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    NentershausenFast das ganze Leben dem Roten Kreuz gewidmet: Walter Müller ist seit vielen Jahren engagiert

    Mit 16 Jahren ist Walter Müller freiwilliger Helfer im Ortsverein Nentershausen des Deutschen Roten Kreuzes geworden. Schon wenige Jahre später wurde er 1974 einstimmig zum Vorsitzenden des Vereins gewählt. Jetzt hat der 69-Jährige sein Amt nach 43 Vorstandsjahren abgegeben.

    Zwei Urgsteine des Deutschen Roten Kreuzes im Westerwald haben sich aus dem Vorstand des DRK-Ortsvereins Nentershausen verabschiedet: Michael Merz (links) war 35 Jahre lang stellvertretender Vorsitzender, Walter Müller sage und schreibe 43 Jahre Vorsitzender. Foto: Markus Müller
    Zwei Urgsteine des Deutschen Roten Kreuzes im Westerwald haben sich aus dem Vorstand des DRK-Ortsvereins Nentershausen verabschiedet: Michael Merz (links) war 35 Jahre lang stellvertretender Vorsitzender, Walter Müller sage und schreibe 43 Jahre Vorsitzender.
    Foto: Markus Müller

    Doch das Amt bleibt in der Familie: Zum neuen Vorsitzenden wurde Müllers Schwiegersohn Oliver Abt gewählt. Und auch sein Sohn Dominik ist schon viele Jahre im DRK Nentershausen und dessen Vorstand aktiv: als Leiter des Jugendrotkreuzes und stellvertretender Bereitschaftsleiter.

    Mit Michael Merz hat nach 35 Jahren auch Müllers Stellvertreter sein Vorstandsamt aufgegeben. Mit den beiden Urgesteinen, zu deren Amtszeiten es weit und breit nichts Vergleichbares gebe, sei das Schiff des DRK Nentershausen stets in die richtige Richtung gesteuert worden, stellte der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, Olaf Reineck, erfreut fest. Zumal der Verein nicht nur im Sanitätsdienst seine Aufgaben gesehen habe, sondern auch sehr früh im Sozialdienst. Und mit dem Jugendrotkreuz sichere man sich seit Jahrzehnten den Vereinsnachwuchs.

    78 Jahre Vorstandsarbeit haben Walter Müller und Michael Merz auf dem Buckel; Müller 43 Jahre als Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Nentershausen, Merz 35 Jahre als Vize.

    Unter der Führung des Duos Müller/Merz hat sich der Ortsverein vorbildlich entwickelt: Anfangs verfügte der Verein nur über eine kleine, privat angemietete Unterkunft. 1977 wurde der erste Mannschaftswagen angeschafft, für den auch eine private Garage angemietet wurde. Die war so niedrig, dass das Blaulicht erst nach dem Ausfahren aufs Dach montiert werden konnte. 1980 wurden die ersten Funkmeldeempfänger angeschafft. Kurz darauf konnte die Alte Schule als Unterkunft des rührigen Ortsvereins bezogen werden.

    Mit einer Erweiterung der Zuständigkeit gab es 1984 den ersten Behelfskrankenwagen. Schon 1989 wurde die Sozialgruppe gegründet und etwas später ein Vier-Trage-Krankenwagen beim DRK-Ortsverein Nentershausen stationiert. Auch ein Katastrophenschutzanhänger wurde beschafft. 1994 begann man, eine Gymnastikgruppe für Senioren anzubieten.

    Der Vorstand des DRK-Ortsvereins Nentershausen mit dem neuen Vorsitzenden Oliver Abt (2. von links) vor einem seiner Einsatzfahrzeuge.
    Der Vorstand des DRK-Ortsvereins Nentershausen mit dem neuen Vorsitzenden Oliver Abt (2. von links) vor einem seiner Einsatzfahrzeuge.
    Foto: Markus Müller

    Besonderen Aufschwung erlebte der Verein 2000/2001 mit dem Bau eines eigenen Vereinsheims, in dem auch die Fahrzeuge stationiert werden konnten. In den Jahren zuvor war man im neuen Feuerwehrgerätehaus untergekommen. In das neue Gebäude wurde auch viel Eigenleistung investiert. Natürlich versuchte der Verein, bei der Ausrüstung für die Versorgung von Kranken und Verletzten immer auf dem neuesten Stand zu sein. Für den Transport der Altkleider gab es bald einen Anhänger und für größere Einsätze einen Einsatzleitwagen.

