellen ohne Weiteres verdoppeln, und eine grundsätzliche Besserung der Lage ist auch in den kommenden Monaten nicht in Sicht.

    Hauptgrund für die Baustellenhäufung: Die Politik hat mehr Geld für die Modernisierung der Infrastruktur bereitgestellt, als es in den vergangenen Jahren üblich war. Die Instandsetzung etlicher Brücken im Land wurde als dringend erforderlich eingestuft. Die Steuereinnahmen in Deutschland sind anhaltend auf einem so hohen Niveau, dass sich die öffentliche Hand eine Vielzahl von Bauprojekten leisten kann.

    Alleine im Zuständigkeitsbereich des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Diez, der die Landkreise Westerwald, Rhein-Lahn und Altenkirchen umfasst, stehen derzeit jährlich 5 bis 6 Millionen Euro zusätzlich für Straßenbaumaßnahmen zur Verfügung, weil der Bund sein Budget erhöht hat. Wenn man davon ausgeht, dass die Instandsetzung einer Brücke ungefähr 500 000 Euro kostet, so wären mit diesem Geld etwa zehn zusätzliche Projekte pro Jahr finanzierbar, erläutert der stellvertretende Leiter des LBM Diez, Kai Mifka. Das sei allerdings personell kaum zu stemmen, macht der Fachmann deutlich. "Wir unternehmen große Anstrengungen, damit die Baumittel in der Region verwendet und investiert werden", betont der stellvertretende LBM-Chef. Auch in der Behörde seien seit Beginn des Jahres etliche Überstunden geleistet worden.

    Ein nicht unerheblicher Teil dieser Arbeitszeit entfällt inzwischen auch auf das Beschwerdemanagement. Denn immer wieder melden sich Pendler beim LBM, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Arbeitsstelle noch in einer angemessenen Zeit erreichen sollen. Der Landesbetrieb Mobilität sei zwar bemüht, die zeitliche Überschneidung von Bauprojekten in Grenzen zu halten, damit mögliche Ausweichrouten nicht gleichzeitig blockiert sind. Eine temporäre Überschneidung von Baumaßnahmen sei aber nicht komplett zu vermeiden - zumal man bei etlichen Baustellen auf Spezialfirmen angewiesen ist, von denen es nur eine geringe Anzahl in der Region gibt. So kann es beispielsweise vorkommen, dass eine Baumaßnahme mehrere Wochen nicht fortgesetzt wird, weil zunächst eine Bohrung notwendig ist und man auf die Spezialfirma warten muss, die ebenfalls etliche Aufträge zu erledigen hat. "Die Straßenbaufirmen sind alle gut ausgelastet", hat Mifka festgestellt. Eine grundsätzliche Besserung kann der LBM in naher Zukunft nicht versprechen. "Natürlich werden in den kommenden Wochen einige Projekte abgeschlossen, es kommen aber auch wieder neue dazu", erläutert der Experte. "Das Problem der Staus und Behinderungen verlagert sich dann höchstens an eine andere Stelle." Dass dies lästig und ärgerlich für die Pendler ist, weiß auch der LBM. Aber die Investitionen seien in der Vergangenheit von Politik und Wirtschaft immer wieder gefordert worden. Die aktuellen Verkehrsbehinderungen seien nun einmal der Preis für dieses Bauprogramm, sagt der stellvertretende Leiter. Die WZ hat die größten Straßenbaustellen und die voraussichtliche Laufzeit in der Region noch einmal in einer Übersicht zusammengefasst:

    Anschlussstelle der A 3 am ICE-Bahnhof in Montabaur: Das Projekt soll eigentlich zu Beginn der Adventszeit abgeschlossen sein. Falls es noch Verzögerungen gibt, rechnet der LBM Diez mit einer Fertigstellung spätestens bis zum Jahresende.

    Ortsdurchfahrt Hachenburg-Altstadt: Die Baumaßnahme erstreckt sich voraussichtlich bis Ende des Jahres 2017.

    B 8 in der Ortsdurchfahrt Freilingen: Der Ausbau soll Ende des Jahres 2016 beendet sein.

    L 281 zwischen Schneidmühle und Nistertal: Es handelt sich um eine kurze Maßnahme mit einer Laufzeit von wenigen Wochen.

    L 309 zwischen Hillscheid und Vallendar: Für dieses Projekt ist der LBM Cochem-Koblenz zuständig. Es soll bis Ende 2016 abgeschlossen werden.

    L 294 zwischen Westerburg und Hergenroth: Die Arbeiten sollen vor dem Wintereinbruch abgeschlossen sein. Im Frühjahr 2017 folgt dann die Sanierung der Fahrbahn in Hergenroth.

    K 126 Bergstraße in Ransbach-Baumbach: Das Projekt soll Ende November abgeschlossen sein, falls das Wetter mitspielt - spätestens jedoch Ende des Jahres.

    L 303 in Helferskirchen: Auch dort ist der Abschluss des Projekts für Ende November avisiert.

    B 49 Brückenbaustelle bei Montabaur: Der Abschluss war eigentlich für Mitte November vorgesehen. Es kam jedoch schon zu Verzögerungen, weil sich Lkw-Fahrer nicht an ausgeschilderte Umleitung gehalten haben.

    K 113 zwischen Simmern und der Kreisgrenze: Der Bauabschluss soll bis Ende 2016 erfolgen.

    A 48 vom Dernbacher Dreieck in Richtung Koblenz: Das Autobahnamt hatte bei Baubeginn einen Abschluss bis Mitte November in Aussicht gestellt.

    B 255 bei Boden: Die Fahrbahnsanierung soll nur etwa drei Wochen dauern.

    Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

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