     

    Im Jahr 2014 startete das Pilotprojekt der First-Responder-Gruppe, die den hauptamtlichen Rettungsdienst auf ehrenamtlicher Basis und insbesondere bei zeitlichen oder personellen Problemen unterstützt beziehungsweise durch die räumliche Nähe meist sehr schnell am Einsatzort sein kann. Immer wieder wurden Fahrzeuge durch modernere Varianten ersetzt und die Ausrüstung modernisiert und komplettiert.

    2007 feierte der Ortsverein nicht nur das erste Nentershäuser Schlachtfest, sondern mit einem Tag der offenen Tür auch seinen 50. Geburtstag. 2012 wurde eine neue Jugendrotkreuzgruppe gegründet und 2013 der 25.000. Blutspender in Nentershausen gezählt. Vor zwei Jahren ist ein neuer Einsatzleitwagen beschafft und der alte verkauft worden.

    Zum Abschluss seiner Vorstandarbeit dankte Walter Müller seinem gesamten Team, besonders aber seinen Vize Michael Merz: „Ohne ihn hätte das nicht funktioniert.“ Seinen Dank richtete er aber auch an die anderen Vorstandskollegen, die Bereitschaftsmitglieder, die Sozialgruppe, die Seniorengymnastik und das Jugendrotkreuz. Abschließend stellte Walter Müller etwas wehmütig fest: „Es hat Spaß gemacht.“

    Um den Weg nach dem Rücktritt der Vereinsspitze für eine Neuwahl freizumachen, trat der gesamte Ortsvereinsvorstand zurück. Als neuer Vorsitzender wurde Oliver Abt gewählt, zu seinem Stellvertreter Kevin Mittmann. Schatzmeisterin ist weiterhin Edeltrud Müller. Steffi Acht ist die neue Schriftführerin und Ortsvereins-Arzt Andreas Krämer. Das Jugendrotkreuz wird von Dominik Müller geleitet, der dabei von Rebecca Müller und Helen Reusch unterstützt wird. Die Sozialgruppe leitet Birgit Kaiser, die Bereitschaft Kevin Göbel. Zu Beisitzern wurden Matthias Müller, Sonja Maxeiner und Torsten Beck bestimmt.

    Walter Müller und Michael Merz haben sich zwar aus der Vorstandarbeit zurückgezogen, wollen aber sich aber weiter im Roten Kreuz engagieren. „Und natürlich stehen wir unseren Nachfolgern gerne mit Rat und Tat zur Seite.“

    Von unserem Redaktionsleiter Markus Müller

    14 Wäller Ortsvereine

    Im DRK-Kreisverband Westerwald gibt es 14 Ortsvereine des Deutschen Roten Kreuzes, die sich zumeist über mehrere Gemeinden ausdehnen. Nach der Gesamtmitgliederzahl ist Hachenburg mit 1424 der größte Ortsverein. Dort gibt es 26 aktive Helfer und 1398 Fördermitglieder.

    Nach der Zahl der Aktiven ist Rennerod mit 44 Leuten der stärkste Verein. 818 weitere Mitglieder unterstützen den Verein. Mit 18 Jugendlichen hat Selters die größte Jugendrotkreuzgruppe. Dazu kommen 35 aktive Helfer und 482 Fördermitglieder. Große aktive Bereitschaften haben auch Höhn (43 und 676 Fördermitglieder, Nentershausen (42 und 695 Fördermitglieder), Herschbach/Uww. (41 und 510 Fördermitglieder), Wirges (39 und 626 Fördermitglieder) und Westerburg (38 und 1025 Fördermitglieder). Etwas niedriger ist die Zahl der Aktiven bei den weiteren Westerwälder DRK-Ortsvereinen: Meudt (28 Aktive und 653 Fördermitglieder), Bad Marienberg (24/816); Daubach (21/419), Montabaur (21/533), Siershahn (19/324) und die Augst (17/389). Aktive Jugendrotkreuzgruppen gibt es zudem in Meudt (17 Jugendliche), Westerburg (16), Bad Marienberg (15), Herschbach/Uww. (14), Nentershausen (11), Höhn (11), Augst (7) und Wirges (6). mm

     

    Von Erster Hilfe über Blutspende bis zur Seniorenarbeit
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